Gesellschaft für Vervielfältigende Kunst [Hrsg.]
Die Graphischen Künste — 31.1908

Seite: 73
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Karl Moll, Hohe Warte in Wien. Nach dem Originalholzschnitt.

gesellten sich zum erstenmal den Bildhauern, Adolf Böhm und Alfred Roller brachten Mörtelflächen
durch Stuck und schablonierte Färbung zu Tapetenwirkung, andre Maler füllten dieihnenzugewiesenen
Felder durch Treibarbeit in Metall oder Mosaiken. Der Katalog aber war mit derben Holzschnitten
durchsetzt, die von den folgenden Künstlern herrührten: Ferdinand Andri, Rudolf Jettmar, Friedrich
König, Max Kurzweil, Maximilian Lenz, Wilhelm List, Elena Luksch-Makovsky, Karl Moll, Koloman
Moser, Felizian Freiherr von Myrbach, Emil Orlik, Ernst Stöhr. Wenige von ihnen hatten sich
vorher mit Graphik beschäftigt; als in ihrem Fach erfahrene und bis zu einem gewissen Grade
schon fertige Maler dilettierten sie eben im Holzschneiden. Es war zur Abwechslung ganz unter-
haltend, einmal aus dem Vollen heraus, durch das Material gerechtfertigt, seine Einfälle in kräftig
dekorativen Flecken und Linien, wie sie das mit dem Messer passioniert bearbeitete Langholz

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