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V. Die ursprüngliche Gestalt des Tempietto
Im Zusammenhang mit der Rekonstruktion des Klosters
vor Bramantes Eingriff versuchen wir zu zeigen, daß die
Krypta bereits lange vor dem Tempietto bestand, und daß de'
Durchmesser des kleinen zylindrischen Raumes auch wäh-
rend des Neubaus nicht verändert wurde. Bis zur Restau-
rierung von 1628/29 hatte die Krypta etwas vom Charak-
ter einer Höhle, wie Fra Mariano schreibt. Sie war
schmucklos, feucht und dunkel, fensterlos.
Eine Öffnung in der Mitte des Bodens gab vielleicht
wie heute den Sandboden des Gianicolo frei, in dem das
Kreuz Petri aufgerichtet war. Ein runder Durchbruch im
Gewölbescheitel darüber erlaubte, von der Cella aus
den heiligen Ort zu betrachten. Schon vor dem Bau des
Tempietto scheinen sich in der Krypta die zwei Säulen
befunden zu haben, zwischen denen Petrus das Martyrium
erlitten haben soll. Der mit kostbaren Reliquien aus-
gestattete Altar des S. Amadeo im Osten des kleinen
Raumes ist ebenfalls erhalten geblieben. Ihn schmückte
ursprünglich vielleicht die um 15oo zu datierende
Petrusstatuette, die heute in seinem Tabernakel steht.
Zwei Engel, die zu ihren Seiten in die Wand eingelassen
sind, mögen aus ihrem ehemaligen Rahmen stammen.
Die beiden Seitentüren und der Eingang zur Cella,
zu dem allein Stüfchen im Stylobat führten, haben die
alte Form bewahrt. Aber der Eingang zur Krypta im
Westen wurde 1628/29 vergittert. Von hier aus konnte
man ursprünglich über eine sehr steile und unbequeme
Treppe die unterirdische Rotunde erreichen. Der hohle
Altar der Cella ist mit der weit vorspringenden Mensa
und dem Kastenretabel stufenförmig angelegt, um die
Treppe zur Krypta unter ihm zu verdecken. Die Altar-
plastik wurde Anfang des 19. Jahrhunderts überarbeitet.
V. Die ursprüngliche Gestalt des Tempietto
Im Zusammenhang mit der Rekonstruktion des Klosters
vor Bramantes Eingriff versuchen wir zu zeigen, daß die
Krypta bereits lange vor dem Tempietto bestand, und daß de'
Durchmesser des kleinen zylindrischen Raumes auch wäh-
rend des Neubaus nicht verändert wurde. Bis zur Restau-
rierung von 1628/29 hatte die Krypta etwas vom Charak-
ter einer Höhle, wie Fra Mariano schreibt. Sie war
schmucklos, feucht und dunkel, fensterlos.
Eine Öffnung in der Mitte des Bodens gab vielleicht
wie heute den Sandboden des Gianicolo frei, in dem das
Kreuz Petri aufgerichtet war. Ein runder Durchbruch im
Gewölbescheitel darüber erlaubte, von der Cella aus
den heiligen Ort zu betrachten. Schon vor dem Bau des
Tempietto scheinen sich in der Krypta die zwei Säulen
befunden zu haben, zwischen denen Petrus das Martyrium
erlitten haben soll. Der mit kostbaren Reliquien aus-
gestattete Altar des S. Amadeo im Osten des kleinen
Raumes ist ebenfalls erhalten geblieben. Ihn schmückte
ursprünglich vielleicht die um 15oo zu datierende
Petrusstatuette, die heute in seinem Tabernakel steht.
Zwei Engel, die zu ihren Seiten in die Wand eingelassen
sind, mögen aus ihrem ehemaligen Rahmen stammen.
Die beiden Seitentüren und der Eingang zur Cella,
zu dem allein Stüfchen im Stylobat führten, haben die
alte Form bewahrt. Aber der Eingang zur Krypta im
Westen wurde 1628/29 vergittert. Von hier aus konnte
man ursprünglich über eine sehr steile und unbequeme
Treppe die unterirdische Rotunde erreichen. Der hohle
Altar der Cella ist mit der weit vorspringenden Mensa
und dem Kastenretabel stufenförmig angelegt, um die
Treppe zur Krypta unter ihm zu verdecken. Die Altar-
plastik wurde Anfang des 19. Jahrhunderts überarbeitet.



