Glasschröder, Franz Xaver
Urkunden zur Pfälzischen Kirchengeschichte im Mittelalter — München, 1903

Page: 285
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genannten Kloster zustehe, bei der nächsten Vakatur mit allen Eechten
und Einkünften dem Klostertafelgute einzuverleiben und genannte
Kirchen fortab durch ständige Pfarrvikare, welche das Kloster dem
Archidiakon behufs kanonischer Einsetzung durch den Diözesan-
bischof präsentieren wird, versehen zu lassen. — Datum: Metis,
feria IV. p. octavas S. Trinitatis.

Original (Perg.) im Staatsarchiv zu Koblenz.

704. 1295 August.

Kitter Walter genannt Gado (?), Burgmann zu Costel, seine

Frau Kunigund und beider Söhne: Walter, Godefrid, Arnold, Wilhelm

und Hermann beurkunden, dass sie zu ihrem Seelenheil dem Dechant

und Kapitel der Kirche zu Homburcch in der Metzer Diözese all

ihr Anrecht auf das Kollaturrecht an der Kirche zu Withersheym

oder in Baiesblesheyrn {Bebeisheim), welches sie vom Metzer Bischof

Burchhard zu Lehen getragen hatten, erblich überlassen haben und

erteilen ihre ausdrückliche Zustimmung zu dem Akt, wodurch der

genannte Bischof die Kirche zu Withersheym dem erwähnten Dechant

und Kapitel zu Homburcch überwies. Siegelzeugen: Stifts-

dechant Ludwig, Stiftskustos Villermus und Stiftskantor Ferricus

zu Sanct Arnual.

Kopie im Metzer Bezirksarehiv.

705. 1295 August.

Arnuldus genannt Gado, Edelknecht, erteilt seinen Konsens
zu der vom Metzer Bischof Bouchard und seinem Bruder, Ritter
Walter, genannt Gado, und dessen Familie betätigte Überweisung
der Kirche zu Vithersheym (Wittersheim) oder Blaisblesheym
(Bebeisheim) an Dechant und Kapitel der Kirche zu Homburcch
und entsagt allen etwaigen Anrechten. . Siegler: Stiftsdechant
Ludwig und Stiftskantor Ferricus zu St. Arnual.
Kopie im Metzer Bezirksarehiv.

706. 1296 April 2.

Vor dem Offizial des (bischöflichen) Hofes zu Metz gibt Thiele-
mann, Sohn des Edelknechts Hugo r. Bredenbach sei., seinen aus-
drücklichen Konsens zu dem zwischen ihni, seiner Mutter Beatrix und
Frau Elizabet, der Witwe des verstorbenen Edelknechts Theodorich
genannt Buepe einerseits und Frau Liza v. Castel (de Castris),
der Witwe des Johann genannt Galliens, und ihren Söhnen Lambert
und Johann anderseits bezüglich des Patronatsrechtes an der Kirche
zu Habkierke geschlossenen und vom Archidiakon Johann zu Sar-
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