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Flechsig, Eduard
Albrecht Dürer: sein Leben und seine künstlerische Entwickelung (2. Band) — Berlin: G. Grote'sche Verlagsbuchhandlung, 1931

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https://doi.org/10.11588/diglit.30442#0522

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L. 901—913. Nachträge

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L. VII, 908. Zwei verschlungene Drachen, Entwurf
zu einem Schmuckstück, im Kunsthandel. Man vergleiche die Be-
merkung zu 907. Das Zeichen ist nicht von Dürer.
L. VII, 909. Hirsch in einem Rund, Entwurf zu einem
Schmuckstück, Paris, Louvre. Man vergleiche die Bemerkung zu 907.
L. VII, 910. Zwei Delphine, Entwurf zu einem Anhänger,
Dresden. Alan vergleiche die Bemerkung zu 907.
L. ATI, 911. Entwurf zu einem E c k o r n a m e n t mit
einem Pelikan, Lemberg. Stimmt im Stil mit dem Eckornament
L. II, 125 überein und ist wohl in den Jahren 1515—20 entstanden.
L. VII, 912. B a u m s c h w a m m , Erlangen, Universitätsbiblio-
thek. Wegen der nicht von Dürer herrührenden Jahreszahl 1513 schon
auf S.88 besprochen.
L. VII, 913. Baum- und F e 1 s e n s t u d i e , London. Ent-
standen aus zarten Federproben wie der Felsen auf L. VII, 779, viel-
leicht um 1511. Alan vergleiche auch das ebenso entstandene niedrige
Alauerstiick im Dresdner Skizzenbuch Bruck Taf. 116, das wohl von
1512 ist.
Dem Text von Lippmanns 7. Bande sind vier Tafeln angefügt, auf
denen nachträglich noch verschiedene Zeichnungen abgebildet sind,
die ich im folgenden bespreche.
Taf. l,a. Der Kopf eines Eng elknaben, Göttingen,
Samml. Ehlers. Ganz in der Technik und in der Art des Kinderkopfes
von 1520 in Hamburg L. VII, 832 (er ist unten ebenfalls von Wolken
abgeschlossen), jedoch, wie es scheint, nur Kopie nach einem ver-
schollenen Original von 1520.
Taf. 1, b. Brustbild einer Frau mit verhülltem
Kopf von 1522, Bremen. Besprochen mit L, VII, 862 auf S. 471.
Taf. 1, c. Kopf eines Knaben halb nach rechts, Erlangen,
Universitätsbibliothek. Die Inschrift auf der Rückseite: ,,Albert(us)
Dürer (us) fecit" ist nicht beweiskräftig. Weder in der Auffassung
noch in der Technik erinner t die Zeichnung an eine der vielen Bildnis-
Zeichnungen Dürers. Sie ist wohl nicht einmal eine Kopie nach einer
solchen.
Taf. 1, d. Kopf eines jüngeren Mannes mit gesenktem
Blick, Erlangen, Universitätsbibliothek. Wenn auf der Rückseite ein
großes Dürersches Zeichen und 1521 steht, so ist das kein Beweis für
die Echtheit, denn Dürer hat seine Zeichnungen nie auf der leeren
 
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