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Paul Graupe [Editor]; Paul Graupe (Firma) [Editor]; Kunsthandlung Doktor Otto Burchard (Berlin) [Contr.]
Auktion / Paul Graupe, Antiquariat (Nr. 46): Moderne Bücher, Luxus- und Pressendrucke: dabei alle wichtigen deutschen Pressen, Doves Press, Kelmscott und Riccardi Press, moderne illustr. Bücher, Drucke auf Pergament und eine kleine Sammlung Drucke von Giambattista Bodoni ; Auktion ... am 25. und 26. Mai 1925 — Berlin, 1925

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https://doi.org/10.11588/diglit.23245#0005
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Die in den nachfolgendenßogenbeschriebeneBibliothek bedarf keiner
empfehlenden Superlative. Der Katalog enthält wie alle meine Kata-
loge die für den geübten Katalogleser und Sammler notwendigen Angaben
in knappster Form und enthält sich aller überflüssigen Anpreisungen.
Ich weise hier nur darauf hin, daß er schöne große Serien der bedeutend-
sten deutschen Pressen' enthält, z. B. Bremer, Ernst Ludwig-, Janus-,
Insel- und Kleukens-Presse, Officina Serpentis, Pan- und Rupprecht-
Presse, Avalun-, Dreiangel-, Plündert-, Flundertfünfzig-, Phantasus-,
Prospero- und Rudolfmische Drucke. Ebenso die Publikationen der
Marees- und der Maximiliangesellschaft. Da der Besitzer der Bibliothek
nidrt nur deutsche Literatur gesammelt hat, sind auch Proben der großen
europäischen Pressen darin, ich verweise besonders auf die Doves Press,
von der unter anderem zwei Goethedrucke auf Pergament dabei sind,
daneben die Ashendene, Ballantyne, Essex House, Keimscott und
Riccardi Press. Unter den Drucken der Keimscott Press ist der Chaucer
hervorzuheben, das Hauptwerk von William Morris, nach dem diese
Type Chaucer Type genannt wurde. Drucke der „Cent Bibliophiles
und der holländischen „Zilverdistel” ergänzen das Bild, das abgerundet
wird durch eine Reihe der Drucke des Vaters der modernen kiinst-
1 erischen Typographie, Giambattista Bodoni in Parma, worunter der
Quart-Dante und das Manuale tipografico.

Außer den schon erwähnten Goethe-Drucken der Doves Press sind
noch eine kleine Zahl Drucke aul Pergament in der Sammlung. Unter
den illustrierten Büchern sind z. B. bei Slevogt einige Seltenheiten.
Wohl der größere Teil der Bücher ist in Handeinbänden der Firmen
Fikentscher, Enders, Hübel <d Denck und der Meister Sonntag, Kersten,
Demeter, Ebert, Dorfner u. a. Für den größten Teil dieser empfind-
lichen Einbände hat der Sammler sorgfältig gearbeitete stoff-
gefütterte Schutzkartons anfertigen lassen, so daß die Erhaltung
ganz tadelfrei ist. Viele Werke tragen innen die eingedruckte winzige
Sammlermarke. Auf den Tafeln des Kataloges sind einige Einbände
abgebildet, um eine Probe der reichen Ausstattung zu geben, die
Hunderte von Bänden erhalten haben. P. G.
 
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