urkundl. Nennung 1428). Die beiden anderen
Hofstellen liegen östlich unmittelbar anschlie-
ßend am Morgenweg: Morgenweg 1 (1. ur-
kundl. Nennung 1428) und Morgenweg 7 (1.
urkundl. Nennung 1411). Die reetgedeckten
Wohnwirtschaftsgebäude sind innerhalb um-
friedeter Parzellen mit altem Baumbestand in
großem Abstand giebelständig zur Straße er-
richtet; seitlich davor, so weist es der Kata-
sterplan von 1844 nach, stand jeweils eine
Scheune. Heute gibt es nur noch auf den bei-
den Höfen am Morgenweg in Fachwerk er-
richtete Scheunen, wobei diejenige am Mor-
genweg 1 z.T. mit Bohlen ausgefacht ist.
Während die Querdurchfahrtscheune unter
Krüppelwalmdach Morgenweg 1 durchge-
zapfte Ankerbalken am Giebel und eingehäl-
ste Ankerbalken am Tor besitzt, ist die halb-
walmgedeckte Scheune am Morgenweg 7e\n
ausschließlich mit eingehälsten Ankerbalken
an jedem zweiten Ständer konstruiertes Ge-
bäude. Im übrigen verfügen die Höfe heute
über teilweise unmittelbar an das Haupthaus
anschließende Nebengebäude jüngeren Da-
tums. Auf der genannten Flurkarte von 1844
läßt sich außerdem erkennen, daß vier der
Waterender Weg 72, Wohnwirtschaftsgebäude
Waterender Weg 76, ehern. Wohnwirtschaftsge-
bäude
sechs Wohnwirtschaftsgebäude Vorderküb-
bungen besaßen. Sie sind heute nur noch bei
dem Haus Waterender Weg Nr. 76 vorhan-
den, dessen Außenhaut bis auf die Zone des
Dielentors mit den den Walm abfangenden
Kopfbändern massiv erneuert ist, das jedoch
ein älteres Innengerüst in Unterrähmkon-
struktion enthält. Gleiches gilt wohl für die
Zweiständerbauten Nr. 68 und Nr. 72, deren
massive Erneuerung in Ziegel an den Keil-
steinen des korbbogigen Dielentores im halb-
walmgedeckten Wirtschaftsgiebel datiert ist
(Nr. 68, 1863 und 1925; Nr. 72, 1869; Mor-
genweg 7, 1867). Das Wohnwirtschaftsge-
bäude Morgenweg 1 wurde in der Art eines
Vierständer-Hallenhauses 1870 mit einer für
die Erbauungszeitcharakteristischen Gestal-
tung des Wirtschaftsgiebels errichtet: in Käm-
pferhöhe des Dielentores sitzen zu beiden
Seiten zwei Fenster, drei weitere im Giebel-
trapez, das von einem abgetreppten Fries ge-
schmückt wird. Auf dem nördlichsten Hof, Nr.
84, wurde das 1923 abgebrannte Wohnwirt-
schaftsgebäude durch einen eingeschossi-
gen Putzbau mit mittigem Zwerchhaus als rei-
nes Wohnhaus ersetzt.
LOYERENDE
Der in nordöstliche Richtung verlaufende Wa-
terender Weg führt zum Ortsteil Loyerende,
der sich an der in Ost-West-Richtung verlau-
fenden August-Hanken-Straße und an dem
von ihr nach Norden abzweigenden Loyeren-
der Weg entlangzieht. Auch hier sind die in
Zweiständerbauweise errichteten Wohnwirt-
schaftsgebäude massiv erneuert. In Fach-
werk belassen sind jedoch z.T. die Wirt-
schaftsgiebel, so bei dem ehemaligen Haus-
leutehof August-Hanken-Straße 58, bei dem
der Giebel über gekehlten und mit einem dia-
mantierten Ornament geschmückten Knag-
gen vorkragt. Südlich davon liegt ein heute als
reines Wohnhaus genutztes Gebäude des
gleichen Typs (August-Hanken-Str. 60), das
1818 in Unterrähmkonstruktion errichtet
wurde und am halbwalmgedeckten Wirt-
schaftsgiebel eine Fachwerkkonstruktion mit
quadratischen Gefachen und einer Ziegel-
ausmauerung zeigt. Gut erhalten hat sich auf
der Südseite der August-Hanken-Straße die
Hofanlage Nr. 76, deren mit Feldsteinen ge-
pflasterte Zufahrt auf der Ostseite von einer
Waterender Weg 68, Wohnwirtschaftsgebäude
Morgenweg 7, Scheune
246
Hofstellen liegen östlich unmittelbar anschlie-
ßend am Morgenweg: Morgenweg 1 (1. ur-
kundl. Nennung 1428) und Morgenweg 7 (1.
urkundl. Nennung 1411). Die reetgedeckten
Wohnwirtschaftsgebäude sind innerhalb um-
friedeter Parzellen mit altem Baumbestand in
großem Abstand giebelständig zur Straße er-
richtet; seitlich davor, so weist es der Kata-
sterplan von 1844 nach, stand jeweils eine
Scheune. Heute gibt es nur noch auf den bei-
den Höfen am Morgenweg in Fachwerk er-
richtete Scheunen, wobei diejenige am Mor-
genweg 1 z.T. mit Bohlen ausgefacht ist.
Während die Querdurchfahrtscheune unter
Krüppelwalmdach Morgenweg 1 durchge-
zapfte Ankerbalken am Giebel und eingehäl-
ste Ankerbalken am Tor besitzt, ist die halb-
walmgedeckte Scheune am Morgenweg 7e\n
ausschließlich mit eingehälsten Ankerbalken
an jedem zweiten Ständer konstruiertes Ge-
bäude. Im übrigen verfügen die Höfe heute
über teilweise unmittelbar an das Haupthaus
anschließende Nebengebäude jüngeren Da-
tums. Auf der genannten Flurkarte von 1844
läßt sich außerdem erkennen, daß vier der
Waterender Weg 72, Wohnwirtschaftsgebäude
Waterender Weg 76, ehern. Wohnwirtschaftsge-
bäude
sechs Wohnwirtschaftsgebäude Vorderküb-
bungen besaßen. Sie sind heute nur noch bei
dem Haus Waterender Weg Nr. 76 vorhan-
den, dessen Außenhaut bis auf die Zone des
Dielentors mit den den Walm abfangenden
Kopfbändern massiv erneuert ist, das jedoch
ein älteres Innengerüst in Unterrähmkon-
struktion enthält. Gleiches gilt wohl für die
Zweiständerbauten Nr. 68 und Nr. 72, deren
massive Erneuerung in Ziegel an den Keil-
steinen des korbbogigen Dielentores im halb-
walmgedeckten Wirtschaftsgiebel datiert ist
(Nr. 68, 1863 und 1925; Nr. 72, 1869; Mor-
genweg 7, 1867). Das Wohnwirtschaftsge-
bäude Morgenweg 1 wurde in der Art eines
Vierständer-Hallenhauses 1870 mit einer für
die Erbauungszeitcharakteristischen Gestal-
tung des Wirtschaftsgiebels errichtet: in Käm-
pferhöhe des Dielentores sitzen zu beiden
Seiten zwei Fenster, drei weitere im Giebel-
trapez, das von einem abgetreppten Fries ge-
schmückt wird. Auf dem nördlichsten Hof, Nr.
84, wurde das 1923 abgebrannte Wohnwirt-
schaftsgebäude durch einen eingeschossi-
gen Putzbau mit mittigem Zwerchhaus als rei-
nes Wohnhaus ersetzt.
LOYERENDE
Der in nordöstliche Richtung verlaufende Wa-
terender Weg führt zum Ortsteil Loyerende,
der sich an der in Ost-West-Richtung verlau-
fenden August-Hanken-Straße und an dem
von ihr nach Norden abzweigenden Loyeren-
der Weg entlangzieht. Auch hier sind die in
Zweiständerbauweise errichteten Wohnwirt-
schaftsgebäude massiv erneuert. In Fach-
werk belassen sind jedoch z.T. die Wirt-
schaftsgiebel, so bei dem ehemaligen Haus-
leutehof August-Hanken-Straße 58, bei dem
der Giebel über gekehlten und mit einem dia-
mantierten Ornament geschmückten Knag-
gen vorkragt. Südlich davon liegt ein heute als
reines Wohnhaus genutztes Gebäude des
gleichen Typs (August-Hanken-Str. 60), das
1818 in Unterrähmkonstruktion errichtet
wurde und am halbwalmgedeckten Wirt-
schaftsgiebel eine Fachwerkkonstruktion mit
quadratischen Gefachen und einer Ziegel-
ausmauerung zeigt. Gut erhalten hat sich auf
der Südseite der August-Hanken-Straße die
Hofanlage Nr. 76, deren mit Feldsteinen ge-
pflasterte Zufahrt auf der Ostseite von einer
Waterender Weg 68, Wohnwirtschaftsgebäude
Morgenweg 7, Scheune
246



