Heidelberger Jahrbücher der Literatur — 24,2.1831

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N°. 72. HEIDELB. JAHRB. D. LITERATUR. 1831.

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Aber es ist nicht blos das Alterthum, dem der
Verf. seinen Blick zugewendet hat, mit einem oft an
Begeisterung grenzenden Eifer betrachtet er auch die
Gegenwart, und hier werden seine Schilderungen des
Landes und seiner Bewohner in ihrem gegenwärtigen
Zustande, seine Betrachtungen über ihre Lage und über
die Mittel, das angefangene Werk der Befreiung zu vol-
lenden, und die gesunkene Cultur wieder zurückzuführen,
auch für jeden Anderen von Interesse seyn, der nicht blos
als Alterthumsforscher gern in diesen classischen Ge-
genden weilt, sondern mit Wohlgefallen das Wiederauf-
blühen eines in die Reihe der civilisirten Nationen Eu-
ropas nun wieder aufgenommenen Volkes betrachtet,
zumal da der Verf in dieser Beziehung seinen Gegen-
stand nach den verschiedensten Seiten hin aufgefafst und
behandelt hat. Besonders gelungen erscheinen die
Schilderungen einzelner Gegenden , Naturscenen und
dergl. m. Die ganze Darstellungsweise hat etwas Erhe-
bendes, das uns unwillkührlich ergreift und dahinreilst;
sie zeugt, von welch' einem tiefen Gefühl und welch'
erhabenen Gesinnungen der Verf. durchdrungen ist.
VonNavarin, wo auch unser Verf. nur das alte Ne-
storische Pylos wieder finden kann, unternahm er zuvör-
derst die Wanderung durch die von neueren Reisenden
so gut wie gar nicht besuchte Landschaft Messenien,
das, um die alte Fruchtbarkeit wieder zu gewinnen, nur
einer besseren Cultur oder nach der Bemerkung des Verfs.
nur noch der Thätigkeit der Europäer bedürfte, zumal
da die reinere und gesunde Luft in diese Gegenden
mehr als in andere einladet. Mit welchen Entbehrungen
XXIV. Jahrg. 11 Heft. 72
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