Heidelberger Jahrbücher der Literatur — 38,2.1845

Seite: 677
DOI Heft: DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/hdjb1845_2/0201
Lizenz: Public Domain Mark Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
Nr. 43.

HEIDELBERGER

1845.

JAHRBÜCHER DER LITERATUR.

Sinteniss He hiatu in Hiutarchi vitis.
(Schluss.)
In den sechs Biographien, welche in diesem ersten Bande der gc
nannten Ausgabe enthalten sind, fand der Verf. den Hiatus an sechs
und vierzig Stellen, wo er nach seiner Ueberzeugung nicht hingehört:
und von diesen, demnach für verdorben erklärten Stellen lassen sich ein
und zwanzig durch Hülfe der Handschriften verbessern. So der Ver-
fasser S. IT. 18. Und selbst da, wo aus diesen Handschriften Nichts
zur Verbesserung entnommen werden kann, wird sich ohne sonderliche
Beschwerde, meist durch eine veränderte Stellung der Worte, das Rich-
tigere auffinden und damit der Text in seiner ursprünglichen Integrität
herstellen lassen. Wenigstens hat der Verf. im Verfolg seiner Schrift
von S. 18 an diesen Versuch gemacht, und zuvörderst die Stellen aus
dem Leben des Nurna, welche hier in Betracht kommen, besprochen und
mit ihnen natürlich auch manche andere aus andern Biographien ; daran
schliessen sich entsprechende Stellen aus der Vita des Timoleon und des
Aemilius Paulus, ebenso verbunden mit vielen andern Stellen, die wir un-
möglich hier alle anführen können; denn wir wollen ja nur hier im All-
gemeinen auf die Grundsätze aufmerksam machen, nach welchen der Verf.
die ganze, in so Vieles eingreifende Frage behandelt hat; in dieser Hin-
sicht können wir auch noch an dasjenige erinnern, was über die Hand-
schriften des Plutarchus, die bei dieser ganzen Frage so sehr in Betracht
kommen, der Verf. an mehreren Orten im Allgemeinen bemerkt hat, ob-
wohl er sich hier im Wesentlichen nicht von dem entfernt, was er dar-
über in der Vorrede seiner Ausgabe der Vitae früher bemerkt hatte. Er
hält, wie er auch dort schon bemerkt, den Codex Sangermanensis, der
leider nur zwölf Vitae enthält, für den ältesten unter allen, die wir ken-
nen, und er will ihn desshalb zur Grundlage des Textes gemacht wissen:
XXXVIII. Jahrg. 5. Doppelheft. 43
loading ...