Die Form: Zeitschrift für gestaltende Arbeit — 3.1928

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FOTOGRAFIE UND TYPOGRAFIE

der künstlerische wert der fotografie ist
umstritten seil sie existiert, zuerst liefen
die maier gegen sie stürm, um dann zu er-
kennen, daß sie für sie keine erhebliche
konkurrenz war. noch heute raufen sich
die kunsthistoriker um einige probleme, die
die folografie aufgeworfen hat.

die buchgewerbekünstler versagen ihr das
recht, bestanclteil eines „schönen buches" zu
sein, sie begründen das mit dem angeb-
lichen ästhetischen Zwiespalt zwischen der
rein grafischen, materiell stark körperlichen
form der type und der meist scheinbar „pla-
stischen", materiell aber mehr flächigen

netzätzung. hierbei legen sie das hauptge-
wicht auf die äußere erscheinung beider
druckformen; sie sehen den hauptfehler in
der angeblich nicht buchmäßigen „plastik"
der klischees. der andere einwand ist ohne-
hin nicht sehr stichhaltig; zerfällt doch die
autotypie schließlich in lauter kleine erha-
bene einzelpunkte, die der type durchaus
verwandt sind.

alle diese theorien haben jedoch nicht
verhindern können, daß, vornehmlich seit
nach dem kriege, die fotografie im buch-
druck einen siegeszug ohnegleichen ange-
treten hat.

paper:

INSULATED

HIGH TENSION CABLES

IGH IONISATION VOLTAGE
OW DIELECTRIC LOSS

Nif C1 piet swart,

I\ 1. wassenaar,

NEDERLANDSCHE werbXatt
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mit Fotogramm,

DELFT (HOLLAND)

Schriftgruppe
ist im Original rot

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