Münsterbau-Verein <Freiburg, Breisgau> [Hrsg.]
Freiburger Münsterblätter: Halbjahrsschrift für die Geschichte und Kunst des Freiburger Münsters — 6.1910

Seite: 74
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Albert, Urkunden und Regesten zur Geschichte des Freiburger Münsters

uxor légitima, cives Friburgenses, vendiderunt dicto quon-
dam Heinrico Nusplinger pro precio sexaginta librarum
denariorum predictorum et sunt revendibiles pro eodem
precio, prout in instrumento vendicionis desuper con-
fecto et sigillo dicte civitatis Friburgensis ac duobus
aliìs sigillis sigillato continetur; item redditus duarum
marcarum argenti puri adustionis et ponderis Fribur-
gensis, quos scultetus, magister civium, consules et
burgenses ville Villingen vendiderunt dicto quondam
Heinrico Nusplinger pro precio triginta marcarum ar-
genti adustionis et ponderis predictorum et sunt revendi-
biles pro eodem precio, prout in instrumento vendicionis
desuper confecto et sigillo civium ville Villingen nec-
non quatuor aliis sigillis sigillato continetur; iterri red-
ditus unius libre denariorum predictorum, quos Con-
radus de Kippenheim et Eilsa eius uxor vendiderunt
Paulo de Riehen pro precio quindecim librarum dicto-
rum denariorum et sunt revendibiles pro eodem precio,
prout hec in instrumento vendicionis desuper confecto
et sigillo dicti Conradi venditoris sigillato continetur;
item redditus duarum librarum sepedictorum denariorum,
quos Hannemannus Kocz Alius quondam domini Johannis
Kocz militis vendidit dicto quondam Heinrico emptori
pro precio novem marcarum argenti puri adustionis et
ponderis predictorum et sunt revendibiles pro eodem
precio, prout hec in instrumento desuper confecto et
dicti venditoris ac aliorum duorum suorum condebitorum
sigillis [sigillato] continentur. Insuper nos executores
predicti volumus, statuimus et ordinamus, quod quando-
cunque et quotienscunque dicti redditus fuerint reempti,
quod extunc precium exinde receptum in alios redditus
certos convertatur apud dictam prebendam et eius preben-
darium perpetuo remansuros. De et super quibus omnibus
nos executores et dotatores diete prebende ad laudem dei
et eius gloriose genitricis Marie ac omnium sanctorum et
pro salute animarum, pro quorum memoria dieta pre-
benda fundata esse dinoscitur conscienciam prebendarii
et aliorum executorum et collatorum, qui pro tempore
fuerint, quantum in nobis est, salubriter oneramus. Acta
sunt hec in civitate Argentinensi feria tercia proxima
post dominicain jubilate sub anno domini millesimo
trecentesimo nonagesimo tercio.

Münsterarchiv. — Vgl. Freiburger Diözesan-Archiv 22, 266f.

Von dem Siegel des Pfarrektors Gottfried Meiger(nies) ist
nur noch unten ein Drittel erhalten.

312. 1393 Mai 5, Neuenburg. -- Der Generalvikar
des Administrators des Bistums Konstanz, Heinrich
Baylers, Bischofs von Alet, bestätigt die Stiftung der
Else Nusplinger-Pfründe in der St. Maria Magdalena-
Kapelle im Münster.

Münsterarchiv.

313. 1393 Juli 5, Freiburg. — Frau Eisina Nu'nderin
von Ebnet vermacht für ihr und ihrer Vorfahren
Seelenheil vor dem kaiserlichen Notar Johannes
Bergschreiber (Scriptormoncium) in Gegenwart des
Priesters Sigfrid Ryngensteyn, des Diakons Ulrich von
Rynhein und des gelehrten Laien Konrad von Ryn-
hein «in atrio prope ecclesiam parochialem . . . extra
valvam ecclesie, que respicit versus curiam plebanoram
ibidem-), den Kaplänen am Münster zu Freiburg in

die Hände ihres Schaffners, des Priesters Peter
Visibrot, eine jährliche Gült von 5 Schilling Pfen-
ning auf Martini von ihrem Haus in der Stadt «bi
der obern Linden dicta zuo der Kaltsmitten nebst Zu-
behör zur Verteilung an ihrem Jahrtage.

Münsterarchiv.

314. 1393 August 16. — Bürgermeister und Rat
der Stadt Freiburg bestätigen, dass ihnen der abzog
worden ist von hundert marken Silbers von der pfruonde,
die Caoncz von Strazburg selig von der Nusplingerin
seligen wegen wilent siner elichen wirtin in unser fronen
munster ze Friburg in sant Marien Magdalenen körlin
gestiftet und gemacht nett».

Münsierarchiv.

315. 1393 August 26. — Diethelm von Baden burger
zuo Strasburg und Hanman von Strasburg, Cuontzen
seligen von Strasburg sun, verkaufen den fromen mei-
ster Cuonrat Mumtzmeister, meister in arznie, Clewi
Schrötern und Ruodolfen von Rynach, burgern zuo Stras-
burg, pfruondlihern der pfruond, die der vorgenant Cuontz
von Strasburg . . . selig von der Nusplingerin wilent siner
elichen wirtin seligen wegen ufgeriht, gestift und ge-
machet het ze Friburg in unser frouen münster in sant
Marien Magdalenen körlin, ein pfunt pfenning guoter
und gewonlicher Friburger münz geltes rehtes jerliches
zinses ze gebende einem jeglichen priester, der denne
dieselben pfruonde het und besinget hinnanthin alle jare
ze sant Martins tag des heiligen bischofes ... < Und gat
dasselb pfunt pfenninggeltes ze rehtem vorzins ab den
zehen guldin geltes, so wir hant von den wirdigen geist-
lichen closterfrouen, der eptischin und dem convent des
closters ze Gu'nterstal nach wisung des koufbriefes . . .»
Der Verkauf geschieht umb fünfzehen pfunt pfenning
guoter und gewonlicher Friburger münz mit der üblichen
Währschaft und unter Vorhehalt des Wiederkaufs um
dieselbe Summe.

Münsterarchiv.

316. 1394 Juni 20, Freiburg. -- Clewin Pfaffenberg
der schuochmacher ein burger ze Friburg verpflichtet
sich vor dem Schultheißengericht der Stadt gegen
die fromen bescheiden her Bart von Muntzingen obere-
sten pfleger dez spitals ze Friburg, Franz Stehellin
oberesten pfleger unser frouen münster ze Friburg, Paulus
von Riehen schultheissen ze Friburg an Ludwig Bren-
ners statt von Nu'wenburg und denselben Ludwig Bren-
ner von Nuiwenburg von sin selbes wegen an frou
Thinen von Keppenbach statt, siner elichen husfrouen,
als Lehnsherrn der pfruonde zuo disen ziten in unser
frouen münster in sant Marien Magdalenen körlin, die da
stiftent und machtent die Schw'serin und die alt Tolerin
selig1, zur Entrichtung von zwei pfunt pfenniggeltz
Friburger münz an den Priester, der denne die pfruonde
innehette und si besinge, und sinen nachkomenden
hinanthin alle jare ze den heiigen wihenachten, zem
widerkoufe umb zehen marche silbers, von seinem von
Cuonrat Wibelern gekauften hus mit siner zuogehörung,
gelegen ze Friburg in der alten statt, zem Hirtz, in der
gassun zwischent der von Muntzingen hus und dem hus
zem guldin Bern, der schuochmacher tringstuben, und

1 Siehe oben Nr. 132.
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