stört worden. Heute ist dieser Bereich eher
locker bebaut, denn viele der Hofanlagen wur-
den aus Sicherheitsgründen an den Dorfrand
ausgelagert. Beispielhaft sind die benachbarten
Höfe Auf dem Kamp 11 und 13 am südwest-
lichen Ortsausgang an der Straße nach Beeten-
brück. Obwohl sie bereits in den Verkopplungs-
plänen Düshorns von 1819/20 verzeichnet sind,
wurden die etwa gleich großen, südlich der
Straße gelegenen Parzellen wohl erst ab 1824
bebaut und die kleineren Parzellen auf der Nord-
seite noch später. Die langgestreckten Hofanla-
gen werden jeweils durch traufständig an der
Straße stehende Querdurchfahrtsscheunen
abgeschlossen (Nr. 11 durch ein Altenteilerhaus
vom Anfang des 19.Jh.). Die nord-süd-gerichte-
ten Wohnwirtschaftsgebäude dahinter sind für
die Zeit typische Vierständerbauten mit regelmä-
ßigem Fachwerk und mittigen Einfahrtstoren
und Halbwalmdach. Das Dach von Nr. 11 wur-
de 1890-1900 u.a. durch das Zwerchhaus mit
schönen Zierformen und den darunter liegenden
Hauseingang verändert Nr. 13 wurde erst in
jüngerer Zeit durch kleinere Dachausbauten als
Wohnhaus umgenutzt. Ebenfalls aus der Zeit
der Aussiedlung nach der Brandkatastrophe
stammen noch weitere prägende Gebäude, die
sich auf über die Dorflage verteilten Hofstellen
befinden. Am südöstlichen Dorfrand in einiger
Entfernung vom ehemaligen Dorfkern liegen die
stattlichen, heute als Wohnhäuser umgenutzten
späten Zweiständer-Hallenhäuser Alter Celler
Weg 15 und Heesterworth 6. Beide wurden in
der Mitte des 19.Jh. bzw. 1848 mit mittigem
Einfahrtstor und hohem Halbwalmdach errich-
tet. Die Zugänge zu den schmalen hohen
Kübbungen sind teilweise verbaut. Erstere
Hofstelle liegt am Rande einer bewaldeten und
wallartigen Erhebung, die den Beginn der
südlich anschließenden Nachkriegssiedlung Am
Krummen Winkel markiert. Möglicherweise sind
die beiden kleinen Hofstellen Fallingbosteler
Straße 11 und 13, die an der alten Straßenkreu-
zung mit der Ellinghäuser Straße im Norden des
Dorfkerns liegen, bei einem späteren Dorfbrand
(1851?) zerstört worden, denn die Wohnwirt-
schaftsgebäude auf den unregelmäßig geschnit-
tenen Parzellen beider Höfe wurden 1874 an
Stelle von Vorgängerbauten etwa gleichzeitig
errichtet. Die im 19.Jh. entstandene verbreiterte
Düshorn, Am Berge 2, Hofanlage, 1819
Quereinfahrtsscheune von Hof Nr. 13 prägt mit
nebenstehender mächtiger Hofeiche den Kreu-
zungsbereich.
Bereits vor der Verkopplung 1819/20 waren
auch die großzügigen Hofstellen an der Celler
Straße, der alten Handelsstraße von Bremen
nach Celle, etwa bis Am Berge (mit erhaltener
Feldsteinpflasterung) entstanden. So stellt der
Eckhof Am Berge 2 eine kleine, für ihre Entste-
hungszeit typische, von Staketenzaun umgebe-
ne und mit Eichen bestandene, rechtwinklig
bebaute Hofanlage von 1819 dar. Gleichzeitig
markiert sie mit ihrem wenig veränderten Vier-
ständer-Hallenhaus und der neu gedeckten,
wohl etwa gleich alten Remise sowie dem
möglicherweise translozierten Sandsteinbrunnen
von 1784 das Ende der östlichen Dorfausdeh-
nung auf der Nordseite um 1820.
Mit der Verkopplung erfuhr Düshorn einen Auf-
schwung, da jetzt erstmalig die gemeinschaftlich
genutzten Ländereien den einzelnen Höfen
zugeteilt wurden. Obwohl der Bahnanschluss im
etwa drei Kilometer entfernten Beetenbrück er-
folgte, wurde die Siedlungsentwicklung im Dorf
nicht gehemmt, das schon um 1900 weitge-
hend seine heutige Ausdehnung hatte. Sie ist
danach bis auf die Siedlungsbereiche in Rich-
tung Ellinghausen und die Siedlung Im Krum-
men Winkel am südlichen Ortsausgang des
Alten Celler Weges nach Krelingen im wesent-
lichen verdichtet worden.
Die beiden im Norden bzw. Westen von
Düshorn gelegenen Siedlungsteile Rödershöfen
und Ellinghausen entstammen möglicherweise
beide dem früheren Gemeinwesen „hodelinge-
husen“. Aus dem 1438 erwähnten „edelinghu-
sen“ hat sich erst seit 1589 aus dem Besitzer-
namen der beiden ehemaligen Vollhofanlagen
der Ortsname Rodershofen-Rödershöfen ent-
wickelt. Die einsame Waldlage, deren Eichen
und Buchen ehemals wichtigste Siedlungsvor-
aussetzung war, hat wohl bis heute jegliche
Siedlungsentwicklung über die beiden Höfe
westlich des Erschließungsweges nach Düshorn
hinaus verhindert. Die beiden in ihrer Anlage
typischen weitläufigen Niedersachsenhöfe sind
352
locker bebaut, denn viele der Hofanlagen wur-
den aus Sicherheitsgründen an den Dorfrand
ausgelagert. Beispielhaft sind die benachbarten
Höfe Auf dem Kamp 11 und 13 am südwest-
lichen Ortsausgang an der Straße nach Beeten-
brück. Obwohl sie bereits in den Verkopplungs-
plänen Düshorns von 1819/20 verzeichnet sind,
wurden die etwa gleich großen, südlich der
Straße gelegenen Parzellen wohl erst ab 1824
bebaut und die kleineren Parzellen auf der Nord-
seite noch später. Die langgestreckten Hofanla-
gen werden jeweils durch traufständig an der
Straße stehende Querdurchfahrtsscheunen
abgeschlossen (Nr. 11 durch ein Altenteilerhaus
vom Anfang des 19.Jh.). Die nord-süd-gerichte-
ten Wohnwirtschaftsgebäude dahinter sind für
die Zeit typische Vierständerbauten mit regelmä-
ßigem Fachwerk und mittigen Einfahrtstoren
und Halbwalmdach. Das Dach von Nr. 11 wur-
de 1890-1900 u.a. durch das Zwerchhaus mit
schönen Zierformen und den darunter liegenden
Hauseingang verändert Nr. 13 wurde erst in
jüngerer Zeit durch kleinere Dachausbauten als
Wohnhaus umgenutzt. Ebenfalls aus der Zeit
der Aussiedlung nach der Brandkatastrophe
stammen noch weitere prägende Gebäude, die
sich auf über die Dorflage verteilten Hofstellen
befinden. Am südöstlichen Dorfrand in einiger
Entfernung vom ehemaligen Dorfkern liegen die
stattlichen, heute als Wohnhäuser umgenutzten
späten Zweiständer-Hallenhäuser Alter Celler
Weg 15 und Heesterworth 6. Beide wurden in
der Mitte des 19.Jh. bzw. 1848 mit mittigem
Einfahrtstor und hohem Halbwalmdach errich-
tet. Die Zugänge zu den schmalen hohen
Kübbungen sind teilweise verbaut. Erstere
Hofstelle liegt am Rande einer bewaldeten und
wallartigen Erhebung, die den Beginn der
südlich anschließenden Nachkriegssiedlung Am
Krummen Winkel markiert. Möglicherweise sind
die beiden kleinen Hofstellen Fallingbosteler
Straße 11 und 13, die an der alten Straßenkreu-
zung mit der Ellinghäuser Straße im Norden des
Dorfkerns liegen, bei einem späteren Dorfbrand
(1851?) zerstört worden, denn die Wohnwirt-
schaftsgebäude auf den unregelmäßig geschnit-
tenen Parzellen beider Höfe wurden 1874 an
Stelle von Vorgängerbauten etwa gleichzeitig
errichtet. Die im 19.Jh. entstandene verbreiterte
Düshorn, Am Berge 2, Hofanlage, 1819
Quereinfahrtsscheune von Hof Nr. 13 prägt mit
nebenstehender mächtiger Hofeiche den Kreu-
zungsbereich.
Bereits vor der Verkopplung 1819/20 waren
auch die großzügigen Hofstellen an der Celler
Straße, der alten Handelsstraße von Bremen
nach Celle, etwa bis Am Berge (mit erhaltener
Feldsteinpflasterung) entstanden. So stellt der
Eckhof Am Berge 2 eine kleine, für ihre Entste-
hungszeit typische, von Staketenzaun umgebe-
ne und mit Eichen bestandene, rechtwinklig
bebaute Hofanlage von 1819 dar. Gleichzeitig
markiert sie mit ihrem wenig veränderten Vier-
ständer-Hallenhaus und der neu gedeckten,
wohl etwa gleich alten Remise sowie dem
möglicherweise translozierten Sandsteinbrunnen
von 1784 das Ende der östlichen Dorfausdeh-
nung auf der Nordseite um 1820.
Mit der Verkopplung erfuhr Düshorn einen Auf-
schwung, da jetzt erstmalig die gemeinschaftlich
genutzten Ländereien den einzelnen Höfen
zugeteilt wurden. Obwohl der Bahnanschluss im
etwa drei Kilometer entfernten Beetenbrück er-
folgte, wurde die Siedlungsentwicklung im Dorf
nicht gehemmt, das schon um 1900 weitge-
hend seine heutige Ausdehnung hatte. Sie ist
danach bis auf die Siedlungsbereiche in Rich-
tung Ellinghausen und die Siedlung Im Krum-
men Winkel am südlichen Ortsausgang des
Alten Celler Weges nach Krelingen im wesent-
lichen verdichtet worden.
Die beiden im Norden bzw. Westen von
Düshorn gelegenen Siedlungsteile Rödershöfen
und Ellinghausen entstammen möglicherweise
beide dem früheren Gemeinwesen „hodelinge-
husen“. Aus dem 1438 erwähnten „edelinghu-
sen“ hat sich erst seit 1589 aus dem Besitzer-
namen der beiden ehemaligen Vollhofanlagen
der Ortsname Rodershofen-Rödershöfen ent-
wickelt. Die einsame Waldlage, deren Eichen
und Buchen ehemals wichtigste Siedlungsvor-
aussetzung war, hat wohl bis heute jegliche
Siedlungsentwicklung über die beiden Höfe
westlich des Erschließungsweges nach Düshorn
hinaus verhindert. Die beiden in ihrer Anlage
typischen weitläufigen Niedersachsenhöfe sind
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