so
Du, der Du genannt wirst: Residirender in Hermopolis des Nordens (Deltastadt in der Nachbarschaft des Ge-
bietes von Buto), der du spendest von der Menge der Güter, mit denen Deine Tochter versehen ist. Lebt er,
dann lebt auch P. etc. etc. (wie vorher). T
Du, der Du genannt wirst: Residirender in der Stadt des Seebezirkes, der Du verschluckt hast das
Auge*), versehend Deinen Leib mit ihm (?), welches geraubt hatte für Dich Dein Sohn Horus, und durch
welches Du nun lebst. Lebt er, dann lebt auch P. etc. etc. (wie vorher).
Dein Leib ist wie der Leib des Obercherheb Petameuap, Dein Fleisch ist wie das Fleisch des 0. P.,
Deine Knochen sind wie die Knochen des 0. P. Wie Du dahin wandelst, so wandelt auch 0. P. dahin und
wie 0. P. dahin wandelt, so wandelst auch Du dahin!»
Es ist von hohem Werthe für die historische Forschung, dass in diesem Texte, der uns bereits in den
Kammern der Unaspyramide begegnet, mithin zu den ältesten Litteraturstücken Aegyptens gehört, wir
bereits eine ganze Reihe von Provinzialhauptstädten ober- und unterägyptischer Gaue aufgeführt finden, wie
Heliopolis, Busiris, die Stadt der Selk (Posok-Beibeis), ein Anubisheiligthum der Hauptstadt des 18. oberagypt.
Gaues, eine Tempelanlage der Stadt Buto, ein unter- und oberagypt. Hermopolis und andere mehr. König
Unas war der letzte von den Herrschern der V. Dynastie. Im 4. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung
existirten also diese Städte bereits mit ihren Tempeln und ihrem durch das Ritual geregelten Tempelkult.
Wo auf dem weiten Erdenrund ist ein Land, in Bezug auf welches die historische Forschung im Stande
wäre, von Städten, die in einer so fern liegenden Vergangenheit einmal geblüht, von ihren Tempeln und der
in diesen Tempeln den Göttern dargebrachten Verehrung etwas berichten zu können!
Taf. XXI. Die an der Rückwand von Zimmer IV zu beiden Seiten der nach V führenden Thür ange-
brachten Inschriften, enthaltend einen Anruf an die Grabesgötter Osins und Anubis für den Verstorbenen.
Links von der Thür: «Möge königlich Gnade spenden Oriris, der Herr der Unterwelt, der grosse Gott
von Busiris, der Herr von Abydos, gewährend die Einsargung in dem Lande, welches sich im Westen be-
findet, nach einem schönen und hohen Alter, dass er dahin eile auf den Wegen der Vollkommenheit jeden
Tag, dass dahin wandle als ein Amchu (als ein im Zustand vollen Glückes sich Befindender) auf ihnen immer und
ewiglich der Erbfürst, Schatzmeister, Freund einzigster des Pharao, Herseschta im Königlichen Palaste und
Obercherheb Pctamenap, der triumphirende, der Herr der Glückseligkeit (der im Genüsse vollen Glückes sich Be-
findende;.»
Rechts von der Thür: «Möge königlich Gnade spenden Anubis, der in der göttlichen Halle Residireude
(Name des Anubisheiligthums im 18. oberagypt, Gau), der auf seinem Berge (der westlichen Todtenregion) , der Herr der
Grabhöhlen in der Unterwelt. Er wolle bewilligen, dass die beiden Ohren wieder seien im Hören das Gesagte,
dass die beiden Füsse seien im Dahinschreiten auf dem Boden und dass das Herz fest sei auf seiner Unter-
lage. Kein Vergehen , keine Zerstörung dem Ka des Erbfürsten , Schatzmeisters , einzigen Freundes und
Herseschta im Königlichen Palaste, welcher der Erste im Palaste, der die Augen des Königs repräsentirt im
ganzen Lande , der einzig in seiner Vollkommenheit bei dem gnädigen Gotte (dem Pharao), der Obercherheb
Petamenap, der triumphirende, der Herr der Glückseligkeit.»
Die ganze rechte Wand von Zimmer IV wird eingenommen von den Abbildungen der die reiche Aus-
rüstung des Verstorbenen für seine himmlische Wanderung bildenden Gegenstände und den diesen Bildern
zur Erläuterung beigegebenen Inschriften. Es ist der Bilder- und Inschriftenschmuck dieser Wand, so weit
ein Copiren möglich war, bereits in Abth. I, Taf. XIV—XV gegeben worden.
*) Die übrigen Redactionen haben hier anstatt neb das Zeichen des Auges und das wird wohl das Richtige sein. Die Stelle
bezieht sich auf den Mythus vom Verschlucken des Auges, wovon bereits in den Texten der I. Abth. mehrfach die Rede war.
Du, der Du genannt wirst: Residirender in Hermopolis des Nordens (Deltastadt in der Nachbarschaft des Ge-
bietes von Buto), der du spendest von der Menge der Güter, mit denen Deine Tochter versehen ist. Lebt er,
dann lebt auch P. etc. etc. (wie vorher). T
Du, der Du genannt wirst: Residirender in der Stadt des Seebezirkes, der Du verschluckt hast das
Auge*), versehend Deinen Leib mit ihm (?), welches geraubt hatte für Dich Dein Sohn Horus, und durch
welches Du nun lebst. Lebt er, dann lebt auch P. etc. etc. (wie vorher).
Dein Leib ist wie der Leib des Obercherheb Petameuap, Dein Fleisch ist wie das Fleisch des 0. P.,
Deine Knochen sind wie die Knochen des 0. P. Wie Du dahin wandelst, so wandelt auch 0. P. dahin und
wie 0. P. dahin wandelt, so wandelst auch Du dahin!»
Es ist von hohem Werthe für die historische Forschung, dass in diesem Texte, der uns bereits in den
Kammern der Unaspyramide begegnet, mithin zu den ältesten Litteraturstücken Aegyptens gehört, wir
bereits eine ganze Reihe von Provinzialhauptstädten ober- und unterägyptischer Gaue aufgeführt finden, wie
Heliopolis, Busiris, die Stadt der Selk (Posok-Beibeis), ein Anubisheiligthum der Hauptstadt des 18. oberagypt.
Gaues, eine Tempelanlage der Stadt Buto, ein unter- und oberagypt. Hermopolis und andere mehr. König
Unas war der letzte von den Herrschern der V. Dynastie. Im 4. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung
existirten also diese Städte bereits mit ihren Tempeln und ihrem durch das Ritual geregelten Tempelkult.
Wo auf dem weiten Erdenrund ist ein Land, in Bezug auf welches die historische Forschung im Stande
wäre, von Städten, die in einer so fern liegenden Vergangenheit einmal geblüht, von ihren Tempeln und der
in diesen Tempeln den Göttern dargebrachten Verehrung etwas berichten zu können!
Taf. XXI. Die an der Rückwand von Zimmer IV zu beiden Seiten der nach V führenden Thür ange-
brachten Inschriften, enthaltend einen Anruf an die Grabesgötter Osins und Anubis für den Verstorbenen.
Links von der Thür: «Möge königlich Gnade spenden Oriris, der Herr der Unterwelt, der grosse Gott
von Busiris, der Herr von Abydos, gewährend die Einsargung in dem Lande, welches sich im Westen be-
findet, nach einem schönen und hohen Alter, dass er dahin eile auf den Wegen der Vollkommenheit jeden
Tag, dass dahin wandle als ein Amchu (als ein im Zustand vollen Glückes sich Befindender) auf ihnen immer und
ewiglich der Erbfürst, Schatzmeister, Freund einzigster des Pharao, Herseschta im Königlichen Palaste und
Obercherheb Pctamenap, der triumphirende, der Herr der Glückseligkeit (der im Genüsse vollen Glückes sich Be-
findende;.»
Rechts von der Thür: «Möge königlich Gnade spenden Anubis, der in der göttlichen Halle Residireude
(Name des Anubisheiligthums im 18. oberagypt, Gau), der auf seinem Berge (der westlichen Todtenregion) , der Herr der
Grabhöhlen in der Unterwelt. Er wolle bewilligen, dass die beiden Ohren wieder seien im Hören das Gesagte,
dass die beiden Füsse seien im Dahinschreiten auf dem Boden und dass das Herz fest sei auf seiner Unter-
lage. Kein Vergehen , keine Zerstörung dem Ka des Erbfürsten , Schatzmeisters , einzigen Freundes und
Herseschta im Königlichen Palaste, welcher der Erste im Palaste, der die Augen des Königs repräsentirt im
ganzen Lande , der einzig in seiner Vollkommenheit bei dem gnädigen Gotte (dem Pharao), der Obercherheb
Petamenap, der triumphirende, der Herr der Glückseligkeit.»
Die ganze rechte Wand von Zimmer IV wird eingenommen von den Abbildungen der die reiche Aus-
rüstung des Verstorbenen für seine himmlische Wanderung bildenden Gegenstände und den diesen Bildern
zur Erläuterung beigegebenen Inschriften. Es ist der Bilder- und Inschriftenschmuck dieser Wand, so weit
ein Copiren möglich war, bereits in Abth. I, Taf. XIV—XV gegeben worden.
*) Die übrigen Redactionen haben hier anstatt neb das Zeichen des Auges und das wird wohl das Richtige sein. Die Stelle
bezieht sich auf den Mythus vom Verschlucken des Auges, wovon bereits in den Texten der I. Abth. mehrfach die Rede war.



