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Akademische Mitteilungen für die Studierenden der Ruprecht-Karls-Universität zu Heidelberg: Winter-Halbjahr 1897/98 — Heidelberg, 1897-1898

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1897/98

Heidelberger Akademische Mitteilungen

Nr. 3

wohl von besonderem Einfluss auf diesen
Entschluss gewesen seien. Die Eeform-
schulen legen hekanntlich ihrem Lehr-
plan nicht die lateinische, sondern die
französische Sprache zu Grunde und sind
überhaupt bestrebt, sich mehr den An-
forderungen des modernen Lebens anzu-
passen. Eine Schwierigkeit der Sache
liege in der Erwägung, ob in anderen
Städten, in denen die Verhältnisse nicht
so günstig wie in Frankfurt sind, gleich
gute Erfolge erzielt werden würden. Eine
Entscheidung dariiber, welche und wie
viele Anstalten für diese Versuche in
Aussicht genommen werden sollen, hänge
noch von eingehenden Beratungen ab.

Ueber ein in der Himmelskunde
noch nicht dagewesenes Ereignis
berichtet der bekannte Astronom der
Lick-Sternwarte in Kalifornien, Professor
Barnard, in der neuesten Nummer der
„Astronomischen Nachrichten.“ Er fand
nämlich bei dem Vergleich von früheren
Kometen-Beobachtungen, dass im Jahre
1886 ein Komet und im Jahre 1887 ein
anderer Komet beinahe genau an der-
selben Stelle des Himmels gestanden
hatten, so dass Barnard, um ihre Hellig-
keit zu bestimmen, sie mit ein und dem-
selben Sterne in ihrer unmittelbaren Nähe
verglich. Erst jetzt hat Barnard diese
Thatsache zufällig entdeckt und weist
darauf hin, dass sie in der Geschichte
der Astronomie ein Neues sei. Dem
Laien wird zunächst ein solches Zu-
sammentreffen ziemlich geringfiigig er-
scheinen; in der That muss es aber als
ein höchst seltener Fall bezeichnet wer-
den, dass bei der geringen Zalil bekannter
Kometen im Verhältnis zu dem grossen
Baume des Himmelsgewölbes zwei Ko-
meten einmal genau dieselbe Stelle des
Himmels durchkreuzen. Der erste dieser
beiden Kometen war der von Winnecke
im Jahre 1886 entdeckte, der zweite war
von Barnard selbst 1887 aufgefunden
worden.

lleitere Ecke.

Witzige Theologen. Der bekannte
holsteinische Pastor Klaus Harms hatte
einen Amtsbruder in der Person des Pre-
digers Wolf erhalten, dessen „Eichtung“
ihm indess durchaus nicht gefiel, so dass
er sich veranlasst fühlte, von der Kanzel
lierab seiner Gemeinde warneud zuzu-
rufen : „Es ist ein Wolf in die Heerde
gefallen!“ — Desselbigen Nachmittags
predigte darauf Wolf und verteidigte
sich, indem er sich des Verses bediente:
„Kosen auf den Weg gestreut und des
Harms vergessen!“

.Böses Zeichen. Frau (zu ihrem
Manne): „Du, unser neuer Zimmerherr
wird gewiss Alles schuldig bleiben —
denn dem ist nichts zu thouer!“

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