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— XII —

Gegenstand der Urkunden und Akten dieses bis jetzt ver-
schollen gewesenen Archivs.

Ein weiteres, den pfälzischen Geschichtsfreunden bis-
her unbekanntes, Archiv befindet sich zu Steingaden in
Oberbayern, es ist das Familienarchiv der Grafen
Eckbrecht v. Dürkheim-Montmartin. Dasselbe ent-
hält neben den Familiendokumenten auch zahlreiche Ur-
kunden und Akten über den einstigen Eigen- und Lehen-
besitz des Geschlechtes in der heutigen bayer. Rheinpfalz
(Burg und Herrschaft Drachenfels, Zehent und Patronats-
recht zu Impflingen u. A.) und im Elsaß. Der derzeitige Archiv-
besitzer hat die Bestände nach einem alten Repertorium
betitelt: „Hochadelig Dürkheim'sche Registratur v. J. 1738"
in fachmännischer Weise neu ordnen lassen.

In das Archiv der Freiherrn Gayling v. Altheim auf
Schloß Ebnet bei Freiburg i. B. ist im Erbwege das Archiv
der 1720 ausgestorbenen Freiherrn v. Fleckenstein ge-
langt, in dem sich zahlreiche Urkunden und Akten über die
Eigen- und Lehengüter der Fleckensteiner in der heutigen
bayerischen Pfalz (Madenburg, Zehent zu Bellheim und Ober-
otterbach, Pfarre Arzheim usw.) und im Elsaß vorfinden.7)

Auf Schloß Niedernfels bei Marquartstein in Oberbayern
verwahren die Freiherrn Vogt y. Hunoltstein neben ihrem
eigenen wertvollen Familienarchiv auch jenes der 1778 im
Mannsstamm erloschenen und von ihnen beerbten Familie
v. Steinkallenfels, welche ehedem von den Wild- und
Rheingrafen Dorf und Gericht, Zehent und Patronatsrecht
zu St. Julian zu Lehen trug.

Im Besitze des Freiherrn v. Bethmann zu Fechenbach
a. Main befinden sich die größern Überreste der Archive der
pfälzischen Adeligen v. Randeck und v. Lewen-
stein, über welche im Jahre 1767 der katholische Pfarrer
von Oberndorf, Johann Theodor Brunnstein ein Repertorium
anlegte und die von den Freiherrn v. Reigersberg vor den
französischen Revolutionshorden nach Fechenbach in Sicher-

T) Vgl. die Regesten der Fleckensteiner Urkunden von Dr. F. Hefele,
nunmehr Stadtarchivdirektor in Freiburg i. B., in der Zeitschrift für Ge-
schichte des Oberrheins K. F. Bd. 31 S. m 75—120 und Bd. 32 S. m 11—112.

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