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oö. 2 Rthlr. 5 Sgr. Einzelne Nummern 9 kr. od. S'/s Sa

Die Glocke zu Lauterst ach.

Sage aus dein Salzburgerland.

St. Leonhard ist bekanntlich der „Vieh-Patron", d. h.
Schutzheiliger der Viehzucht und steht als solcher bei dem
Landvolk in gar gewaltigem Ansehen.

Diesem Heiligen zu Ehren entstand vor etlichen hundert
wahren aus einem Vorsprunge des Schwarzberges bei Tams-

wcg im Salzburger Lande ein stattlich Kirchlein, dessen Er-
bauung auf eine gar wundersame Art verlies, indem sogar
zwei Ochsen — wohlgcmerkt schwarze Ochsen ^ sich daran
bctheiligten und das Material an Tuffstein u. dgl. kostenfrei
hcrbciführten. Deßwegen war es den» auch ganz natürlich,
daß groß Geschrei umlief über St. Leonhard und seinen neuen
Wohnsitz, und daß sich alsbald eine lebhafte Wallfahrt daraus
! entwickelte, welche noch bis auf den heutigen Tag fortdauert.

Den P. Kapuzinern in Tamsweg that „St. Leonhard am
Schwarzberg" eine Zeit lang in recht empfindlicher Weise Ein-
trag; doch, nachdem nur droben einmal der Reiz der Neuheit
, überwunden war, kam Alles wieder in's alte Geleise und
die geistlichen Herren herunten fanden wieder so fleißigen Zu-
spruch wie ehemals. Ganz besonders war unter ihnen ein
Pater Ansbert, welchem so zu sagen die Kundschaft nicht
! ausging, sintemalen dieser fromme Mann weit und breit aus-
gcrufcn war, als ein fürtrefflicher Prediger, sonderhcitlich
! auch als ein Beichtvater, dessen milde Zurede förmlich in Herz
und Nieren eindrang, und vor dessen liebevollen Rathschlägen
| keine Sünde und kein Unheil aufrecht verbleiben konnte.

Pater Ansbert galt für einen rechten Arzt der Seelen und
' es ward darum sein Beichtstuhl nicht leer von Bedrängten,
die oft weither kamen, sich ihrer Kummerbürde zu ent-
ledigen, ihr beängstigt Gemüth durch christliche Tröstung zu
; erlaben.

Einst hatte dieser würdige Gottesmann wieder eine lange
Reihe von Beichtkindern abgehört und wollte sich erschöpft in
seine Zelle zurück begeben, da hörte er »och einmal schwere,
tiefe Seufzer neben sich und gewahrte eine Weibsperson, welche
sich soeben auf den Schämel des Kniebänkleins niederließ und
l sehnsüchtig zu ihm aufzublicken schte"- 1550 ""hm denn A n s-
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Werk/Gegenstand/Objekt

Titel

Titel/Objekt
"Die Glocke zu Lauterbach"
Weitere Titel/Paralleltitel
Serientitel
Fliegende Blätter
Sachbegriff/Objekttyp
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Aufbewahrung/Standort

Aufbewahrungsort/Standort (GND)
Universitätsbibliothek Heidelberg
Inv. Nr./Signatur
G 5442-2 Folio RES

Objektbeschreibung

Maß-/Formatangaben

Auflage/Druckzustand

Werktitel/Werkverzeichnis

Herstellung/Entstehung

Entstehungsort (GND)
München

Auftrag

Publikation

Fund/Ausgrabung

Provenienz

Restaurierung

Sammlung Eingang

Ausstellung

Bearbeitung/Umgestaltung

Thema/Bildinhalt

Thema/Bildinhalt (GND)
Trauer <Motiv>
Beichtstuhl
Pfarrer <Motiv>
Witwe <Motiv>
Trost <Motiv>
Weinen <Motiv>
Karikatur
Frau <Motiv>
Beichtkind
Taschentuch <Motiv>
Satirische Zeitschrift

Literaturangabe

Rechte am Objekt

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Künstler/Urheber (GND)
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Reproduktionstyp
Digitales Bild
Rechtsstatus
In Copyright (InC) / Urheberrechtsschutz
Creditline
Fliegende Blätter, 56.1872, Nr. 1399, S. 145

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