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Flechsig, Eduard
Albrecht Dürer: sein Leben und seine künstlerische Entwickelung (2. Band) — Berlin: G. Grote'sche Verlagsbuchhandlung, 1931

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https://doi.org/10.11588/diglit.30442#0591

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Einleitung zum Verzeichnis der Werke nach der Zeitfolge

543

Die Untersuchungen über die Entstehungszeit aller Werke, die von Dürer
nicht mit Jahreszahlen versehen worden sind, haben den Hauptinhalt der
beiden vorliegenden Bände gebildet. Ich fasse diese Einzeluntersuchungen
zum Schluß zusammen in einem nach der Zeitfolge geordneten Verzeichnis
sämtlicher Arbeiten Dürers, an dem man die Entwicklung des Künstlers leicht
ablesen kann. Die Begründung für die Einreihung eines Werkes an einer
bestimmten Stelle ßndet man am Schluß jeder Nummer in einem Hinweis auf
die Seite, auf der ich („Fl.") das Werk besprochen habe. Seitenzahlen ohne
Bandzahl sind immer die des 2. Bandes. Beim Zusammenstellen des Ver-
zeichnisses ergaben sich bisweilen von mir übersehene Beziehungen zwischen
einzelnen Werken, die mich bestimmten, da und dort meine bisherige Ansicht
über die Entstehungszeit etwas zu ändern.
Manche Zeichnungen haben seit ihrer Veröffentlichung durch Lippmann
ihre Besitzer gewechselt. Die folgende Liste nennt die gegenwärtigen Be-
sitzer. Ein Ortsname allein bedeutet immer die an dem Orte befindliche
Hauptsammlung von Zeichnungen oder Gemälden alter Meister. Es bedeutet
also z. B. Bayonne das Musee Bonnat, Florenz die Ufßzien, Frankfurt das
Städelsche Kunstinstitut, Maüand die Ambrosiana, Wien die Albertina.
Für diejenigen, die die Lippmannsche Verößentlichung der Zeichnungen
Dürers nicht oder nicht immer zur Hand haben, hätte ich gern alle guten,
hauptsächlich in Zeitschriften erschienenen Abbildungen aufgeführt. Doch
habe ich mich schließlich auf wenige, Dürer besonders gewidmete Verößent-
lichungen beschränkt, nämlich die Mappen der Londoner Dürer Society 1—12
(„DS."), ferner Ephrussi, Albert Dürer et ses dessins, Paris 1882 („Ephr."),
Wölßlin, Albr. Dürer, Handzeichnungen, 8. Aufl., München, Piper, 1921
(„Wölßl."), Waldmann, Albr. Dürer, 3. Teil, Die Handzeichnungen, Leipzig,
Inselverlag, 1918 („Waldm. III"), Tietze, Der junge Dürer, Augsb., Filser, 1928
und Koch, Zeichnungen altdeutscher Meister zur Zeit Dürers, Dresden,
Arnold, 1922.
Die wenigen in dem Verzeichnis angewandten Abkürzungen sind leicht
verständlich. Es bedeutet G. Gemälde, H. Holzschnitt, K. Kupferstich, Z. Zeich-
nung. Sternchen vor diesen Buchstaben zeigen an, daß das Entstehungsjahr
des Werkes gesichert ist.
Die Gemälde sind durch Sperrdruck hervorgehoben. Nicht weil sie das
künstlerisch Wertvollste in Dürers Schaßen wären. Es soll vielmehr nur ein
Zeichen dafür sein, daß während der oft recht lange dauernden Arbeit an
ihnen Dürer nicht auch noch andere, ebenfalls mehr Zeit erfordernde Arbei-
ten, wie größere Kupferstiche, hat vornehmen können.
 
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