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Muss, Ulrike; Bammer, Anton
Der Altar des Artemisions von Ephesos (Textband): Der Altar des Artemisions von Ephesos — Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 2001

DOI Page / Citation link:
https://doi.org/10.11588/diglit.52040#0135
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Die Rekonstruktionen

XXIX (Tafelabb. 474)
XXX (Tafelabb. 475)
XXXI (Tafelabb. 476)
XXXII (Tafelabb. 477)

Fußprofile Lageskizze, Theuer
zwei Grundrisse, Theuer
Grundriß, Theuer
Grundriß mit Profilsteinen, Theuer

Beschreibung der Zeichnungen
I 443
Unterschrift: Gezeichnet nach Skizze Wilbergs von Dr. Georg Fürst
Beschreibung: Rekonstruktion des Amazonenbaues nach W. Wilberg, gezeichnet von Dr. Georg Fürst, M 1:20, gefunden unter den Unterla-
gen Theuers. Das Blatt zeigt die Ansicht des Aufbaues und den Schnitt. Über einer Euthyntherie liegen Fußprofile, über diesen wird ein un-
gegliederter Orthostatensockel angenommen, der mit einem Deckprofil abschließt. Das Fußprofil des Sockels gleicht im Schnitt denen der
Profilsteine, welche unter der Straße vor dem Theater gefunden worden waren und von Wilberg dem sog. Amazonenbau zugeschrieben wer-
den (brieflich, vgl. S. 148), der mit seinem „hellenistischen Bau“ auf den Zeichnungen 1396/8 und 1396/10 identisch ist. Dies ist die einzige
Zeichnung, in der eine Beziehung zwischen Altar und Profilsteinen hergestellt wird (vgl. Tabelle S. 132). Darüber liegen zwei Stufen, auf der
oberen die Plinthe mit dem Säulenaufbau (Basis im kleinasiatisch-ephesischen Schema) liegt, dahinter ist über einem Fußprofil (- Toichobat
Bl) eine Orthostanenzone rekonstruiert, für die die Lattenzaunsteine Verwendung finden. Diese schließt mit einem Deckprofil ab (D 1), über
dem die ungegliederte Wand aufsitzt. Über der Wand, die ein kleines Abschlußprofil aufweist und über dem Kapitell liegen Architrav und
Geison.
Die Säulenhöhe ist mit 3,40 m zu gering angenommen, was zu ausgesprochen gedrungenen Porportionen führt (zum Problem der Säulenhöhe
vgl. Brief Wilbergs an Schrader, S. 148).
Ob mit den Fußprofilen auf dem unteren Sockel die Profilsteine aus dem Straßenpflaster gemeint sind, kann nicht eindeutig gesagt werden,
von den Proportionen und der Form her wäre dies möglich. Wilberg hat jedenfalls bereits einen Rekonstruktionsversuch des Grundrisses mit
den Profilsteinen versucht (1396/18)
Wenn die Fußprofile laut Fürst unten angebracht sind, müssen die anderen Profile, wie B 1 , nach oben gehören; dann müssen auch die Or-
thostatenlattenzäune nach oben, weil ja auf B 1 die Abdrücke der Latten erhalten sind. Damit bleibt das in den ,Notizen zum Amazonenaltar4
von Schrader formulierte Problem der Plintenhöhe bestehen (vgl. S. 151). Die Plinthenhöhe ist in der Rekonstruktion mit der Höhe des Pro-
files B 1 gleichgesetzt und beträgt daher 19,5 cm (s. dagegen Nr. II). Diese Rekonstruktionszeichnung läßt offen, wohin das Amazonenrelief
gehört.
II 444
Schnitt durch die Säulenordnung des Altares: aus Schraders Material 1914. M: 1 : 20. Es handelt sich um eine Wilberg Zeichnung mit Kom-
mentar von Schrader, von Theuer mit einem handschriftlichen Kommentar zum Amazonenrelief hinnzugefügt, der sich auf die Zeichnung
Fürst (Tafelabb. 443) bezieht.
Umzeichnung Theuer.
Die Säulenhöhe mißt hier ebenfalls 3,40 m aber ohne Plinthe, S-basis mit kleinasiatischem Profil.
Unterschiede: Toichobat B 1 liegt hier auf der Höhe der Säulenbasis und nicht wie bei der Zeichnung Fürst auf der Höhe der Plinthe.
Zwischen Architrav und Geison ist ein Fries von 34 cm Höhe angenommen, zu dem Schrader (von Theuer hinzugefügt) den Brief von Wil-
berg vom 1. II. 1914 zitiert (s. S. 148). Wilberg erwägt hier bereits eine Anbringung des Amazonenreliefs über dem Orthostatenlattenzaun,
wie die von Theuer angeführte Bemerkung Wilbergs verrät. Der untere Sockel ist nicht gezeichnet. Der gezeichnete Fries ist durchgestrichen.

III 445
Titel: Amazonenaltar Ephesos nach Wilberg (Schraders Name ist durchgestrichen), stammt aus der Mappe Theuer.
Beschreibung: Oben Deckprofil Dl, Fußprofil B 1 sowie Gitterstein. Darunter Ansicht einer Rekonstruktion eines Altarelementes über einem
nicht gegliederten Sockel von 1,97 m Höhe, Säulenaufbau mit dahinterliegendem Lattenzaun.
iy 446
Mit Schrader-Wilberg betitelte Skizze aus Theuers Mappe.
Beschreibung: Schnitte durch den Altar. Zeichnung a (links): Korrespondenz zwischen Säulenbasis und Fußprofil; die Wand ist ohne ab-
schließendes Profil zwischen Architrav und Geison gezeichnet. Für die Säulen wird eine Höhe von 3,40 m veranschlagt; für einen Fries eine
Höhe von 0,34 m, eine Gebälkshöhe von 0,94, was einer Gesamthöhe von 4,34 m entspricht.
Zeichnung b (rechts): hier korrespondiert die Plinthe der Säule mit dem Fußprofil. Die Wand weist ein abschließendes Profil auf, zwischen
Architrav und Geison befindet sich kein Fries. Bei einer Säulenhöhe von 3,40 m beträgt die Gesamthöhe dieses Entwurfs 4,00 m.
y 447
ÖAI Inv.-Nr. 2173 - M: 1:20, Zeichnung Theuer
Beschreibung: Links Giebelskizze, rechts Ansicht und Schnitt der Altarrekonstruktion von M. Theuer. Der von Max Theuer angenommene
Aufbau mit glattem Sockel und darüber Säulenordnung, dahinter Lattenrost entspricht im wesentlichen dem von Wilberg und Fürst (Tafel-
abb. 443), variiert aber in den Maßen. So wird für die Säulenhöhe eine größere Höhe angenommen, nämlich 3,94 m. Die Säulenbasis ist als
attisch-ionisch angenommen. Für die Gliederung der Wand nimmt Theuer außerdem eine Unterteilung vor, indem er nach dem Lattenzaun,
der mit dem Profil (D 1) abschließt, eine weitere Orthostatenzone, ohne Lattengliederung, von 1,04 m Höhe annimmt, die er mit einem Bin-
der von 27,8 cm Höhe abschließt (nur aus dem Schnitt ersichtlich).
Auf der Wand mit einem der Kapitellhöhe angeglichenen Abschlußprofil liegen Architrav, Geison und Sima.

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