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Pantel, Etta [Editor]
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland: Baudenkmale in Niedersachsen (Band 9, Teil 1): Stadt Wolfenbüttel — Braunschweig, 1983

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https://doi.org/10.11588/diglit.44416#0100
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am östlichen Straßenende, dessen mittlerer
Wohnteil von vor 1756 stammt, zeigt noch
einige typische Merkmale aus dieser Zeit. Es
deutet durch seine abgewinkelte Lage den
früheren unregelmäßigen Straßenverlauf an.
Das Haus Nr. 31 aus der 1. Hälfte des 19. Jh.
ist ein gut erhaltenes Beispiel aus dieser Zeit
mit gemustertem Schieferbehang und schö-
ner Haustür aus dem späten 19. Jh. Der wohl
gleichzeitig errichtete heute umgenutzte La-
denvorbau im breiten Vorgartenbereich ist
beispielhaft für eine typische Entwicklung in
dieser Zeit.
Das eingeschossige Haus Nr. 40 ist ein in die-
ser Straße ungewöhnlicher Typ eines Fach-
werkhauses von 1894. Es ist eingeschossig
mit mittigem Zwerchhaus und rückseitigem
Hauseingang.
Die nach 1945 in Maßstab und Material gut
angepaßten Häuser Nr. 8—20 im mittleren
Bereich der Straße wurden entsprechend den
Nachbarhäusern meist hinter Vorgärten in
die Bebauungsreihe eingefügt. Erst in jüng-
ster Zeit entstanden verstreut einige moder-
ne, mehrgeschossige Wohn- und Geschäfts-
häuser.

FERDINANDSTRASSE
Die Ferdinandstraße, im 18. und 19. Jh.
noch Mittelstraße genannt, ist die mittlere
Achse der historischen Anlage.
Die Bebauung mit zweigeschossigen viel-
fach veränderten Fachwerkhäusern des 19.
Jh. begrenzt den Straßenraum eng und
bestimmt das Bild der Straße. Von den
älteren, hinter breiten Vorgärten zurücklie-
genden Gebäuden ist das wohl zu Anfang des
17. Jh. errichtete Fachwerkhaus Nr. 3
erhalten. Es wurde rückseitig in Geschoß-
bauweise errichtet, das Gefüge ist jedoch im
Laufe der Zeit verändert worden. Das
symmetrisch aufgebaute Haus Nr. 8, wohl
aus der Mitte des 18. Jh., ist bis heute
weitgehend erhalten.
LEOPOLDSTRASSE
Die Leopoldstraße wurde im 18. und 19. Jh.
Vorderstraße genannt. Sie war seit jeher
Teil des Fernhandelswegs nach Halberstadt
und später, bis zum Bau der Jägerstraße, Teil
der Bundesstraße 79.
Ehemals war nur die Südseite von einer Häu-
serzeile gefaßt. Die nordseitige Bebauung er-

folgte ab Mitte des 19. Jh. zunächst wohl
mit einer Ziegelei auf dem Gartengrundstück
des ehemaligen fürstl. Jägerhauses.
Hier stehen heute meist moderne freistehen-
de Ein- und Zweifamilienhäuser, bis auf die
Hausgruppe Nr. 13, 14, 14a. Haus Nr. 13
ist ein kleines Wohnhaus von 1849, das zu-
sammen mit dem 1880 angebauten dreige-
schossigen Wohnhaus umgebaut wurde. Es
ist ein zweigeschossiger, verputzter Fach-
werkbau unter flachgeneigtem Walmdach,
dessen Straßenfront durch einen frontispiz-
bekrönten Mittelrisalit mit hölzernem Bal-
kon gegliedert ist. Haus Nr. 14 von 1911
wurde im historisierenden Fachwerkstil er-
richtet. Zusammen mit dem Nachbarhaus
Nr. 14a bilden alle 4 Hausteile ein heteroge-
nes aber gut erhaltenes Ensemble.
Reste des historischen Straßenbildes vermit-
teln das langgestreckte zweigeschossige, ver-
putzte Fachwerkwohnhaus Nr. 4 von um
1845, in dem noch Bausubstanz des ehemali-
gen fürstl. Jägerhauses aus dem 18. Jh. erhal-
ten ist, sowie Haus Nr. 7, ein langgestreckter,
zweigeschossiger Fachwerkbau mit zwerch-
hausbekröntem Zentralbereich aus der Mitte
des 19. Jh.

Juliusstraße 31, wohl Anfang 19. Jh.


Ferdinandstraße 3, wohl Anfang 17. Jh.


Ferdinandstraße 8, wohl Mitte 18. Jh.


Juliusstraße 40, 41 Leopoldstraße 4, Kernsubstanz des ehern.
fürstlichen Jägerhauses, Mitte 19. Jh.



Leopoldstraße 13—14a

Marktstraße 6/Ecke Lindener Straße,
wohl Mitte 18. Jh., spätere Aufstockung

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