Weiter westlich befindet sich Gut
Neuensteden, das als Ersatz für ein im 17.Jh.
aufgegebenes, nordwestlich von Freiburg gele-
genes Gut Sande entstanden war. Die Kehdin-
ger Hofanlage zeichnet sich nicht nur durch ihr
- auch in den Details - außerordentlich gut er-
haltenes und geschlossenes Erscheinungsbild
aus, sondern beeindruckt zugleich durch die
reizvolle Lage inmitten einer großzügigen, von
einem breiten Wassergraben umflossenen
Parklandschaft.
Die fünf reetgedeckten Fachwerkbauten grup-
pieren sich in landschaftstypischer Weise um
den gepflasterten Hofplatz herum, wobei die
südliche Hoffront von zwei älteren Hallenhäu-
sern und einem dazwischengestellten, trauf-
ständig angeordneten Stallgebäude des 19.Jh.
gebildet wird. Das Hauptgebäude ist wohl im
wesentlichen in der Mitte des 18.Jh. erstellt
worden, worauf nicht zuletzt die Innenausstat-
tung mit barocker Treppenanlage und Türen
des 18.Jh. schließen lassen. Eine Ergänzung
des 19.Jh. scheint der im Wohnteil rechtwinklig
angefügte zweigeschossige Fachwerkbau, der
sogenannten Herrenflügel, zu sein, dessen vor-
kragendes Obergeschoß auf einem Stichgebälk
ruht. Während die gleichmäßige Fachwerk-
struktur des Wirtschaftsgiebels ebenfalls auf ei-
ne Erneuerung im 19.Jh. deutet, zeigt die west-
liche Viehscheune im Giebel eine ältere Kon-
struktionsweise, die gekennzeichnet ist durch
zwei Innenkopfbänder und gekehlte Knaggen
(erb. wohl Ende 18.Jh.).
Freiburg, Allwördener Weg 35, Tor, um 1860
Vervollständigt wird die denkmalwerte Gruppe
durch eine den Hofplatz nördlich begrenzende,
überwiegend verbreiterte Kornscheune mit tief-
gezogenen seitlichen Abwalmungen (erb.
19.Jh.) und ein abseits stehendes Backhaus.
Der kleine pfannengedeckte Backsteinbau aus
der 2. Hälfte des 19,Jh. wird durch gußeiserne
Rundbogenfenster belichtet (Neuensteden 29).
FREIBURG - ALLWÖRDEN, ESCH,
RUTENSTEIN, SCHÖNEWORTH
Die Anfänge des südöstlich von Freiburg gele-
genen Straßendorfes Allwörden gehen in die
Zeit vor dem Deichbau zurück. Zwischen der
alten, geschwungen verlaufenden Dorfstraße
und der westlichen, geradlinigen Landesstraße
111 erstreckt sich das Gehöft Allwördener Weg
35. Das reich verzierte eiserne Tor, welches
heute die Zufahrt von der Landesstraße mar-
kiert, ist hier wohl mit dem Bau derselben 1860
aufgestellt worden.
Freiburg, Gut Rutenstein, Gutshaus, 1880
144
Neuensteden, das als Ersatz für ein im 17.Jh.
aufgegebenes, nordwestlich von Freiburg gele-
genes Gut Sande entstanden war. Die Kehdin-
ger Hofanlage zeichnet sich nicht nur durch ihr
- auch in den Details - außerordentlich gut er-
haltenes und geschlossenes Erscheinungsbild
aus, sondern beeindruckt zugleich durch die
reizvolle Lage inmitten einer großzügigen, von
einem breiten Wassergraben umflossenen
Parklandschaft.
Die fünf reetgedeckten Fachwerkbauten grup-
pieren sich in landschaftstypischer Weise um
den gepflasterten Hofplatz herum, wobei die
südliche Hoffront von zwei älteren Hallenhäu-
sern und einem dazwischengestellten, trauf-
ständig angeordneten Stallgebäude des 19.Jh.
gebildet wird. Das Hauptgebäude ist wohl im
wesentlichen in der Mitte des 18.Jh. erstellt
worden, worauf nicht zuletzt die Innenausstat-
tung mit barocker Treppenanlage und Türen
des 18.Jh. schließen lassen. Eine Ergänzung
des 19.Jh. scheint der im Wohnteil rechtwinklig
angefügte zweigeschossige Fachwerkbau, der
sogenannten Herrenflügel, zu sein, dessen vor-
kragendes Obergeschoß auf einem Stichgebälk
ruht. Während die gleichmäßige Fachwerk-
struktur des Wirtschaftsgiebels ebenfalls auf ei-
ne Erneuerung im 19.Jh. deutet, zeigt die west-
liche Viehscheune im Giebel eine ältere Kon-
struktionsweise, die gekennzeichnet ist durch
zwei Innenkopfbänder und gekehlte Knaggen
(erb. wohl Ende 18.Jh.).
Freiburg, Allwördener Weg 35, Tor, um 1860
Vervollständigt wird die denkmalwerte Gruppe
durch eine den Hofplatz nördlich begrenzende,
überwiegend verbreiterte Kornscheune mit tief-
gezogenen seitlichen Abwalmungen (erb.
19.Jh.) und ein abseits stehendes Backhaus.
Der kleine pfannengedeckte Backsteinbau aus
der 2. Hälfte des 19,Jh. wird durch gußeiserne
Rundbogenfenster belichtet (Neuensteden 29).
FREIBURG - ALLWÖRDEN, ESCH,
RUTENSTEIN, SCHÖNEWORTH
Die Anfänge des südöstlich von Freiburg gele-
genen Straßendorfes Allwörden gehen in die
Zeit vor dem Deichbau zurück. Zwischen der
alten, geschwungen verlaufenden Dorfstraße
und der westlichen, geradlinigen Landesstraße
111 erstreckt sich das Gehöft Allwördener Weg
35. Das reich verzierte eiserne Tor, welches
heute die Zufahrt von der Landesstraße mar-
kiert, ist hier wohl mit dem Bau derselben 1860
aufgestellt worden.
Freiburg, Gut Rutenstein, Gutshaus, 1880
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