Glasschröder, Franz Xaver
Urkunden zur Pfälzischen Kirchengeschichte im Mittelalter — München, 1903

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II.
Diözese Worms.

451. 1147 o. T.

Buggo oder Burchard, Bischof zu Worms, Legat des Königs
Konrad am päpstlichen Hofe in Frankreich1) übergiebt dem Kloster
Höningen die Pfarrkirche zu Dackenheim. Zeugen: Papst
Eugen III., der griechische Kardinal Gregor, Anselm, Bischof von
Havelberg, Hubald, Abt von Stablo, Oddo, Abt zu Frankenthal,
Godefrid, Kanonich daselbst, Eudolf, Kanonich zu Höningen, und
Sifrid, Propst zu Wimpfen.

Auszug bei Würdtwein, Monasticon Wormatieuse
auf der Heidelberger Bibliothek Bd. I fol. 184.

452. 1196 o. T.

Alberadis, die kinderlose Gräfin-Witwe zu Cleberch, schenkt
mit Eat ihres Bruders, des Grafen Friderich v. Liningen und auf
Bitten ihrer Schwester Lucardis, Gräfin zu Sarbrucchen, der Kirche
Unserer Lieben Frau zu Wadegocingen (Wadgassen) unter Ver-
mittlung des Grafen Simon v. Sarbrucchen ihr ererbtes Patronats-
recht an der St. Martinskirche zu Buccheneim (Kleinbockenheim)
und an der Kapelle zu Kindeneim (Kindenheim), an welch letzt-
genanntem Orte Tauf- und Begräbnisrecht, sowie zwei Drittel des
Zehents dem genannten Gotteshause St. Martin als der Mutterkirche
zustehen. Für diese Zuwendung sollen in der Liebfrauenkirche zu
Wadegocingen die Jahrtage der Schenkerin und ihrer Eltern feier-
lich begangen werden. Siegler: Graf Friderich v. Liningen, der
Ausstellerin Bruder und derzeitiger Vormund, und Simon, Graf zu
Sarbrucchen. Zeugen: Henrich, Graf zu Zweibrücken, Gertrud,
Gräfin v. Liningen, Amilius, gräflicher Kaplan, Hellenger v. Frank-
kenstein, Helferich, Godebert von Liningen und Ulrich v. Cnor-
ringen, Freie, Hugo v. Mertinesheim, Ministeriale, Giselbert,

') Der Ausstellungsort dieser Urkunde war vermutlich Dijon, wo Buggo
mit Papst Eugen III. am 30. März 1147 zusammentraf. Cf. Bernhardi, Jahr-
bücher Konrads III. S. 559 !
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