Schlosses und wurde 1655 als erstes mit ei-
nem Bürgerhaus bebaut. Seit 1705 besteht
hier ununterbrochen eine Gastwirtschaft. Das
heutige Gebäude markiert den Eingang zur
Stadt auf der Insel.
(Drawehnertorstraße 6, 8 und 13 siehe Lan-
ke).
DIE STADT AUF DER INSEL
Das Siedlungsbild der Stadt auf der Insel wird
bis heute durch den mittelalterlichen Stadt-
grundriß bestimmt. Eine Störzone ist nur im
Bereich des ehemaligen recht kurzlebigen
Schlosses bemerkbar, der heute teilweise
vom Amtshof eingenommen wird. Die Bau-
substanz der Insel wirkt relativ einheitlich und
besteht überwiegend aus zweigeschossigen
Gefügebauten, die sowohl trauf- als auch gie-
belständig errichtet wurden. Von wenigen
Ausnahmen abgesehen entstammen sie dem
Zeitraum vom ausgehenden 17. bis zum Ende
des 19. Jh. Zum Siedlungsbild der Stadt gehö-
ren unbedingt die beiden Jeetzelläufe, die die
Insel begrenzen. Der Lauf der Elbe, die noch
im 17. Jh. die Insel tangierte, hat sich heute
dagegen weiter ostwärts verlagert.
AM MARKT
Die Drawehnertorstraße führt auf den kleinen
dreieckigen Marktplatz Hitzackers, von des-
sen nördlichen Eckpunkten die Elb- und
Hauptstraße, die beiden Haupterschließun-
gen der Stadt, ausgehen. Den städtebaulich
exponierten Standort zwischen diesen beiden
Straßen an der Nordseite des Platzes nimmt
das veränderte Haus Nr. 6 ein. Weitgehend
unverändert sind die Häuser Nr. 3 und Nr. 4,
von denen das erste 1712 entstand und das
andere nur wenig jünger sein dürfte. Beide
sind zweigeschossige giebelständige Kauf-
mannshäuser mit Längserschließung. Das
Nachbarhaus Nr. 5 wurde 1910 nach einem
Brand als Rohziegelbau erneuert, während
sich im Hinterhof ein kleiner, 1725 datierter
Gefügebau erhalten hat. Diese Gebäude zei-
gen den ursprünglich kleinteiligen Maßstab
der Bebauung, der von den Häusern Nr. 1 und
Nr. 8 gesprengt wird. Sie entstanden, nach-
dem ihre Vorgänger 1897 bzw. 1910 abge-
brannt waren. Das alte Amtshaus mit der heu-
tigen Nr. 7 steht in der Straßenecke Marsch-
tor- und Hauptstraße und erstreckt sich mit je
einem Flügel in die entsprechenden Straßen-
fluchten, wovon der südliche bis an den Markt
reicht. Der zweigeschossige Gefügebau ist
1718 auf der Nordwestecke des Schloßareals
entstanden.
HAUPTSTRASSE
Die Hauptstraße führt von der Nordostecke
des Marktplatzes nach Norden bis zum Ufer
des östlichen Jeetzelarmes. Von Osten mün-
den die Marschtor- und die Deichstraße von
Westen die Zollstraße sowie die Straße Auf
dem Brink in die Hauptstraße ein. Die Bauplät-
ze sind beidseitig der Straße in schmale, tiefe
Parzellen eingeteilt. Entsprechend einheitlich
ist auch die Bebauung mit trauf- und giebel-
ständigen Wohnhäusern. Diese Gleichmäßig-
keit wird durch das Amtshaus von 1718 wie
durch das Zollhaus von 1589 akzentuiert. Die
beiden großen Gebäude gehören jeweils zu
einer anderen Straße, stehen aber mit je einer
Fassade in der Hauptstraße. Ein bescheide-
neres, gut erhaltenes Haus ist der zweige-
schossige, traufständige Gefügebau Nr. 6, der
wohl um 1700 entstand und um 1800 umge-
baut wurde. Etwas großzügiger ist das eben-
falls zweigeschossige traufständige Haus Nr.
Hitzacker, Am Markt 1,2, 3
Hitzacker, Am Markt 2, 3, 4, 5
Hitzacker, Zollstraße 2/Ecke Hauptstraße,
1589
Hitzacker, Hauptstraße 16, 14, 12, 10
Hitzacker, Am Markt 7, Blick in die Hauptstraße
112
nem Bürgerhaus bebaut. Seit 1705 besteht
hier ununterbrochen eine Gastwirtschaft. Das
heutige Gebäude markiert den Eingang zur
Stadt auf der Insel.
(Drawehnertorstraße 6, 8 und 13 siehe Lan-
ke).
DIE STADT AUF DER INSEL
Das Siedlungsbild der Stadt auf der Insel wird
bis heute durch den mittelalterlichen Stadt-
grundriß bestimmt. Eine Störzone ist nur im
Bereich des ehemaligen recht kurzlebigen
Schlosses bemerkbar, der heute teilweise
vom Amtshof eingenommen wird. Die Bau-
substanz der Insel wirkt relativ einheitlich und
besteht überwiegend aus zweigeschossigen
Gefügebauten, die sowohl trauf- als auch gie-
belständig errichtet wurden. Von wenigen
Ausnahmen abgesehen entstammen sie dem
Zeitraum vom ausgehenden 17. bis zum Ende
des 19. Jh. Zum Siedlungsbild der Stadt gehö-
ren unbedingt die beiden Jeetzelläufe, die die
Insel begrenzen. Der Lauf der Elbe, die noch
im 17. Jh. die Insel tangierte, hat sich heute
dagegen weiter ostwärts verlagert.
AM MARKT
Die Drawehnertorstraße führt auf den kleinen
dreieckigen Marktplatz Hitzackers, von des-
sen nördlichen Eckpunkten die Elb- und
Hauptstraße, die beiden Haupterschließun-
gen der Stadt, ausgehen. Den städtebaulich
exponierten Standort zwischen diesen beiden
Straßen an der Nordseite des Platzes nimmt
das veränderte Haus Nr. 6 ein. Weitgehend
unverändert sind die Häuser Nr. 3 und Nr. 4,
von denen das erste 1712 entstand und das
andere nur wenig jünger sein dürfte. Beide
sind zweigeschossige giebelständige Kauf-
mannshäuser mit Längserschließung. Das
Nachbarhaus Nr. 5 wurde 1910 nach einem
Brand als Rohziegelbau erneuert, während
sich im Hinterhof ein kleiner, 1725 datierter
Gefügebau erhalten hat. Diese Gebäude zei-
gen den ursprünglich kleinteiligen Maßstab
der Bebauung, der von den Häusern Nr. 1 und
Nr. 8 gesprengt wird. Sie entstanden, nach-
dem ihre Vorgänger 1897 bzw. 1910 abge-
brannt waren. Das alte Amtshaus mit der heu-
tigen Nr. 7 steht in der Straßenecke Marsch-
tor- und Hauptstraße und erstreckt sich mit je
einem Flügel in die entsprechenden Straßen-
fluchten, wovon der südliche bis an den Markt
reicht. Der zweigeschossige Gefügebau ist
1718 auf der Nordwestecke des Schloßareals
entstanden.
HAUPTSTRASSE
Die Hauptstraße führt von der Nordostecke
des Marktplatzes nach Norden bis zum Ufer
des östlichen Jeetzelarmes. Von Osten mün-
den die Marschtor- und die Deichstraße von
Westen die Zollstraße sowie die Straße Auf
dem Brink in die Hauptstraße ein. Die Bauplät-
ze sind beidseitig der Straße in schmale, tiefe
Parzellen eingeteilt. Entsprechend einheitlich
ist auch die Bebauung mit trauf- und giebel-
ständigen Wohnhäusern. Diese Gleichmäßig-
keit wird durch das Amtshaus von 1718 wie
durch das Zollhaus von 1589 akzentuiert. Die
beiden großen Gebäude gehören jeweils zu
einer anderen Straße, stehen aber mit je einer
Fassade in der Hauptstraße. Ein bescheide-
neres, gut erhaltenes Haus ist der zweige-
schossige, traufständige Gefügebau Nr. 6, der
wohl um 1700 entstand und um 1800 umge-
baut wurde. Etwas großzügiger ist das eben-
falls zweigeschossige traufständige Haus Nr.
Hitzacker, Am Markt 1,2, 3
Hitzacker, Am Markt 2, 3, 4, 5
Hitzacker, Zollstraße 2/Ecke Hauptstraße,
1589
Hitzacker, Hauptstraße 16, 14, 12, 10
Hitzacker, Am Markt 7, Blick in die Hauptstraße
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