Hinter dem Herrenhaus fällt das Gelände zur
Hardau hin stark ab. Nördlich die heute stillge-
legte frühere Mühle des Gutes. Der Gutsbe-
trieb wurde später aus dem Bereich des
Schlosses auf den früheren Krughof verlagert
(Stadenser Weg 2). Dessen Wohn- und Wirt-
schaftsgebäude aus der 2. Hälfte des 18. Jh.
wurde zum Wohnhaus umgebaut, wobei der
südlichen Traufseite eine hölzerne Fassade
vorgeblendet wurde. Das Torhaus an der
Schloßstraße und weitere Wirtschaftsgebäu-
de aus dem 19. Jh. wurden nach 1945 durch
große Fachwerkscheunen ergänzt.
Ev. Kirche St. Nikolai
Nördlich des Herrenhauses, an der durch alte
Linden eingefaßten Zufahrt zum Schloßpark,
steht die Kirche St. Nikolai. Sie wird 1286 erst-
mals urkundlich erwähnt, bei ihr befand sich
bis zum 13. Jh. ein Archidiakonat über den
Westen und Süden des Landkreises. Den
rechteckigen Saalbau mit Westturm ließen der
Schloßherr und seine Frau 1690 erbauen. Der
polygonale spätgotische Chor einer Vorgän-
gerkirche wurde einbezogen, wobei dessen
Fenster in Anpassung an die des Saales nach
Außen hin rundbogig verändert wurden. Der
Saal wird von einer hölzernen Kleeblattbogen-
tonne überdeckt. Die Kirche birgt eine beacht-
liche Ausstattung, hier wären unter anderem
ein Bronzetaufbecken aus dem Anfang des
14. Jh., Altar und Kanzel um 1700 und das
große, aus Sandstein gearbeitete Grabmal
der Familie von der Wense (Ende 16. Jh.) zu
nennen. Weitere Epitaphe sind zum Teil
außen an der Kirche aufgestellt.
Gegenüber der Kirche steht das Pfarrhaus,
ein stattlicher Ziegelbau mit Fachwerkober-
stock, der von alten Bäumen umgeben wird
(Schloßstraße 8,1911).
Der bäuerliche Ortsteil
Im Bereich des alten Ortskernes sind die Höfe
vorwiegend auf kleinen, dicht bebauten Par-
zellen aneinandergereiht. An der zur Niede-
rung gelegenen Seite der Schloßstraße sowie
dem anschließenden Teilstück der Holden-
stedter Straße sind gehäuft Hallenhäuser in
Fachwerk zu finden. Wenig verändert sind
einige Vierständerbauten aus der 1. Hälfte
des 19. Jh. (An der Hardau 10, Holdenstedter
Straße 38, Schloßstraße 20).
Abgesetzt vom Dorf liegen westlich der
Hardauniederung zwei Friedhöfe, beide mit
Feldsteinwällen umgeben, jeweils mit einem
Obelisken zum Andenken an Mitglieder der
Familie von der Wense und weiteren bemer-
kenswerten Grabdenkmalen aus dem 18. und
19. Jh.
UELZEN-KIRCHWEYHE
Das Haufendorf liegt in freiem, nach Osten zur
Ilmenau hin abfallendem Gelände. Ein kleiner
Bach durchfließt in östlicher Richtung den Ort.
Die Flurkarte von 1818 zeigt, daß die meisten
Höfe ursprünglich auf kleinen Grundstücken
nördlich des Baches rund um die Kreuzung
der alten Handelsstraße von Lüneburg nach
Uelzen mit der Straße von Emmendorf nach
Westerweyhe konzentriert waren. Auf den im
Zuge der Verkoppelung aufgeteilten Parzellen
südlich des Baches entstand im Laufe des 19.
Jh. ein zweiter Siedlungsschwerpunkt. Mit der
Anlage der neuen begradigten Trasse beim
Ausbau der B 4 wurde das heute vorhandene
Straßennetz mit vier parallelen Straßen in der
Uelzen-Holdenstedt, Holdenstedter Straße 38,1838
Uelzen-Holdenstedt, Schloßstraße 8, Pfarrhaus,
1911
Uelzen-Holdenstedt, Ev. Kirche St. Nikolai, 1690
Uelzen-Holdenstedt, Schloßstraße 20, um 1820
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Hardau hin stark ab. Nördlich die heute stillge-
legte frühere Mühle des Gutes. Der Gutsbe-
trieb wurde später aus dem Bereich des
Schlosses auf den früheren Krughof verlagert
(Stadenser Weg 2). Dessen Wohn- und Wirt-
schaftsgebäude aus der 2. Hälfte des 18. Jh.
wurde zum Wohnhaus umgebaut, wobei der
südlichen Traufseite eine hölzerne Fassade
vorgeblendet wurde. Das Torhaus an der
Schloßstraße und weitere Wirtschaftsgebäu-
de aus dem 19. Jh. wurden nach 1945 durch
große Fachwerkscheunen ergänzt.
Ev. Kirche St. Nikolai
Nördlich des Herrenhauses, an der durch alte
Linden eingefaßten Zufahrt zum Schloßpark,
steht die Kirche St. Nikolai. Sie wird 1286 erst-
mals urkundlich erwähnt, bei ihr befand sich
bis zum 13. Jh. ein Archidiakonat über den
Westen und Süden des Landkreises. Den
rechteckigen Saalbau mit Westturm ließen der
Schloßherr und seine Frau 1690 erbauen. Der
polygonale spätgotische Chor einer Vorgän-
gerkirche wurde einbezogen, wobei dessen
Fenster in Anpassung an die des Saales nach
Außen hin rundbogig verändert wurden. Der
Saal wird von einer hölzernen Kleeblattbogen-
tonne überdeckt. Die Kirche birgt eine beacht-
liche Ausstattung, hier wären unter anderem
ein Bronzetaufbecken aus dem Anfang des
14. Jh., Altar und Kanzel um 1700 und das
große, aus Sandstein gearbeitete Grabmal
der Familie von der Wense (Ende 16. Jh.) zu
nennen. Weitere Epitaphe sind zum Teil
außen an der Kirche aufgestellt.
Gegenüber der Kirche steht das Pfarrhaus,
ein stattlicher Ziegelbau mit Fachwerkober-
stock, der von alten Bäumen umgeben wird
(Schloßstraße 8,1911).
Der bäuerliche Ortsteil
Im Bereich des alten Ortskernes sind die Höfe
vorwiegend auf kleinen, dicht bebauten Par-
zellen aneinandergereiht. An der zur Niede-
rung gelegenen Seite der Schloßstraße sowie
dem anschließenden Teilstück der Holden-
stedter Straße sind gehäuft Hallenhäuser in
Fachwerk zu finden. Wenig verändert sind
einige Vierständerbauten aus der 1. Hälfte
des 19. Jh. (An der Hardau 10, Holdenstedter
Straße 38, Schloßstraße 20).
Abgesetzt vom Dorf liegen westlich der
Hardauniederung zwei Friedhöfe, beide mit
Feldsteinwällen umgeben, jeweils mit einem
Obelisken zum Andenken an Mitglieder der
Familie von der Wense und weiteren bemer-
kenswerten Grabdenkmalen aus dem 18. und
19. Jh.
UELZEN-KIRCHWEYHE
Das Haufendorf liegt in freiem, nach Osten zur
Ilmenau hin abfallendem Gelände. Ein kleiner
Bach durchfließt in östlicher Richtung den Ort.
Die Flurkarte von 1818 zeigt, daß die meisten
Höfe ursprünglich auf kleinen Grundstücken
nördlich des Baches rund um die Kreuzung
der alten Handelsstraße von Lüneburg nach
Uelzen mit der Straße von Emmendorf nach
Westerweyhe konzentriert waren. Auf den im
Zuge der Verkoppelung aufgeteilten Parzellen
südlich des Baches entstand im Laufe des 19.
Jh. ein zweiter Siedlungsschwerpunkt. Mit der
Anlage der neuen begradigten Trasse beim
Ausbau der B 4 wurde das heute vorhandene
Straßennetz mit vier parallelen Straßen in der
Uelzen-Holdenstedt, Holdenstedter Straße 38,1838
Uelzen-Holdenstedt, Schloßstraße 8, Pfarrhaus,
1911
Uelzen-Holdenstedt, Ev. Kirche St. Nikolai, 1690
Uelzen-Holdenstedt, Schloßstraße 20, um 1820
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