Heidelberger Jahrbücher der Literatur — 24,2.1831

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N°. 58. HEIDELB. JAHRB. D. LITERATUR, 1831

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Ref. bedauert, dafs es ihm in dem Augenblicke
noch an Zeit gebricht, die aus etwa 300 Versuchen mit
verschiedenen Körpern (namentiich mit gufseisernen Stan-
gen, die er grofsentheils durch die Güte des Herrn Ge-
heimerath Karsten erhieit) erhaltenen Resultate zu
berechnen, um hierdurch eine nicht unwichtige Lücke
in der Mechanik wo möglich ausfüllen zu helfen, indefs
wird hoffentlich diese Arbeit nicht lange mehr verzö-
gert werden. Auch rücksichtlich der vorliegenden Auf-
gabe werden sehr zweckmäfsig die im Grofsen erhalte-
nen Resultate zur Bestätigung des Gesagten vom Verf.
aus der Fülle seiner praktischen Erfahrungen beige-
bracht.
Ein in den teutschen Werken über Mechanik selten
überhaupt erörterter, noch weniger aber vollständig be-
handelter , Gegenstand macht den Inhalt des vierten
Capitels aus , nämlich die Statik der Baukunst. Der
durchaus auf theoretische Gründe gestützte, durch si-
chere Erfahrungen bestätigte reiche Inhalt dieses Ab-
schnittes ist insbesondere den blos empirisch verfahren-
den Baumeistern zum heifsigen und genauen Studium
dringend zu empfehlen. Ref. kann jedoch, um über-
mäfsige Weitläufigkeit zu vermeiden, nur den Haupt-
inhalt kurz angeben. Da bei allen Berechnungen dieser
Art die durch Mörtel oder sonstige Bindemittel gegebene
Festigkeit der ungewissen Bestimmung wegen nicht mit
berücksichtigt wird, so läfst sich der Druck der Mauern
leicht angeben. Schwieriger ist die hier gründlich durch-
geführte Berechnung des Druckes schief stehender Körper,
wovon dann sogleich eine Anwendung auf einfache Hänge-
werke bei Dachstühlen und Brücken, dann auf doppelte
XXIV. Jahrg 9 Heft. 58
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