Einleitung
Die Aufteilung der Kapitel innerhalb des Textes erfolgte nach zeitlichen, räumlichen und inhaltlichen Dimensionen. Die topographische,
d. h. die räumliche Komponente spielt beim Aufbau des Manuskriptes die primäre Rolle. Sowohl der Platz des Fundamentes als auch der
Fundort der Werkstücke werden ausführlich analysiert. Die auf der Johanneskirche in sekundärer Verwendung freigelegten Werkstücke zei-
gen ihrerseits, daß in einem Gebiet um das Artemision, das noch meterhoch verschüttet ist und wo in allen Gebäuden noch Spolien verbaut
sind, jeden Tag neue Funde gemacht werden können. So fanden sich auch Escharablöcke unter den Spolien der abgerissenen Häuser zwi-
schen Johanneskirche und Kastell.
Der inhaltlichen Komponente folgen die Kapitel mit der Beschreibung und dem Katalog der Werkstücke, welche den Hauptanteil des Manu-
skriptes ausmachen. Dazu gehören nicht nur Architektur und Skulptur, sondern auch die Inschriften.
Die zeitliche Dimension wurde bei den letzten Kapiteln wirksam. Als nämlich die frühen Rekonstruktionsversuche auftauchten, wurde be-
wußt, daß auch die eigenen neuen Entwürfe nicht mehr waren, als Glieder bzw. Episoden in der Kette eines Forschungsgeschehens.
Diese drei Dimensionen sind natürlich nicht streng trennbar, aber wir glauben, daß sie je nach Thema mit größerer oder geringerer Stärke
durchschimmem.
Der Leser wird sich die Frage stellen, warum in dieser Arbeit keine neuen Rekonstruktionsversuche vorgestellt werden. Dafür gibt es meh-
rere Gründe. Der erste Grund betrifft die Vorgangsweise selbst. Bei den bisherigen Rekonstruktionsversuchen wurden nur wenige Werkstük-
ke vorgestellt, auch der Fundamentplan war nicht detailliert genug. Für eine neue Rekonstruktion muß aber als Voraussetzung gelten, daß
vorrangig möglichst alle erreichbaren Grundlagen publiziert werden. Es bedurfte jahrelanger Nachforschungen in Ephesos sowie in London
und Wien, um dieses Ziel zu erreichen. Der zweite Grund ist die Einsicht, daß die Grundlagen nicht ausreichen, um einwandfreie Rekon-
struktionen zu erstellen. So ist z. B. nicht einmal eindeutig bestimmbar, wie die Säulenstellungen der Altarwände ausgesehen haben, ein Pro-
blem, das auch bei der Rekonstruktion des Modells in der Ephesosausstellung in Wien nicht gelöst werden konnte. Wir haben daher alle
Vorlagen auf den tatsächlichen Bestand reduziert, gewissermaßen den Altar zurückgebaut, um anderen Forschern nicht den Weg durch Vor-
wegnahmen zu verstellen. Vielleicht gelingt es durch diese Publikation, Impulse für eine neue Rekonstruktion zu bieten.
In der vorliegenden Studie wurde versucht, die Geschichte eines Kultplatzes nachzuvollziehen, sowie die Biographie eines Baues zu erstel-
len. Vergleiche werden oft nur innerhalb desselben Systems durchgeführt und chronlogische Fragen stehen nicht im Vordergrund. Angestrebt
wird eine Diskussion in Gang zu bringen, nicht aber einen starren Zustand zu konstituieren.
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Die Aufteilung der Kapitel innerhalb des Textes erfolgte nach zeitlichen, räumlichen und inhaltlichen Dimensionen. Die topographische,
d. h. die räumliche Komponente spielt beim Aufbau des Manuskriptes die primäre Rolle. Sowohl der Platz des Fundamentes als auch der
Fundort der Werkstücke werden ausführlich analysiert. Die auf der Johanneskirche in sekundärer Verwendung freigelegten Werkstücke zei-
gen ihrerseits, daß in einem Gebiet um das Artemision, das noch meterhoch verschüttet ist und wo in allen Gebäuden noch Spolien verbaut
sind, jeden Tag neue Funde gemacht werden können. So fanden sich auch Escharablöcke unter den Spolien der abgerissenen Häuser zwi-
schen Johanneskirche und Kastell.
Der inhaltlichen Komponente folgen die Kapitel mit der Beschreibung und dem Katalog der Werkstücke, welche den Hauptanteil des Manu-
skriptes ausmachen. Dazu gehören nicht nur Architektur und Skulptur, sondern auch die Inschriften.
Die zeitliche Dimension wurde bei den letzten Kapiteln wirksam. Als nämlich die frühen Rekonstruktionsversuche auftauchten, wurde be-
wußt, daß auch die eigenen neuen Entwürfe nicht mehr waren, als Glieder bzw. Episoden in der Kette eines Forschungsgeschehens.
Diese drei Dimensionen sind natürlich nicht streng trennbar, aber wir glauben, daß sie je nach Thema mit größerer oder geringerer Stärke
durchschimmem.
Der Leser wird sich die Frage stellen, warum in dieser Arbeit keine neuen Rekonstruktionsversuche vorgestellt werden. Dafür gibt es meh-
rere Gründe. Der erste Grund betrifft die Vorgangsweise selbst. Bei den bisherigen Rekonstruktionsversuchen wurden nur wenige Werkstük-
ke vorgestellt, auch der Fundamentplan war nicht detailliert genug. Für eine neue Rekonstruktion muß aber als Voraussetzung gelten, daß
vorrangig möglichst alle erreichbaren Grundlagen publiziert werden. Es bedurfte jahrelanger Nachforschungen in Ephesos sowie in London
und Wien, um dieses Ziel zu erreichen. Der zweite Grund ist die Einsicht, daß die Grundlagen nicht ausreichen, um einwandfreie Rekon-
struktionen zu erstellen. So ist z. B. nicht einmal eindeutig bestimmbar, wie die Säulenstellungen der Altarwände ausgesehen haben, ein Pro-
blem, das auch bei der Rekonstruktion des Modells in der Ephesosausstellung in Wien nicht gelöst werden konnte. Wir haben daher alle
Vorlagen auf den tatsächlichen Bestand reduziert, gewissermaßen den Altar zurückgebaut, um anderen Forschern nicht den Weg durch Vor-
wegnahmen zu verstellen. Vielleicht gelingt es durch diese Publikation, Impulse für eine neue Rekonstruktion zu bieten.
In der vorliegenden Studie wurde versucht, die Geschichte eines Kultplatzes nachzuvollziehen, sowie die Biographie eines Baues zu erstel-
len. Vergleiche werden oft nur innerhalb desselben Systems durchgeführt und chronlogische Fragen stehen nicht im Vordergrund. Angestrebt
wird eine Diskussion in Gang zu bringen, nicht aber einen starren Zustand zu konstituieren.
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