Facon-Zeitung für Töpfer, Fayence-, Steingut-, Topfwaaren- und Ofen- Fabrikanten: monatliche Mustersammlung der modernsten und geschmackvollsten Formen von Topf- und Fayence-Geschirren, Oefen, Ofentafeln und Ornamenten aller Art — 3.1847

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Erklärung dcr Cafeln

l'-is. 21.

Roscttcn als architcktonischcs Ornanient an Ocfcn und zu verschicdcncn andern Zwcckcn. Diese Rosetten
rverdcn je nach ihrcr Amrendung in derselben Größe, in wclcher sie gezeichnet sind oder in dcm Maßstabe, wclchen ihre
Anwcndung crhcischt, dargestcllt. — Fig. l ist dic Ansicht der crstcn Nosettc, Fig. 2 der Durchschnitt dcrsclbcn nach
der Linie >j. — Fig. 3. Ansicht dcr zweiten Rosette mit Durchschnitt nach L R in Fig.'4. — Originalzeich-
nung von Franz Fink.

I'uf. 22.

Zwci Gefäße und ein Briefbcschwerer. Original-Zcichnung von Hugo Fink.

'I'rdf. 2Z.

Großer eleganter Kachelofen. — Fig. l. Vordere Ansicht; Fig. 2. Seitenansicht. Die Zugkanäle sind
vertikal und in dersclben Weise anzulegcn, wic dies auf Taf. 7 des llten Heftes von 1847 dicscr Zcitschrift im Durch-
schnitt gezeigt wurde. — Originalzcichnung von Franz Fink.

1'rLf. 24.

Details zu vorftehendem Ofen in vierfachcr Vcrgrößcrung der Totalansicht, also in der natürlichcn Größe.
Die Tafel zcigt das Kranz- und Sockclgesimsc dcs Ofcns. — Originalzcichnung von Franz Fink. —

Untorsuchungen der Ursachcn, welche das Nau-
chen dcr Kaminc, Schornsteine und Ocfcn vcr-
anlaffen, und Mittel, die man dagegen anzuwen-
dcn hat.

(S ch l u ß.)

Neunte Nrsache.

Nachtheiligcr Einfluß einer Thüre auf den Kamin.

Wcnn sich die Thüre und dcr Kamin cines Zimmcrs
auf derselben Seite befinden, und wenn dic Thüre, im
Winkel oder in der Ecke des Zimmers gelegen, sich gegen
dic Seitenmaucr öffnet, wodurch sie wenigcr im Wcge ists so
ift dic Thüre kaum zum Theil geöffnct und schou wird ein
Luftzug gegcn dic Wand crzcugt; wenn sodann dcr Kamin
nicht Seitenwände hat, um den Luftzug zurückzuhaltcn und
ihn abzuleiten, so streist dcr Wind vor das Fcucr und
zicht Rauch mit sich aus dcm Kamin in das Zimmer.
Dicse Erscheinung stellt stch um so leichter und bemerkba-
rcr cin, je wcnigcr man die Thürc öffnet. Denn der Zug
der eintretendcn Luft ist um so ftärkcr, jc gcringcr die
Oeffnung ist, durch die er dringt; wenn dahcr dic Thüre
gänzlich offen ist, so hat man kcine glcich nachthcilige Wir-
kung von der einströmenden Luft zu erwarten, alfo auch
kcin Rauchcn dcs Kamins wcgcn der geöffnetcn Thürc zu
befürchte».

Besindet sich dic Lhüre in einer Wand, dic der, vor
wclchcr sich der Kamin besindet, zur Scite liegt, und öff-
net sic sich von dcr dcm Kamin cntgcgengcsetzten Seite, ffo
wird die Luft, welche durch die Thüre cintritt, zu dem
Feuer gezogen, ftößt gegcn einc der innern Mauern des
Heerdes und kann Rauch mit sich in das Zimmer zichen.

A b h ü l f e.

Man weicht dicscm Ucbelstande aus, wenn man zur
Seite der Seitenwände des Kamins, dcr der Zugluft aus-
gesetzr ist, cine kleine Schirmplatte aus Blech anbringt,
welche die Zugluft aufhält und sic dirckt in den Kamin
leitet, oder wenn man wenigstens dre Thürangeln versetzt,

damit dcr Thürflügel sich von dcr cntgegengesetzten, als der
vorhin gcdachtcn, Seite öffne.

Lehnte Nrsache.

Rasches Oeffnen oder Schließen einer Tbüre.

Man erzeugt, wie es einleuchtend ist, eine plötzliche
Leere, odcr doch einc bedeutende Luftvcrringerung in einem
Zimmer, wenn man plötzlich cine Thüre dcffelben schließt,
die offen stand, und die sich nach Jnnen öffnet, oder wenn
man plötzlich eine verschlossene Thüre nach Außen öffnet;
die dadurch in dem Zimmer verr-ingerte Luft wird durch
Zuströmung äußerer Luft ersetzt, und diesc sindet sich am
Nächstcn durch die Rauchröhre dcs Kamins, wodurch jc-
doch zugleich Rauch mit in das Zimmer gczogen wird.

Wenn sich in demsclbcn Zimmcr zwei odcr mehrere
Thüren besinden, die schlecht schließen, so zieht das plötz-
liche Ocffnen oder Schlicßen eincr derselbcn wcit weniger
Rauch in das Zimmer, weil die Ritzen und Fugen dcr
anderen Thürcn und der Fcnstcr gcnug Luft von Außcn
hergcben, um die entstandenc theilwcisc Lccre wieder aus-
zufüllcn.

A b h ü l f e.

Das Mittcl hiergcgen beftcht schr einfach und natür-
lich darin, daß man dic Thüren vorsichtig öffnct und
schlicßt; dieses Mittcl liegt am nächsten, doch kann man
ebensowohl durch Doppelthürcn odcr dadurch, daß sich
in solchcm Fallc eine Fcnsterklappe öffnet, das Uebcl be-
seitigen.

Eitste Nrsaehc.

Ein Zimmer kann mit Rauch angefüllt sein, ohne daß Feuer auf dem
Kamin des Aimmers unterhaltcn wird.

Dieser Uebclstand scheint selten zu scin, ist es aber
keincswegcs. Dcr Zustand dcr Atmosphäre, der atmosphä-
rischcn Luft, kann bewirken, daß der Rauch eines Schorn-
ftcines in einen Kamin gezogen wird, auf dem man kein
Feuer unterhält, und der mit jenem Schvrnftein in Ver-
bindung steht, wenn dcr niedersteigende Luftzug durch ei-
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