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Paul Graupe [Editor]; Paul Graupe (Firma) [Editor]; Kunsthandlung Doktor Otto Burchard (Berlin) [Contr.]
Auktion / Paul Graupe, Antiquariat (Nr. 15): Ölgemälde von ersten Meistern des 19. Jahrhunderts: Busch, Cottet, Crane, Meunier, Spitzweg, Stuck, Schwind, Zügel u.a. ; [Versteigerung am 24. Mai 1918] — Berlin, 1918

DOI Page / Citation link:
https://doi.org/10.11588/diglit.16922#0005
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VORWORT

as Interesse an lebensfrischer Charakteristik und

freiem malerischen Vortrag hat diese Sammlung
ihre Bestände ausschließlich aus süddeutschen Kunst-
zentren wählen lassen. Selbst die lokale Ausnahme
des nördlichen Nazareners Overbeck fügt sich in dem
Bild einer „Sibylle", dessen Formensprache glücklich
von der erkältenden und puristischen Strenge späterer
Zeit fern bleibt, dem allgemeinen Zug willig ein. Auch
der gesunde frische Sinn Friedrich v. Oliviers, der mit
zwei interessanten Werken vertreten ist, meidet die
Linienstrenge. Das Erzählertalent und die Stimmungs-
kunst M. v. Schwind's haben nur selten dem Porträt sich
zugewandt; um so interessanter ist das Porträt des „Frhr.
v. Blittersdorff", das in seiner malerischen Haltung eine
einfache Geschlossenheit erreicht, der er bei seinen
anderen Themen nur selten nahe kommt. Von dem
zweiten großen Wiener Meister, von Waldmüller, zeigt
das Porträt einer „Dame auf einem Sopha" die ganze köst-
liche Frische und natürliche Anmut dieses berühmten
Schilderers von Alt-Wien. Am reichsten ist die Münchener
Schule vertreten. Von denen, die die lebensfreudige
Kraft dieser Stadt in den unerschöpflichen Quellen
deutschen Humors sprudeln ließen, von Busch und Spitz-
 
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