Furtwängler, Adolf
Beschreibung der Vasensammlung im Antiquarium (Band 2) — Berlin, 1885

Page: 998
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998 Nachtrag. — Aelteste Gattungen.

Zu S, SS- Altapulische, vorwiegend vegetabilisch verzierte Ge/ässe.

3913. (TC. i3?9). H. 0,24. S. Koll.

Aehnlich No. 276. Ampnora mit Rotellen, Form No. 14.
Rötlicher Thon. Lineare Dekoration mit rotbrauner Firnis-
farbe; dieselbe ist fast ganz abgerieben. Man erkennt noch
gegitterte Rechtecke und Streifen vertikaler Striche.

3914. (TC. 482). H. 0,19. S. Koll.

Aehnlich No. 282. Korbartiges Gef'äss, Form No. 91, doch
schlanker. Nur gefirnisst (rotbraun verbrannt).

3915. (TC. 478). Dm. 0,16. S. Koll.

Henkellose flache Schale mit ausgebogenem Rande, in
dem zwei Löcher; graugelblicher Thon; braune Firnisfarbe.
Feiner Blättchenkranz um den Rand; um das Centrum Pal-
metten abwechselnd mit einem spitzen ßlättchen (oder
Knospe).

Zu S. SS- Altrhodische Vasen, 2. Gruppe.

3916. (2906). H. 0,185. Dm- 0,22. S. Castellani (also wahrscheinlich

Italien), 1884.

Kanne wie 29S (Form No. i5); doch setzt der Henkel
weiter unten am Halse an. Der Henkel ist vierteilig; auf
seiner Mitte ist in Relief aufgesetzt eine Schleife (Herakleischer
Knoten); Einzelnes am Henkel ist ergänzt, das Wesentliche
ist alt. An der dem Henkel entgegengesetzten Seite springt
Hals und Kopf eines ziemlich roh gebildeten Tieres hervor
(Panther? mit Aufsatz zwischen den Ohren), dessen weit ge-
öffneter und siebförmig durchlöcherter Rachen als Ausguss
dient. — Der Thon ist rötlich und mit hellgelblichem glattem
Ueberzug bedeckt. Die Bemalung ist mit brauner Firnisfarbe
ausgeführt.

Der Hals (mehrfach ergänzt) mit grossem Schachbrett.

Auf der Schulter grosse Strahlen nach unten, zwischen
denen je ein Rechteck mit Kreuz darin. Hinten unter dem
Henkel neun kurze Strahlen (wie auf 295). Um den Bauch
breiter Streif wie dorisches Kymation in Konturen (die Blätter
abwechselnd mit Strich oder Punkten gefüllt).

3917. (2801). Dm. 0,275. H. 0,035. Kameiros; i883. — Abg. Salz-

mann, necrop. de Camirus.

Flacher Teller mit emporgebogenem Rande, an welchem

zwei Löcher (zum Aufhängen). Das ganze Gefäss aus hell-

gelblichem Thon mit geglätteter Oberfläche. Braune, teilweis

rot verbrannte Firnisfarbe. Innen: Laufender Perseus nach
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