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Geisberg, Max; Meckenem, Israhel van; Meckenem, Israhel van [Ill.]; Geisberg, Max [Oth.]
Verzeichnis der Kupferstiche Israhels von Meckenem, † 1503 — Studien zur deutschen Kunstgeschichte, Band 58: Strassburg: J. H. Ed. Heitz (Heitz & Mündel), 1905

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https://doi.org/10.11588/diglit.66370#0303
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Zusätze und Berichtigungen.
Seit dem Sommer 1902, in dem der grösste Teil des Textes
zu dem ersten Teile dieser Arbeit, dem 42. Hefte der Studien zur
deutschen Kunstgeschichte, geschrieben wurde, hat sich für mich
das Material für meine Arbeit über Meckenem besonders durch
den Besuch der englischen und französischen Sammlungen be-
deutend erweitert. Indessen freut es mich sagen zu dürfen, dass
nur in zwei Fällen meine damaligen Ausführungen mir jetzt
nachträglich einer Aenderung bedürftig erscheinen.
Das eine ist etwas was die künstlerische Bedeutung Meckenems
angeht, das andere etwas Chronologisches. Ich erwähnte oben
S. 6 bereits das 1896 im British Museum aufgefundene Manus-
kript mit den 12 eingeklebten Stichen der grössten Passion.
Nachdem ich dasselbe nunmehr selbst gesehen, kann ich selbst
das Prädikat „ausgezeichnet“, das a. a. O. den Abdrücken bei-
gelegt ist, für kaum hinreichend halten, um einigermassen eine
Vorstellung von ihrem Werte zu geben. Man wird mir, glaube
ich, bei dem Durchlesen des vorliegenden Oeuvre-Kataloges kaum
Voreingenommenheit für meinen Meister vorwerfen können, ins-
besondere wird man in den folgenden Zusammenstellungen sehen,
dass ich meine damaligen Anschauungen von 300 Kopien gegen-
über 300 eigenen Arbeit ganz und gar geändert habe und nur
mehr 115 Stiche als nicht entlehnt durchgehen lasse. Indessen
hat mir die Londoner Prachthandschrift gezeigt, dass was Fein-
heit der Ausführung und Farbigkeit der Wirkung angeht, Israhel
eine Stellung einnimmt, die kein Stecher des 15- Jahrhunderts,
auch der beste nicht, mit ihm teilt. Kein I. Etat irgend einer
anderen Sammlung, vielleicht mit Ausnahme von ein oder zwei
Stichen bei E. v. Rothschild oder von der Passionsfolge der
Sammlung Arenberg, die ich nicht gesehen habe, kann von der
Weichheit und Zartheit dieser Wirkung auch nur eine entfernte
Vorstellung machen, selbst wenn er im Verzeichnisse durch 3
Sternchen ausgezeichnet ist. Leider werden ja wohl nur wenige
Ikonophilen diese herrlichen Proben seiner merkwürdigen Be-
gabung, die vielleicht schlagender als manches andere seine Ver-
wandtschaft mit dem Meister der Berliner Passion beweisen, zu
 
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