II.
Die St. Nikolauskapelle und ihre Wand-
malereien
(vgl. den Grundriß Taf. I).
Durch eine schmale, spitzbogige Tür in der westlichen deriSium'ä?
Schmalwand der sogenannten oberen Sakristei gelangt man in
die heutige Schatz- oder Silberkammer, deren ursprüngliche
Bestimmung als St. Nikolauskapelle in der Einleitung an-
gedeutet wurde. Der Raum nimmt den westliehen Teil des
obern Kreuzganggeschosses und zwar in der Länge des nörd-
lichen Querschiffs ein, an das der südliche Kreuzgangflügel an-
gebaut ist. Die Schatzkammer zeigt im Grundriß die Gestalt
eines langgestreckten Rechtecks von 12,47 m Länge und etwas
ungleichmäßiger Breite. Diese beträgt nämlich im östlichen
Teil 4.35 m, im westlichen dagegen nur 4,12 m. Die Eih-
deckung erfolgte durch drei Kreuzrippengewölbe. Die primitiven,
schwerfälligen Rippen von trapezförmigem Querschnitt laufen
kapitellos in der Wand aus; die Schlußsteine sind zu großen
ungefügen Scheiben gestaltet und entbehren jeder künstlerischen
Verzierung. Die Höhe des Raumes bis zum Scheitel der Ge-
wölbe beträgt 4,62 m. Als südliche Längswand diente die alte
romanische Außenmauer des nördlichen Querschiffarmes, des
Thomaschors. Die übrigen Wände gehören bereits der gotischen
Periode, vermutlich dem XIV. Jahrhundert an. Die nördliche
Außenmauer wird von sehr schmalen, hohen, rechteckigen
Fenstern durchbrochen. Das Westjocb enthält solcher drei und
Die St. Nikolauskapelle und ihre Wand-
malereien
(vgl. den Grundriß Taf. I).
Durch eine schmale, spitzbogige Tür in der westlichen deriSium'ä?
Schmalwand der sogenannten oberen Sakristei gelangt man in
die heutige Schatz- oder Silberkammer, deren ursprüngliche
Bestimmung als St. Nikolauskapelle in der Einleitung an-
gedeutet wurde. Der Raum nimmt den westliehen Teil des
obern Kreuzganggeschosses und zwar in der Länge des nörd-
lichen Querschiffs ein, an das der südliche Kreuzgangflügel an-
gebaut ist. Die Schatzkammer zeigt im Grundriß die Gestalt
eines langgestreckten Rechtecks von 12,47 m Länge und etwas
ungleichmäßiger Breite. Diese beträgt nämlich im östlichen
Teil 4.35 m, im westlichen dagegen nur 4,12 m. Die Eih-
deckung erfolgte durch drei Kreuzrippengewölbe. Die primitiven,
schwerfälligen Rippen von trapezförmigem Querschnitt laufen
kapitellos in der Wand aus; die Schlußsteine sind zu großen
ungefügen Scheiben gestaltet und entbehren jeder künstlerischen
Verzierung. Die Höhe des Raumes bis zum Scheitel der Ge-
wölbe beträgt 4,62 m. Als südliche Längswand diente die alte
romanische Außenmauer des nördlichen Querschiffarmes, des
Thomaschors. Die übrigen Wände gehören bereits der gotischen
Periode, vermutlich dem XIV. Jahrhundert an. Die nördliche
Außenmauer wird von sehr schmalen, hohen, rechteckigen
Fenstern durchbrochen. Das Westjocb enthält solcher drei und



