Heidelberger Jahrbücher der Literatur — 24,2.1831

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N°. 68. HEIDELB. JAHRB. D. LITERATUR. 1831.

jE7g- U73?e?*SMcAM73g'e72.
Wenn gleich durch die beiden erwähnten Sätze die
Mittel zur Bestimmung* der Kraft, welche eine gegebene
Wassermasse zu erzeugen vermag, theoretisch festge-
steüt sind, so wissen erfahrene Praktiker doch sehr wohl,
wie weit der wirkliche Nutzcffect oft hinter dem hieraus
berechneten zurückbleibt, weil bei der Bestimmung des
ersteren noch gar viele anderweitige Bedingungen zu be-
rücksichtigen sind. Hier fehlt es aber fast ganz an Er-
fahrungen, und Hr. Egen sah sich daher genöthigt,
sich ganz auf eigene Untersuchungen zu beschränken, auf
welche man indefs bei der Prüfung eines einzeinen be-
stimmten Gewerkes jederzeit zurückkommen mufs. Mit
Recht bemerkt er, dafs es am einfachsten scheine, die
Kraft einer Maschine aus ihrer geieisteten Arbeit zu be-
rechnen , aber nur wenige der letzteren sind von der
Art, dafs sich die dazu erforderderliche Kraft mit Be-
stimmtheit angeben läfst, und es bieibt daher nichts an-
deres übrig, als die Kraft der Radwelle unmittelbar zu
messen. Für diesen Zweck hat indefs erst in den neue-
sten Zeiten die Mechanik die erforderlichen Mittei an-
gegeben, aber mau findet, soviel Ref. weifs, nirgend
weder so zweckmäfsig construirte Apparate noch die Me-
thode ihrer Anwendung so genau beschrieben, als in dem
vorliegenden Werke, und es ist daher allen Besitzern
grölserer Wasserwerke sehr zurathen, sich hiermit be-
kannt zu machen, wenn sie über die Leistungen derselben
nicht im Dunkeln bleiben wollen. Die beiden gebrauche
ten Apparate sind die Federwaage und ein vom Verf.
selbst construirtes Brems-Dynamometer. Die erstere
(das bisher sogenannte Dynamometer) ist ein in vielfacher
Beziehung so nützliches Werkzeug, dals man sich in der
XXIY. Jalwg. 11. Heft. 68
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