Die Gartenkunst — 32.1919

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stellen. Aber ganz mit Unrecht! Mit Natur-
holz, wie ich es hier werkmäßig angewendet
habe, kann man Dinge schaffen, die vom künst-
lerischen Standpunkt nicht abgelehnt werden
können.

Wer den Garten an Ort und Stelle gesehen
hat, gab mir ohne weiteres zu, daß die Wirkung
dieser Bauten, trotz ihrer Urwüchsigkeit durch-
aus befriedigt.

Im übrigen sind im Garten die einfachsten
Mittel angewendet. Die klinkerbelegten Wege,
die Staudenrabatten, die Birkenallee und die
bescheidene Plastik von'Künstlerhand auf dem

sonst schmucklosen Rasen erzielten in ihrer Ge-
samtwirkung einen guten Eindruck.

Die durch eine niedrige Lebensbaumhecke von
diesem Teil abgetrennten Gemüsebeete in ihrer
einfachen Anordnung, bepflanzt mit Birnpyra-
miden in angemessenem Abstande, fügten sich
dem Gesamtbild zwanglos ein.

Beachten möge man auch, daß es bei solchen
kleinen Gärten, sollen sie trotz ihres beschränk-
ten Umfanges einen sich nicht schon beim ersten
Sehen erschöpfenden Eindruck machen, darauf
ankommt, das Beste etwas im Hintergrund zu
halten. Wer den Garten betrat, erblickte zunächst

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„Der Garten vor dem Tore“. Von Gartenarchitekt Franz Wirtz, Frankfurt a. M.-Rödelheim.

(Lageplan 1:250).

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