Heidelberger Jahrbücher der Literatur — 50,1.1857

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Br. 7. HEIDELBERGER 1857.
JAHRBÜCHER DER LITERATUR.

Biedermann: Wissenschaftslehre.

(Schluss.)
Es kann also von einer weitern Fortdauer des Seelischen,
wenn auch diese Wirksamkeit aufhört, keine Rede sein. Das
dem Sinne, dem Dinge und der Bewegung beider gemeinschaftliche
Substrat kann aber nur in der Materie erkannt werden, und Raum
und Zeit sind ja „das Mittel“, in welchem „alle Dinge entstehen,
bestehen und vergehen.“
Die Form unseres Buches leidet an schwer verständlichen, in
einandergekeilten Sätzen, so, dass Perioden vorkommen, welche ganze
Seiten füllen, an grammatischen Härten, Fehlern und Unverständlich-
keiten. So wird S.65 „ausserhalb dem Thore“ construirt. S.73 lesen wir:
„Ohne aller Vermittlung“, S. 74: „Ohne aller Zuthat“, S. 77: „Ohne
aller Thätigkeit“, S. 89: „Ohne weiterer Erfahrung“, S. 97:
„Es hatte nicht minder auch schon in dieser die Verwandlung, so
wie dann die Versinnlichung der Gegenstände, begonnen gehabt“,
S. 97: „Der durch die den Sinnen verfallenen Dinge bemerkte
Eindruck“, S. 211: „Es hatte doch einer, wie der andern, ein und
dieselbe Bewegung zu Grunde gelegen gehabt“, S. 216: „Ohne
gleichzeitiger Zugrundelegung“, S. 218: „Es hatte Uebersinn-
lichkeit noch nicht diese Vermittlung durchgemacht gehabt“, S. 219:
„Innerhalb dem Gefühle“, S. 224: „Es hatte somit Uebersinnlich-
keit bei weitem nicht immer gefühllos stattgefunden gehabt“,
S. 224: „So hatte doch Erkenntniss die Stelle des Gefühls einge-
nommen und Sinnlichkeit zum Gegenstände behalten haben kön-
nen“, S. 230: „Ohne aller Sinnlichkeit und Uebersinnlichkeit“,
S. 232: „Dagegen musste das Gefühl vergehen, damit Besinnung
habe zu Stande kommen können“, S. 233: „Das Gefühl durfte
gar nicht heftig geworden sein, damit Besinnung habe entstehen
„können“, S. 233: „Ohne aller Uebersinnlichkeit“, S. 255: „Es
war dem Gemeingefühle überhaupt nur um die Gewissheit vorhan-
den zu sein zu thun“, S. 277: „Ohne vielem Bemühen, S. 75:
„Denn nicht nur hatte der Sinn alles mitgemacht und theilweise er
nur gethan, was thatsächlich geschehen war, nicht nur hatte er
die Dinge empfunden und die Gegenstände wahrgenommen, und
ebenso er es diesen angethan, dieselben zufolge der Betrach-
tung und Beobachtung in Raum und Zeit vermittelt und die
veränderlich gewordenen als Thatsachen aufgefasst zu haben, v i e 1-
L. Jahrg. 2. Heft. 7
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