Krautsand, Kurhannoversche Landesaufnahme, 1767 (Landesvermessung und Geobasisinformation Niedersachsen)
Krautsand, Oberfeuer, 1907
feuer 1978 durch eine moderne Konstruktion
ersetzt wurde, wird das 1907 erbaute Oberfeu-
er weiterhin betrieben. In seiner Gestaltung ent-
spricht der 35 Meter hohe Gittermast dem sei-
nerzeit an der Unterelbe mehrfach gebauten Ty-
pus.
Ev. Kirche zum Guten Hirten
Auf einer elbnahen Wurt ist die Krautsander Kir-
che mit ihrem freistehenden hölzernen Glocken-
turm des 18.Jh. inmitten des Friedhofs ange-
ordnet. Seine zum Teil recht bedeutenden
Grabstellen reichen bis in das 17.Jh. zurück
(Elbinsel 38).
Nachdem wiederholte Sturmfluten an der er-
sten, 1680 errichteten Fachwerkkirche starke
Bauschäden verursacht hatten, wurde 1846 ei-
ne Notkirche auf dem durch Uferabbrüche ge-
fährdeten, alten Standort errichtet, die noch
heute steht. Baumeister Giesewell hatte den
besondern Umständen entsprechend einen
zwar soliden, aber betont schlichten, rechtecki-
gen Backsteinsaal mit pfannengedecktem
Walmdach und hohen Rundbogenfenstern ent-
wickelt, dessen Ausführung in den Händen der
Zimmermeister Johann Hinrich Oerding (Dein-
ste) und Christoph Oerding (Parnewinkel, Amt
Zeven) lag.
Der von einer flachen Holzdecke mit Voute
überspannte Innenraum zeigt eine einheitliche
Ausstattung aus der Erbauungszeit mit umlau-
fender Empore und integriertem Kanzelaltar als
bestimmendes Element. Als einziges älteres
Stück ist eine Sandsteintaufe von 1661 mit
quadratischem Becken überkommen.
Kennzeichnend für die Krautsander Landschaft
sind verstreut liegende Hofanlagen auf Würfen,
deren Gebäude unter mächtigen Bäumen dicht
zusammengerückt sind. Diese besondere Sied-
lungsstruktur ist durch die 1982 erfolgte Eindei-
chung gefährdet, da nun für Neubauten eine
Wurtlage nicht mehr erforderlich ist.
Der Baubestand Krautsands hat immer wieder
unter den schweren Sturmfluten gelitten, so
daß die Außenwände meist massiv erneuert
worden sind, während die Innengerüste aber
vereinzelt noch in das 18.Jh. zurückreichen.
Auch bei der Hofstelle Schanzenstraße 24 mit
dem wohl ältesten Wohnwirtschaftsgebäude
Krautsands von 1775 ist dies der Fall. Während
die benachbarte Viehscheune 1982 für den Bau
des Elbdeichs weichen mußte, konnte die breit-
gelagerte Kornscheune mit mehreren Quer-
durchfahrten erhalten werden. Sie zeigt die in
den Elbmarschen typische Ausformung mit ei-
ner Holzverbretterung und tiefgezogenen seitli-
chen Abwalmungen des Reetdaches.
Über weitgehend erneuerte Außenwände verfü-
gen auch die beiden kurz vor bzw. nach der
schweren Sturmflut von 1825 errichteten Hal-
lenhäuser des Hofes Wischhafener Sand 1.
Einzig in den Wirtschaftsgiebeln ist ein gleich-
mäßiges, aber nicht mehr vollständig erhaltenes
Fachwerkgefüge überkommen.
Als Beispiel für eine intakte, kaum veränderte
Anlage ist Schanzenstraße 20 zu nennen. Das
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Krautsand, Oberfeuer, 1907
feuer 1978 durch eine moderne Konstruktion
ersetzt wurde, wird das 1907 erbaute Oberfeu-
er weiterhin betrieben. In seiner Gestaltung ent-
spricht der 35 Meter hohe Gittermast dem sei-
nerzeit an der Unterelbe mehrfach gebauten Ty-
pus.
Ev. Kirche zum Guten Hirten
Auf einer elbnahen Wurt ist die Krautsander Kir-
che mit ihrem freistehenden hölzernen Glocken-
turm des 18.Jh. inmitten des Friedhofs ange-
ordnet. Seine zum Teil recht bedeutenden
Grabstellen reichen bis in das 17.Jh. zurück
(Elbinsel 38).
Nachdem wiederholte Sturmfluten an der er-
sten, 1680 errichteten Fachwerkkirche starke
Bauschäden verursacht hatten, wurde 1846 ei-
ne Notkirche auf dem durch Uferabbrüche ge-
fährdeten, alten Standort errichtet, die noch
heute steht. Baumeister Giesewell hatte den
besondern Umständen entsprechend einen
zwar soliden, aber betont schlichten, rechtecki-
gen Backsteinsaal mit pfannengedecktem
Walmdach und hohen Rundbogenfenstern ent-
wickelt, dessen Ausführung in den Händen der
Zimmermeister Johann Hinrich Oerding (Dein-
ste) und Christoph Oerding (Parnewinkel, Amt
Zeven) lag.
Der von einer flachen Holzdecke mit Voute
überspannte Innenraum zeigt eine einheitliche
Ausstattung aus der Erbauungszeit mit umlau-
fender Empore und integriertem Kanzelaltar als
bestimmendes Element. Als einziges älteres
Stück ist eine Sandsteintaufe von 1661 mit
quadratischem Becken überkommen.
Kennzeichnend für die Krautsander Landschaft
sind verstreut liegende Hofanlagen auf Würfen,
deren Gebäude unter mächtigen Bäumen dicht
zusammengerückt sind. Diese besondere Sied-
lungsstruktur ist durch die 1982 erfolgte Eindei-
chung gefährdet, da nun für Neubauten eine
Wurtlage nicht mehr erforderlich ist.
Der Baubestand Krautsands hat immer wieder
unter den schweren Sturmfluten gelitten, so
daß die Außenwände meist massiv erneuert
worden sind, während die Innengerüste aber
vereinzelt noch in das 18.Jh. zurückreichen.
Auch bei der Hofstelle Schanzenstraße 24 mit
dem wohl ältesten Wohnwirtschaftsgebäude
Krautsands von 1775 ist dies der Fall. Während
die benachbarte Viehscheune 1982 für den Bau
des Elbdeichs weichen mußte, konnte die breit-
gelagerte Kornscheune mit mehreren Quer-
durchfahrten erhalten werden. Sie zeigt die in
den Elbmarschen typische Ausformung mit ei-
ner Holzverbretterung und tiefgezogenen seitli-
chen Abwalmungen des Reetdaches.
Über weitgehend erneuerte Außenwände verfü-
gen auch die beiden kurz vor bzw. nach der
schweren Sturmflut von 1825 errichteten Hal-
lenhäuser des Hofes Wischhafener Sand 1.
Einzig in den Wirtschaftsgiebeln ist ein gleich-
mäßiges, aber nicht mehr vollständig erhaltenes
Fachwerkgefüge überkommen.
Als Beispiel für eine intakte, kaum veränderte
Anlage ist Schanzenstraße 20 zu nennen. Das
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