Heidelberger Jahrbücher der Literatur — 33,2.1840

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^dti Falknerklee v. H. v. Hammer-Purgstall.
lemiscliin und Oku mischin? warum nicht kilaim i sc hit-
misch im? etc. Wie ist das Wort in der ersten Zeile S. 3.
zu verstehen, welches nach Hrn. v. Haramer’s Uebersetzung' „spre-
chen“ bedeuten soll? Ref. ist weit entfernt, alle diese Fehler
dem Herausgeber auf bürden zu wollen, aber wenn er eine treue
Abschrift seines Manuscripts herauszugeben beabsichtigte, so hätte
er auf das Mangelhafte daran aufmerksam machen sollen; beson-
ders da, wo der Text nicht mit der Uebersetzung übereinstimmt.
Diess ist übrigens nur an wenigen Stellen der Fall, im Ganzen
hat H. v. H. den türkischen Text so treu als möglich wiederge-
geben, und wir glauben Niemanden zu nahe zn treten, wenn wir
behaupten, dass nur er im Stande war, einen so schwierigen Text
zu entziffern und zu interpretiren. Nur über die in der Einlei
tung und am Schlüsse citirten Verse erlauben wir uns noch einige
Bemerkungen. S. 7, übersetzt er das Wort Alam durch Fahn.
Er wohnt als Sonn' im Schloss der Sonnenbahn
Durch Wüsten leuchtet er wie Feuer von der Fahn.
Das Wort Alam hat allerdings die ihm v. Hrn. v. Hammer
gegebene Bedeutung, wir glauben aber, dass es sich hier doch
passender nach dem Kamus entweder durch „Berg“ oder „Leucht-
thurm übersetzen liesse. Auf derselben Seite scheint er statt
Juhkaruna — mit Nichtbeachtung des la —• Jafirruna ge-
lesen zu haben. Er übersetzt nehmlich:
Die Beduinen, die in Wüsten machen Feuer,
Sie flieh’n die Stadt, worin die Ehre nicht geheuer.
Statt:
Verachte nicht die Beduinen, deren Feuer in den Wüsten Nedjds flammt,
Denn in den Städten geht aller Ruhm verloren.
In den S. 99. den Frühling schildernden Versen hat Hr. v.
Hammer hint für Nabt gelesen; er übersetzt:
Al« nun der Hagel aus der Regenwolke brach
Und nahend sich, den Durst, des Mädchens stillend tränkte.
statt: „den Durst der Pflanzen.“
S.100 erklärt er bidli und süfr mit „weisse Brust und
Flöten“ statt Silber (weisses) und Gold (gelbes) (S. Kamus Con-
stantinopol. Ausgabe Bd. I. S. 936.), so heisst es in einer Tradi-
tion: „Mohammed befriedigte die Bewohner Clieibars durch Sil-
ber und Gold-1 (Safra und Beidha).
Ref. ergreift zum Schlüsse diese Gelegenheit, um ein anderes
Versehen des Hrn. v. Hammer zu rügen, das ihn seihst betrifft
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