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Akademische Mitteilungen für die Studierenden der Ruprecht-Karls-Universität zu Heidelberg: Winter-Halbjahr 1897/98

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Heidelberger Akademische Mitteilungen

Nr. 9

1897/98

kennt, übersetzt wieich „nutritores“ mit „männliche Ammen“*)
und bringt ihnen ein kräftiges Pereat! Sollen unsere schönsten
Burschenlieder durch derlei Eingriffe ammenhafter Seelen zu
Ammenliedern herahgewürdigt werden?! —

14. Dezember 1897.

Die Heidelberger Studenten geniessen seit einigen Se-
mestern sowohl im Theater als auch in den Bachvereins-
konzerten in dankenswerter Weise besondere Yergünstigungen.
Während aher bei Abgabe der „Studentenkarten“ für das
Theater — jedoch nicht immer — die Legitimationskarte
vorgezeigt werden muss, ist dies bei Abgabe der Karten für
die Bachvereinskonzerte gewöhnlich nicht der Fall. Zu dem
am letzten Montag abgehaltenen Konzerte soll, wie wir in
Erfahrung gebracht haben, eine Anzahl Nichtstudenten,
Kaufieute etc., ja Ausländer, infolge dieser Nachlässigkeit
beim Yerkaufe sich Studentenkarten verschafft haben. Wir
ersuchen daher unsern Studentenausschuss, ehe dieser Unfug
überhand nimmt, bei sämtlichenV erkäufern von Studenten-

*) „oder Ammenseelen“.

karten aufs energischste vorstellig zu werden, dieselben nur
gegen Vorzeigung der Legitimationskarten abzugeben.

Semper idem.

Theater. — Kunst. — Konzerte. — YortrSige.

Stadttheater in Heidelberg. Sonntag, 19. Dezember:
„Josef und seine Brüder“. Oper von Mehul. Montag, 20. De-
zember: „Waffenschmied“. Oper von Lortzing. Mittwoch,
22. Dezember: „Die Ahnfrau“. Trauerspiel von Grillparzer.

Ermiissigte l’reise fiir Stndierende
Parterre .... Mk. -—.70
Sperrsitz .... „ 1.20

Hof- und Naiionaltbeater Mannlieim. Sonntag, den
19. Dezember: „Margarete“. Oper von Gounod. Anfang
6 Uhr.

Karten sind gegen Vorzeigung der Immatrikulationskarten zu er-
mässigten Preisen an der Theaterkasse erhältlich. Zum Kassenpreis
sind Sperrsitze in Heidelberg bei Herrn Hochstein, Musikalienhandlung,
Hauptstrasse 122, zu haben.

V rerscliiedenes.

Auszeichnnng für die deutsche
Wissenschaft. Man schreibt aus Lon-
don, 1. Dezember: Die Copley-Medaille,
die höchste wissenschaftliche Auszeich-
nung, die die Royal Society verleiht, geht
auch dieses Jahr, also drei Jahre hinter-
einander, nach Deutschland. Sie ist gestern
dem Professor Albert v. Kölliker verliehen
ivorden in Anerkennung seiner wichtigen
Arbeiten auf dem Gebiete der Embryo-
logie, der vergleichenden Anatomie und
Physiologie und besonders seiner Bedeu-
tung als Histologe.

Anszeichnung des Prof. Itöntgen.
Wie verlautet, wird die Pariser Akademie
der Wissenschaften dem Professor ßöntgen
einen der bedeutendsten Preise, über den
sie verfügt, den Prix Lacaze, der 10000
Francs beträgt, für seine Entdeckung der
X-Stralilen verleihen.

Die erste Handelsliochschule in
Deutschland wird voraussichtlich Ostern
1898 in Leipzig eröffnet werden. Sie
soll als ein selbständiges Institut von der
Handelskammer unter Mitwirkung der
Universität und der öffentlichen Handels-
lehranstalt errichtet werden. Die von dem
deutschen Verband für das kaufmännische
Unterrichtswesen eingesetzte Kommission
hat beschlossen, „dass die Vorlesungen
selbst zwar auf einer solchen Höhe gehal-
ten werden sollten, wie sie der geistigen
Eeife des Abiturienten einer neunstufigen
höheren Lehranstalt entsprächen“, dass
als ordentliehe Studierende aber — ausser
diesen — „auch solche Kaufleute zuge-
lassen werden sollten, die, nach Erwerbung
der Berechtigung zum einjährig-freiwilli-
gen Militärdienst, entweder noch eine
höhere Handelsschule (bezw. Fachklassen
oder Handelsabteilungen) mit Erfolg be-
sucht oder die ihre Lehrzeit bereits be-
endet haben“. Nach den Mehrheitsbe-
schlüssen der Kommission ist auch das
Programm für die künftige Handelshoch-
schule in Leipzig aufgestellt. Ein Ar-

-s- jinzeigcn.

Preis der Anzeigen: 30 Pfg. (iie Sgespaltene Petitzeile oder deren Raum. Ermiissigung bei
Wiederliolung: 3mal5°/o, Gmal 10°/o, 12mal 25°/o, bei Aufnahme während des Semesters 50 °/o.
Personen- und Wolinungsanzeigen die Petitzeile 15 Pfg.

Verlag von (iustav Koester in Hcidelberg.

(jottfried Xadler —

Fröhlich Palz, Gott erhalt’s!

Gedichte in JPfälzer JVLundart.

8. Aui'lage. Mit den OriginnliJlustrationen.

Preis geb. Mk. 2.—.

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Heiilelher^ iind UuigeRmn^

von Dr. Karl Pfaff, Professor am Gymnasium zu Heidelberg.

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Inhalt: Einleitung. — Geschichte Heidelbergs und der Pfalz. — Die Stadt. — Gang
durch die Stadt. — Die Universität. — Das Schloss. — Die Umgebung. — Die
geologisclien Verhältnisse Heidelbergs und seinor Umgebung (von A. Andreae.) —
Die Flora Heidelbergs und seiner Umgebung (von J. Neuberger). — Schluss.

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