Historisch-Philosophischer Verein <Heidelberg> [Editor]
Neue Heidelberger Jahrbücher — N.F..1933

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hat, „war es ihm bestimmt, noch einmal den hohen Wogengang politischer
Aufregung zu erleben; doch drängte sich diesmal in so viel Wochen, wie
früher in Jahren, der Verlauf der Ereignisse zusammen. Es hatten die-
selben auf sein äußeres Sein keinen Einfluß. Gereift an der Hand der
Geschichte, war ihm das Erscheinen und Verschwinden von, anderen Zu-
schauern auffallend erscheinenden, Ereignissen nicht unerwartet. Er
hatte nach der Katastrophe den Faden seiner wissenschaftlichen Thätig-
keit nicht wieder von vorn aufzunehmen, weil er ihn nie hatte fallen
lassen.“

Anlagen
1. QUELLEN
1) Heinrich Friedrich Wilhelmi, Blätter der Erinnerung
an Johann David Karl Wilhelmi, Ritter des Ordens vom Zähringer
Löwen, ev. prot. Dekan und Stadtpfarrer in Sinsheim, Director der
Sinsheimer Alterthumsgesellschaft und ordentliches Mitglied des Ge-
lehrtenausschusses des Germanischen Museums zu Nürnberg, so wie
erwähltes theils wirkliches, theils correspondierendes oder Ehrenmit-
glied von noch XXXVII andern Geschichts-, Älterthums- oder natur-
forschenden Vereinen und Gesellschaften in Deutschland und der
Schweiz, in Dänemark, Holland und Frankreich. — Skizze eines Cha-
racter- und Lebensbildes des Vollendeten. Als Manuscript gedruckt
für den Kreis seiner Verwandten und Freunde (1857). Druck von G.
Mohr in Heidelberg. (41 Seiten.) Titel auf der Umschlagseite: Blätter
der Erinnerung an den am 8. April 1857 in Sinsheim vollendeten ev.
prot. Dekan und Älterthumsforscher Johann David Karl Wilhelmi.
2) Kurze Nachrufe finden sich in den Zeitschriften der Vereinigungen,
zu denen Wilhelmi in Beziehung gestanden hat. Sie bieten ebenso
wenig etwas Besonderes wie derjenige in der Allgemeinen Zeitung
(Stuttgart-Augsburg) vom 19. April 1857 (Nr. 109, S. 1730). Zwei ein-
gehendere Nachrufe: Karlsruher Zeitung vom 29. 4. 1857 (Nr. 100),
zwei ganze Spalten umfassend; Der Landbote. Verkündigungsblatt
der Gr. Bezirksämter Sinsheim und Neckarbischofsheim, 14. und
30. April, sowie 2. Mai 1857 (Nr. 45, 52 und 53). Beide Nachrufe ohne
Angabe des Verfassers, aber offenbar aus derselben Feder; nach Auf-
bau und Sprache kommt Heinrich Wilhelmi in Betracht, ebenso wegen
der sehr genauen Kenntnis des Verblichenen. Neu darin gegenüber
den „Bll. d. Erinn.“ sind nur einige Einzelheiten.


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