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H.-Gilhofer-und-H.-Ranschburg-Aktiengesellschaft <Luzern> [Editor]
Kostbare Bücher und Manuskripte aus den Bibliotheken der russischen Zaren in Zarskoje-Selo, Herzog Albrecht v. Sachsen-Teschen, Dr. Albert Figdor, Wien: dazu ausgewählte Inkunabeln einer Stifts-Bibliothek und wertvolle frühe Urkunden und Autographen ... ; Versteigerung in Luzern: Dienstag, den 14., und Mittwoch, den 15. Juni 1932 (Katalog Nr. 8) — Luzern, 1932

DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.7090#0134
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Xli. KALENDER

derdeckeln, von denen einer zur Hälfte defekt ist. (In mod. mit Samt
ausgelegter Kassette).

Siehe Tafel 45.

599 KALENDERANHÄNGER des 15. Jahrhdts. — 10 Pergamentbl. (6X
4.7 cm) mit roter und schwarzer Beschriftung sind selbständig zusam-
mengefaltet u. in eine verzierte Zwinge aus Silber gefaßt, die sich ver-
mittels einer Kehle zu e. viereckigen Griffplatte mit 4-blättriger Ko-
ralle in Vierpassrahmen fortsetzt; ein Ring verbindet diese mit einer
Korallenkette, von welcher 7 längliche Glieder erhalten sind. (In
Lwd .-Kassette).

Kleine Kalenderkuriosität des 15. Jahrhunderts, fran z ö s i-
s ch er Provenienz. Die Blätter für die Monate Januar und Februar fehlen.
Die Länge des Griffes mit d. Kalender beträgt 8 cm, die Breite 2 cm.

600 KALENDER AUF PERGAMENT. 1531. — 15 Blatt. 16. Mit schwarzer,
roter, blauer u. Goldtinte geschrieben. Das I. Blatt, das auf den Um-
schlag aufgeklebt ist, enthält auf s. Rückseite eine Tafel zur Berech-
nung der Güldenzahlen. Auf Bl. 2 die Inschrift: „Der kollcnnder,
Ist Alwegenn gutt vnnd Gerecht. Unnd dy Taffell Hindenn 20 Jar
lang. 1531; auf d. Rückseite eine Tafel der S o n n t a g s b u c h s t a-
b e n, in blau und gold. Es folgen die 12 M o n a f s t a f e 1 n u. eine grö-
ßere gef. Tfl. (12.2 : 10.5 cm) mit der Abfolge der T ierkreiszei-
chen u. e. Ost er ta fei f. d. Jahre 1531 —1550 auf Vorder- und
Rückseite. Einband aus Bronzepapier. Papierlutterai.

Sehr hübsch ausgeführter und bestens erhaltener Kalender auf Pergament,
fränkischer Provenienz.

601 HOLZKALENDER, süddeutsch, 1526. — Kaieuder bestehend aus 4
Holztafeln, 14.7 cm breit, 12.3 cm hoch, 0.5 cm dick, die durch einen
breiten Lederrücken verbunden sind, sedaß sich das Ganze in Buch-
form präsentiert. Auf den ersten 4 Seiten der Kalender. Jede Seite
enthält 3 Monatstafeln, die aus der betr. Monatsfigur. Heiligen-Attri-
buten u. aus konventionellen Zahlzeichen zusammengesetzt sind. Aul
den letzten beiden Seiten eine B i b 1 i a pauperu m mit 24 Darstel-
lungen aus dem alten und neuen Testament. Die Zeichnung ist in das
Holz geschnitten und mit rotem, grünem oder schwarzem. Wachs aus-
gefüllt. Auf dem Vorderdeckel eine dreimal wiederholte, eingebrannte
Hausmarke und die Jahreszahlen 1526—1552.

Dieser in Süddeutschland oder Oesterreich entstandene Kalender ist ausführ-
lich besprochen von AI. Riegl in Mitteilungen des Institutes f. Österreich. Ge-
schichtsforschg. Bd. IX. 1888. S. 82—89. S. a. vom selben Autor, Die Holzkalender des
MA.'s u. d. Renaissance. 1897.

Siehe Tafel 46.
 
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