Die Form: Zeitschrift für gestaltende Arbeit — 8.1933

Page: 306
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Ausstellung „Deutsche Schrift und ihre Entwick-
lung" in der Neuen Sammlung in München.
2 Tafeln aus der historischen Entwickiungs-
reihe der deutschen Schrift. In den Vitrinen
geätzte Solnhofener Platten aus dem 16. u.
17. Jahrh., Blockbücher und Einblattdrucke.

auch F. H. E. Schneidlers und seiner Schule interessante Ver- Der letzte große Raum zeigt Drucke des Offenbacher Schrift-
suche von Abwandlungen gotischer Schreibformen unter- kreises, das heißt vorzugsweise solche Buchwerke und Einzel-
gebracht worden, die — weil verspätet eingetroffen — auf blätter, die auf Anregung und unter dem Einfluß von Dr. Karl
der linken Seite nicht mehr Platz fanden, ebenso Schreib- Klingspor, zumeist in der Zusammenarbeit mit Rudolf Koch ent-
leistungen der Klasse Delitsch der Leipziger Akademie. Es gibt standen sind. Einige Beispiele von Antiquaschriften, die ge-
ferner eine kleine Gruppe, die Anwendungen deutscher, vor- wissen Eigentümlichkeiten der deutschen Sprache gerecht
wiegend gotischer Schrift im Ausland aufzeigt, Zeitungsköpfe werden und eine kleine Gruppe von Fibeln und Schul-
und Schriftplakate. büchern in deutscher Schrift fügen sich hier ein.

In zwei großen Wandschränken ist eine fast lückenlose, Eine in den Originalwerken dargestellte Bibliographie über
chronologisch geordnete Uebersicht gegeben über die deut- die deutsche Schrift veranschaulicht in der Eingangshalle
sehen Schrifttypen, die seit etwa Jahrhundertanfang von die bis jetzt schon vorliegende Literatur über den Gesamt-
deutschen Schriftgießereien geschnitten und in den Handel gegenständ und rundet somit das geistige Bild der Aus-
gebracht wurden. siellung ab.

Tafel „Sprache und Schriftform", geschrieben
von Susanne Ehmcke. Schlußtafeln aus der
historischen Entwicklungsreihe der deutschen
Schrift.

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