Heidelberger Jahrbücher der Literatur — 24,2.1831

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Phacdri Fabb. ed. J. C. OreHi.

nommen und unter den Händen zahlreicher Bearbeiter
und Herausgeber gar manche Veränderungen erlitten
haben, welche dem Text allen urkundlichen Charak-
ter nach und nach geraubt haben, auf welchen ihn
jetzt zurückzuführen , unseres Herausgebers Bestreben
war. Unwiilkührhch drängt sich uns daher der Wunsch
auf, es möge dem verdienten Herausgeber gefallen, als-
ba!d einen blofsen Abdruck des von ihm nun urkundlich
gelieferten Textes zunächst für Schulen, auf welchen
Phädrus, und mit Recht, gelesen wird, zu veranstalten,
um dadurch die bisher aligemein eingeführten, fehler-
haften Abdrücke zu beseitigen.
Von den Hülfsmittein, wodurch es möglich wurde,
dem Text seine ursprüngliche Gestalt wieder zu geben,
wird in der Vorrede mit der Gründlichkeit und Genauig-
keit gehandelt, die wir bei einem so wohl erfahrenen und
besonnenen Kritiker allerdings erwarten konnten. Ref.
hat im Allgemeinen darüber bereits in der oben be-
merkten Anzeige der Berger'schen Ausgabe bemerkt,
und das Wesentliche auch in seiner Röm. Lit. Gesch.
§. 156. S. 812 d. der neuen Ausg. angeführt. Er kann
daher hier sich kürzer fassen.
Die erste Stelle nimmt mit Recht der Coc?.
ein, wovon die Berger'sche Ausgabe ein getreues Fac
simile liefert; weshalb auch Hr. Orelli zur richtigen
Würdigung der Handschrift aus Bergers Vorrede das
Wesentlichste mitgetheilt hat.
Dann folgt der Code-T ebenfalls mit den
nöthigen Bemerkungen aus Berger's Ausgabe begleitet.
Wir dürfen aber in dieser Beziehung die S. 14. vom
Herausgeber gemachte Bemerkung nicht übersehen, dals
nämlich bei näherer Besichtigung der uns allein von
diesem in einem Bande der Abtei Rheims zu Grunde
gegangenen Codex erhaltenen Collation die Beschaf-
fenheit derselben Manches zu wünschen übrig lälst,
indem wir bei manchen Stellen in völliger Ungewifs-
heit sind, welche Lesart der Codex eigentlich enthalte.
(Der yotg'%.)
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