Epictetus ; Raethel, Wolfgang Christoph [Transl.]
Epicteti Hand-Büchlein: in welchem Allerhand kräfftige Mittel wider die Kranckheiten des Gemüths zu finden seynd ; Allen Menschen, die sich klug zu seyn düncken, oder die noch klug werden wollen Zu höchst-nöthiger Bedürffnüs, und ungemeinen Nutzen — Nürnberg, 1718 [VD18 14251590]

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._Hand-Bücblem. z z
Das 76. E apitel.
Wie es nöthiger gutenLebenS Aeir
geln zu folgen/ als die Ursachen
derselben zu erforschen.
!WöEc fürNehmste/unb nöthigste Tbeil det
^W-vSirtemLehrs ist derjenige/so da handelt
Von dem Gebrauch der Lebens-Regeln / und
welcher dü gebeut: zum Exempel: daß man nicht
Lügen so!!. Der andere ist/ welcher die Ursa-
chen bemölder Lebens - Regeln darkhut/ anzei-
gende; zum Exempel: warum man nicht lügen
muß. Der dritte aber bestehet darinnen/ daß
ec beydr vörgedachte/ erkläre/und unterschei-
de/ indem et vorstellet/warum dieses/oder ft*
nes eine Ursach/was eine Ursach/ eineFolgerey/
ein Wort Streit/sineWarheit/und eineLügs
fty?So ist nun der dritte Theil nöthig um des
andern / und der anders um des ersten willen.
Der erste aber/ ist wie bereits gesagt/ der aller-
nöhtiaste / und derselbe mit welchen man sich
vergnügen soll. Unterdessen thun wir das Wi-
derspiel/indem wir uns in dm dritten aufhalren/
alle unsecn Fleiß auf denselben wenden/ und
hingegen den ersten gantz in den Wind schla-
gen. Daher geschrchts dann/ das wir offl lü-
gemwie man aber beweistt/daß man nicht lügen
soll/ ist uns gantz wol bekannt.

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