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In der Gesellschaft „Werden Sie diesen Abend einige Lieder zum Besten geben, Lerr Brüller?"

„Ja; aber nur weil Sie anwesend sind, gnädiges Fräulein!"

„Was haben Sie denn gegen mich?"

Zm Zweifel

„Mein Mann will den
Bürgermeister verklagen,
der ihn einen Idioten
nannte."

„Recht hat er!"

„Mein Mann oder der
Bürgermeister?"

Vergaloppiert

Müller schildert die
Vorzüge seiner Limousine
der Frau Pastor.

„ . . And so ruhig, gnä-
dtge Frau, so ruhig läuft
die Maschine, daß Sie sich
während der Fahrt rasieren
können!"

Der Bruder

Der einigermaßen be-
rühmte Dichter war nun
schon fast seit zehn Jahren
tot. Nur eine Woche fehlte
noch daran, und deshalb
machten sich hier und dort
flinke Federn an Gedenk-
artikel heran.

Der findige Journalist,
der durch einen glücklichen
Zufall entdeckt hatte, daß
noch eine Schwester des
aus ganz kleinen Verhält-
nissen emporgestiegenen
Dichters lebte, wollte sich
die Gelegenheit zu einem
Interview nicht entgehen
lassen. Er besuchte das alte
Frauchen draußen aus dem
Lande. „Sie haben einen
großen Bruder gehabt,"
begann er.

Aber die Matrone
schüttelte den Kopf. „Nee,
das stimmt nicht! Ich Hab'
bloß einen Bruder gehabt,
aber der hat man grade
das Militärmaß gehabt."

Ein Bedarfsfall

Bobby war verloren gegangen, das echte chinesische Palast-
Hündchen, das im Lause Morgengrün eine bedeutende Rolle ge-
spielt hatte.

Sofort ließ Lerr Morgengrün eine Anzeige los: Fünfzig
Mark Belohnung! Chinesisches Palasthündchen, auf den Namen
Bobby hörend usw. usw.

Kein Mensch meldete sich; kein Mensch erschien mit Bobby und
verlangte die fünfzig Mark, die ihm mit Wonne gezahlt worden wä-
ren. Irgend ein Orkus hatte wohl das Palasthündchen verschlungen.

Nach acht Tagen aber kam ein Mann, der einen anscheinend
mit irgend einer lebendigen Masse gefüllten Sack trug. Er be-
gehrte, Lerrn Morgengrün persönlich zu sprechen. „Ich wollte
bloß mal fragen: Laben Sie Ihren Lund wieder gekriegt, wo
Sie fuffzig Mark für geben wollten?"

4

„Leider nicht. Aber ist Ihnen vielleicht bekannt, wissen
Sie — — —?"

„Nee, wissen tu ich nischt. And nu kriegen Sie ihn auch nich
mehr, nu is er futsch. Aber nu sehn Sie mal her!"

Damit holte der Mann aus dem Sack die lebendige Masse
heraus, die sich als ein junges Lündchen von jedenfalls seltsam
durcheinander gemischten Ahnen darstellte. Junge Lunde sind
eigentlich immer nett, aber dieser wirkte bereits etwas unsympa-
thisch, und es war klar, daß er in einem Jahre ein sehr unange-
nehmes Tier sein würde.

„Ja, was wollen Sie denn mit dem Köter?" entsetzte sich
Lerr Morgengrün.

Der Mann lächelte hoffnungsfroh. „Na, wo nu Ihr Lund
futsch is, können Sie doch 'nen andern brauchen. And bei dem

können Sie noch vierzig Mark sparen --ich will bloß zehne."

—on.
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Werk/Gegenstand/Objekt

Titel

Titel/Objekt
"In der Gesellschaft"
Weitere Titel/Paralleltitel
Serientitel
Fliegende Blätter
Sachbegriff/Objekttyp
Grafik

Inschrift/Wasserzeichen

Aufbewahrung/Standort

Aufbewahrungsort/Standort (GND)
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Inv. Nr./Signatur
G 5442-2 Folio RES

Objektbeschreibung

Maß-/Formatangaben

Auflage/Druckzustand

Werktitel/Werkverzeichnis

Herstellung/Entstehung

Künstler/Urheber/Hersteller (GND)
Loukota, Josef
Entstehungsdatum
um 1933
Entstehungsdatum (normiert)
1928 - 1938
Entstehungsort (GND)
München

Auftrag

Publikation

Fund/Ausgrabung

Provenienz

Restaurierung

Sammlung Eingang

Ausstellung

Bearbeitung/Umgestaltung

Thema/Bildinhalt

Thema/Bildinhalt (GND)
Karikatur
Satirische Zeitschrift

Literaturangabe

Rechte am Objekt

Aufnahmen/Reproduktionen

Künstler/Urheber (GND)
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Reproduktionstyp
Digitales Bild
Rechtsstatus
In Copyright (InC) / Urheberrechtsschutz
Creditline
Fliegende Blätter, 178.1933, Nr. 4562, S. 4

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CC0 1.0 Public Domain Dedication
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