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Akademische Mitteilungen für die Studierenden der Ruprecht-Karls-Universität zu Heidelberg: Winter-Halbjahr 1897/98

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Heidelbebgeii Aicademische Mitteilungen

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Theodor Monimsen. Als echter Ge-
lehrter leidet Mommsen natürlich an einer
geradezu beispiellosen Zerstreutheit. In
Charlottenburg erzählt man sich die ku-
riosesten Dinge über diese Zerstreutheit
des so beriihmten Mitbürgers. In seiner
Familie, die freilich reeht zahlreich ist,
soll er in Stunden, da all’ seine Gedanken
in der so sehr geliebten Siehenhügelstadt
weilten und noch dazu in der grauesten
Vergangenheit, vielleicht hei ßomulus
nnd Kemus, bei Hannibal oder Augustus,
zu Gaste waren, sogar die Namen der
eigenen Kinder verwechselt haben. Man-
ches mögen die guten Charlottenburger
in dem begreiflichen Bifer, sich mit ihrem
herühmten Mitbürger so viel wie möglich
zu beschäftigen, aber denn doch wohl
übertreiben. So soll er einmal einem
kleinen Mädchen, dem er auf der Strasse
begegnete, über sein nachlässiges Aeussere
harte Tadelsworte gesagt haben. Das
Kind blieb stehen und blickte ihn aus
klugem Auge mit gar merkwürdigem
Ausdrucke an. ,Wer ist denn Dein
Vater?“ fuhr der Gelehrte in vorwurfs-
vollem Tone fort, das Kind noch immer
mit einem Interesse betrachtend, über
das er sich selber nicht recht klar war.
Und da soll die Kleine — so erzählt man
sich wenigstens in Charlottenburg — die
Antwort gegeben haben: „Mein Papa
ist der Professor Mommsen in Charlotten-
burg!“ In der That, Theodor Mommsen
müsste kein deutscher Professor sein,
wenn sein Dasein nicht von solchen Anek-
doten umsponnen sein sollte. Und man
erzählt sich solche Einzelheiten nicht etwa
nur in dem kleinen Städtchen dicht an
der Weichbildgrenze Berlins. sondern
sogar an den Ufern des Tiber, in der
ewigen Koma. Wenn Mommsen dort
weilt, ist er natürlich ein eifriger Be-
sucher der vatikanischen Bibliothek, jener
kostbarsten Sammlung der seltensten
Handschriften, die sich aus dem grauen
Dunkel der Vergangenheit in die Jetzt-
zeit herübergerettet haben. Eines schönen
Tages, so berichten die „L. N. N.“, als
der Lesesaal des Vatikans vollgedrängt
war von fleissigen Lesern, trat der Papst
herein. Alles erhob sich vor dem gast-
f'reien Herrn der katholischen Christen-
heit und dieser Käume. Nur ein kleiner
Herr in einer Saalecke, dem silbergraues,
langsträhniges Gelock über die verwitter-
ten Züge fiel, kümmerte sich um nichts,
was um ihn herum vorging. Versunken
in seine Folianten blieb er sitzen und
fühlte nicht, wie einige hundert schreckens-
starre Augen auf ihn sich richteten. Leo
XIII. sieht ihn an, hört seinen Namen
und winkt dann, ihn nicht zu stören.
Es war einer der berühmtesten Namen
ßoms — il Professore Teodoro Mommsen.

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