auch nach der Verkopplung in etwa begradigter
Form erhalten. Siedlungsflächen wurden nahe
der Straßenkreuzung weiter südlich ausgewie-
sen, so dass sich die alte Dorfstruktur im Laufe
der Zeit nur wenig verändert hat. Dies führt
heute, zusammen mit einer abwechslungsrei-
chen landschaftlichen Lage abseits der großen
Zentren, zu einem Ansteigen des Fremdenver-
kehrs.
Die Kreisstraße 124 verbindet die Dörfer an der
Lehrde miteinander; sie kreuzt sich mit Kreis-
straßen der anderen Richtungen in der Dorfmit-
te. Hier auf einer Dreiecksfläche ist 1871 der
große Schulbau, Nr. 10, in Form eines Wohn-
wirtschaftsgebäudes mit Schulzimmer errichtet
worden. Anders als in vielen Dörfern des Land-
kreises ist der Rohziegelbau unter Halbwalm-
dach mit Ziersetzungen - bis auf die Fensterein-
bauten - weitgehend unverändert geblieben.
Östlich davon schließt sich wiederum auf einer
Dreiecksfläche der Friedhof an. Von den Erbbe-
gräbnissen der Höfe sind ganz unterschiedliche
Grabsteine erhalten, von denen die ältesten von
1846 und 1862 aus hochrechteckigen schön
gravierten Sandsteinplatten bestehen.
Hamwiede, Hamwiede 2, Speicher, 1. H. 17.Jh.
Wohn- und Wirtschaftsgebäude, die meist
gegen Ende des 19.Jh. und später entstanden
sind, sind durch Umstrukturierungen und Mo-
dernisierungen der jüngeren Zeit verändert wor-
den. Trotzdem prägen sie zusammen mit dem
Eichenhain, der Hofpflasterung und den teil-
weise erhaltenen Ummauerungen oder Umzäu-
nungen das Dorfbild. Einige kleine Nebengebäu-
de mit alter Bausubstanz liegen in den hinteren
Grundstücksbereichen versteckt oder verstreut
zwischen den übrigen Gebäuden. So der 1 1/2-
geschossige Speicher mit eingezapften Anker-
balken auf Hof Nr. 2, gekennzeichnet durch
kräftig geschwungene Fußdreiecke im Giebelbe-
reich und Türstürze mit Eselsrückenmotiv,
vermutlich aus der 1. Hälfte des 17.Jh. Ebenso
das Backhaus mit schlichtem Oberrähmgefüge
von 1739 auf Hof Nr. 6, dessen giebelseitiger,
von einem Satteldach gedeckter Backofen noch
bis ca. 1980 benutzt wurde. Das kleine, wohl
früher als Altenteiler genutzte Vierständerhaus
auf dem benachbarten Hof Nr. 5 hat ein in Teilen
wiederverwendetes Gefüge wohl aus dem
frühen 19.Jh. mit quadratischen Gefachen und
eckständigen K-Streben und einer mittigen
Toreinfahrt.
Die beiden abseits gelegenen Höfe sind erst
1937 nach ihrer erneuten Besiedelung durch
Umsiedler aus dem Gebiet des Truppenübungs-
platzes Bergen im Gemeindefreien Bezirk Oster-
heide, in Owe und Kronsnest aufgeteilt worden.
Bereits 1443 sind sie als nach Walsrode be-
meierte Halbhöfe „tor Ode“ erstmals urkundlich
erwähnt worden. Beide Höfe liegen jenseits der
Autobahn etwas erhöht am Ostufer der Lehrde,
über Feldwege erreichbar und werden von
Waldflächen und feuchten Wiesen gerahmt. Von
den großen Veränderungen in der Zeit der Neu-
besiedelung sind nur die kleinen Nebengebäude
der Höfe weitgehend verschont geblieben.
Neben dem erneuerten Wirtschaftsgiebel des
Wohnwirtschaftsgebäude von 1861 prägt auf
dem Hof Owe 1 der zweigeschossige, vermut-
lich in der 1. Hälfte des 17,Jh. errichtete Spei-
cher aufgrund seiner giebelständig zur Hoffläche
orientierten Lage das Bild. Seine im Oberge-
Hamwiede, Hamwiede 6, Backhaus, 1739
355
Form erhalten. Siedlungsflächen wurden nahe
der Straßenkreuzung weiter südlich ausgewie-
sen, so dass sich die alte Dorfstruktur im Laufe
der Zeit nur wenig verändert hat. Dies führt
heute, zusammen mit einer abwechslungsrei-
chen landschaftlichen Lage abseits der großen
Zentren, zu einem Ansteigen des Fremdenver-
kehrs.
Die Kreisstraße 124 verbindet die Dörfer an der
Lehrde miteinander; sie kreuzt sich mit Kreis-
straßen der anderen Richtungen in der Dorfmit-
te. Hier auf einer Dreiecksfläche ist 1871 der
große Schulbau, Nr. 10, in Form eines Wohn-
wirtschaftsgebäudes mit Schulzimmer errichtet
worden. Anders als in vielen Dörfern des Land-
kreises ist der Rohziegelbau unter Halbwalm-
dach mit Ziersetzungen - bis auf die Fensterein-
bauten - weitgehend unverändert geblieben.
Östlich davon schließt sich wiederum auf einer
Dreiecksfläche der Friedhof an. Von den Erbbe-
gräbnissen der Höfe sind ganz unterschiedliche
Grabsteine erhalten, von denen die ältesten von
1846 und 1862 aus hochrechteckigen schön
gravierten Sandsteinplatten bestehen.
Hamwiede, Hamwiede 2, Speicher, 1. H. 17.Jh.
Wohn- und Wirtschaftsgebäude, die meist
gegen Ende des 19.Jh. und später entstanden
sind, sind durch Umstrukturierungen und Mo-
dernisierungen der jüngeren Zeit verändert wor-
den. Trotzdem prägen sie zusammen mit dem
Eichenhain, der Hofpflasterung und den teil-
weise erhaltenen Ummauerungen oder Umzäu-
nungen das Dorfbild. Einige kleine Nebengebäu-
de mit alter Bausubstanz liegen in den hinteren
Grundstücksbereichen versteckt oder verstreut
zwischen den übrigen Gebäuden. So der 1 1/2-
geschossige Speicher mit eingezapften Anker-
balken auf Hof Nr. 2, gekennzeichnet durch
kräftig geschwungene Fußdreiecke im Giebelbe-
reich und Türstürze mit Eselsrückenmotiv,
vermutlich aus der 1. Hälfte des 17.Jh. Ebenso
das Backhaus mit schlichtem Oberrähmgefüge
von 1739 auf Hof Nr. 6, dessen giebelseitiger,
von einem Satteldach gedeckter Backofen noch
bis ca. 1980 benutzt wurde. Das kleine, wohl
früher als Altenteiler genutzte Vierständerhaus
auf dem benachbarten Hof Nr. 5 hat ein in Teilen
wiederverwendetes Gefüge wohl aus dem
frühen 19.Jh. mit quadratischen Gefachen und
eckständigen K-Streben und einer mittigen
Toreinfahrt.
Die beiden abseits gelegenen Höfe sind erst
1937 nach ihrer erneuten Besiedelung durch
Umsiedler aus dem Gebiet des Truppenübungs-
platzes Bergen im Gemeindefreien Bezirk Oster-
heide, in Owe und Kronsnest aufgeteilt worden.
Bereits 1443 sind sie als nach Walsrode be-
meierte Halbhöfe „tor Ode“ erstmals urkundlich
erwähnt worden. Beide Höfe liegen jenseits der
Autobahn etwas erhöht am Ostufer der Lehrde,
über Feldwege erreichbar und werden von
Waldflächen und feuchten Wiesen gerahmt. Von
den großen Veränderungen in der Zeit der Neu-
besiedelung sind nur die kleinen Nebengebäude
der Höfe weitgehend verschont geblieben.
Neben dem erneuerten Wirtschaftsgiebel des
Wohnwirtschaftsgebäude von 1861 prägt auf
dem Hof Owe 1 der zweigeschossige, vermut-
lich in der 1. Hälfte des 17,Jh. errichtete Spei-
cher aufgrund seiner giebelständig zur Hoffläche
orientierten Lage das Bild. Seine im Oberge-
Hamwiede, Hamwiede 6, Backhaus, 1739
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