Die Gartenkunst — 32.1919

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Kaskadenanlage auf der Ostseite.
Aus dem Körnerpark in Neukölln.

Lösung klargelegt hatten, konnte nach lang-
wierigen Beratungen 1912 mit der Ausführung
der Arbeiten an Ort und Stelle begonnen werden.
Die baulichen Arbeiten waren bis 1914 im We-
sentlichen beendet, sodaß 1915 der Verfasser
die gärtnerischen Arbeiten in Angriff nehmen
konnte.

Betrachten wir nun das Erreichte, (vergl. Lag e-
plan S. 30), so sehen wir eine in der Gliederung
gut abgewo-
gene Anlage,
die in ihren
Hauptachsen
begrenzt ist im
Westen von der
figurengekrön-
ten Orangerie
und der da-
rüberliegenden
baumbeschat-
teten Orange-
rieterrasse
(Abb.S.29,z.Zt.
der Aufnahme
waren die Bäu-
me oberhalb
der Orangerie
noch nicht ge-
pflanzt), im
Osten von ei-
ner pappelum-

säumten Kaskadenanlage, deren Wasser sich in
ein großes rundes Becken ergießen (Abb. S. 30).

Während hier der Anschluß an die angren-
zenden Straßen vollzogen ist, liegt die übrige
Parkfläche — durch eindrucksvolle Futtermauern
begrenzt — 5 bis 7 m tiefer als die umgebenden
Straßen und ist hier durch vier große Treppen-
anlagen erreichbar (Abb. S. 31,32); diese Treppen
werden im Innern als Maschinen- und Umformer-
raum, Raum für
Parkpersonal
oder zu Aborts-
räumen ausge-
nutzt.

Die Orange-
rie,die alsÜber-
winterungs-
raum für die
schöne Samm-
lung von Kübel-
pflanzen dient,
die im Sommer
die Parkterras-
sen schmücken,
liegt gegen das
übrig eParkpar-
terre 2 m erhöht
wieder auf ei-
ner Terrasevon
etwa 75 m Brei-
te u. 25 m Tiefe.

— Norden. —

— Süden. —

Der Körnerpark in Neukölln. Lageplan 1:2000.

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