Die Gartenkunst — 13.1911

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DIE GARTENKUNST.

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Wettbewerb Rüdesheimer Platz: Ansicht des östlichen Platzabschlusses mit Brunnenanlage nach dem mit dem
I. Preise ausgezeichneten Entwurf von H. Berg und H. von Hoven, Frankfurt a. M.

Wettbewerb „Rüdesheimer-Platz" in Wilmersdorf bei Berlin.

Von F. Zahn, Steglitz.

Wer in der Charlottenstraße in Berlin zu den Aus- bahn mit den drei Stationen Rastatter-, Rüdesheimer-

stellungsräumen des Wettbewerbs Rüdesheimer-Platz und Heidelberger-Platz.

emporstieg, fand am Eingang eine ganze Reihe von Das Straßennetz ist ein übersichtliches und klares.
Schildern mit den Namen der bedeutendsten Boden- Den Hauptstraßen: Südwest-Korso, der Verbindung von
gesellschaften Groß-Berlins und als letztes in der Reihe: Friedenau-Wilmersdorf zum Rastatter-Platz , der von
Bodengesellschaft: Tempelhof er Feld. Das beweist uns, der Südostecke zum Rüdesheimer-Platz führenden
daß von diesen Bureauräumen aus ein gut Teil der bau- Geisenheimer-Straße, der ebenfalls dorthin von der
liehen Aufschließung und Entwickelung Groß-Berlins Nordostecke angelegten Spessart-Straße, der Landauer-
gelenkt ist und noch geleitet wird. Mehr als ein Preis- Straße und endlich der die Untergrundbahn aufnehmen-
ausschreiben hat von hier seinen Ausgang genommen; den Niederwald- und Aßmannshäuser-Straße als Haupt-
von den gartenkünstlerischen eröffnete Platz Z in ädern ordnen sich die übrigen als Wohnstraßen unter.
Schöneberg, jetzt Viktoria-Luise-Platz den Reigen Ein einheitlicher Zug soll durch den „Rheingau",
(Jahrg. I, Seite 21). Der Bayerische Platz (Jahrg. IX, das ist der Namen dieses Gebietes, hindurchgehen,
Seite 69) führt seine Anlage auf den gleichen Ursprungs- äußerlich im Plan schon gekennzeichnet durch die
ort zurück, und jetzt ist es der Rüdesheimer-Platz, der durchweg an rheinische Orte erinnernden Straßen-
in einem etwa 72 ha großen Gelände der Terrain-Ge- bezeichnungen. Einheitlich weiter dadurch, daß hier
Seilschaft Berlin-Südwesten angelegt werden soll. meines Wissens zum ersten Male zusammenhängende
Wie uns der Bebauungsplan zeigt, liegt er im Zen- Vorgartenstreifen zur Ausführung kommen. Ich be-
trum des noch nicht verkauften Geländes, das zu Wil- grüße dies mit besonderer Freude, da ich seit 1904
mersdorf gehörig im Osten an Friedenau, im Süden für dieselben eingetreten bin und Baugenossenschaften
an Steglitz angrenzt und an die Straßenzüge dieser und Terraingesellschaften in erster Linie die Durch-
Orte mit seinen Straßen sich anschließt. Den Verkehr führung empfohlen habe (vergl. Der Städtebau, Jahr-
vermitteln die Berliner Stadt-Ringbahn, welche die nörd- gang II, Heft 8).

liehe Grenze bildet, mit der Station Schmargendorf und „Gartenterrassen" sind sie hier genannt. In 13 m

Friedenau-Wilmersdorf. Dazu kommt die Untergrund- Breite, ohne Trennung durch hohe Gitter von der
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