Heidelberger Zeitung — 1866 (Juli bis Dezember)

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au«? Wtil man erstesis es nicht so schnell mache»
kann. da r« a«i,e» Fäischung sicher grsteül sein mriß.
'onft^w^ dem S^aale^ und Eden ^l^ue^pflichli^

nahme am Steueranlehen sür deror Wohl und Heil
sorgt. Der niuD wissen, daß jeder Versuch, sich der
Theilnahme daran zu entschlagen, nnd dermalen gegeu

nung führt. gegm Derzinsung zugrwendet. Drr Eisen-
bahnbau sollle dann wie immer durch Aufnahme von
Anlehen daS Geld an die Slaatskaffe zmmck bezahlen.
Da kam die Drohung deS KriegS,^ und machle alsbald

die üeberschüsie, welche sür^ das allernächste Bedürfniß
genügt hätten, nicht in baar Geld flüssig zu machen,
obgleich sie da sind. Sie stecken zur Zeil in der Eisen-
bahn. Mancher weiß, wie das ist. Er hat z. B. ein
HanS gebaut mit seinem Geld. Nun braucht er aker

dem Haus zurückziehen. ohne die allerschwersten Ber-
luste. Da sucht er eben daS wohlfeilste Mittel, um sich
zu helfen. Andere Staaten müssen eö ebenso machen,

DaS kann man ader noch fragen, ob es denn so viel
ist. waS man zahlen muß! Nun z. B. wer mit 2000 fl.
in der Grundsteuer steht. also an wahrem Werlh der

besitzt^ ^de^s^Z h^erl^ Proce^si

heben. Hofsen wir, daß sie zur Einsicht kommen.

Wer Krieg will, muß die Mittel beschaffen. Ein
Mittel, daS weniger drückk, gibt eS im^Augenblick^iucht.

hinauSziehcn in den blutigeu Kampf, als wir daheim?
Sollten wir dabeim fm ihr Wohl nicht auch Opfer zu
dringen bereit sein? Wie wenig bedeutet eS dagegen,

Unlerhaltnng dcr Skldaten egnen verhältnibmäßig so
geringen Thcil unsereS BesitzeS gegen güte Verzinsung
nnd einen AnlehenSschein geben, den wir uöthigenfallS
verkaufen könneu, und der jedenfallS chdrcinst vyll heim-
bczahlt wird! (Karlsr. Z.)

Ein Worr zur Anregung.

Mannheim, 23. Juni. Jn vielen Städten dcS
Vaterlandes ist dis Bildung von Vereinigungen
zur Beischasiung von Verbandsiücken sür daS vaterlän-

dische Heer bereitS geschchen odrr doch im Gang. Auch
unicre Stadt wird in dieser humaneu. Aufgabe nicht
zurück^iben^ ui^ iride^m^ ^Wu^isch z^^we^

soll au/wenigstenS vier- bis ^fünfzelsignr Fäden be-
stehen.

Die grobe^CharpEte, als Deckmittel und zurEAuS-

Faden geschnittenen Leinwandstreifen bestehen, wenigstens
3 Ellen lang, aber nicht über 2 Zoll breil sein. Ein-
zöllige Binden od^Leinwandbändchen weicher Beschasfe.n-

gesäumt sein und das Annähen von Bändchen an deren
Ende ist überflüssig.

Die Compressen bestehen aus weißer oder halb-

Gottesdierrst Ln Heidelberg.

Soilittag , den 1. Juli, VormittagS 9 Uhr, predigen
in dcr HeUiggeistkirche: Hr. Stadtpsarrer Herbst; in
her Providenzkirche: Herr Candidat Holdermanu

^r.ichitzittags^2 Uhr, - ^

in der HeiliggListkirche: Hr. Stadtpfr. Schellenbcrg.

Seminargottesdienst in der Providenzkirche 11
Uhr: Hr. Candidat L ö r tz.

Wochengottesdienst:

Mittwoch, 8 Uhr, in der Hciliggeistkirche: Hr. Stadt-
Pfarrer Schelleiiberg.

Abounements-Elnladung

berücksichtigem

Die polilische Nichtung der Koystanzer Zettung in
inneren und Lußereu Fragen ist eine hinlänglich be-
kannte; fie wird in der gegenwärtigen Zeik namentlich,
was an ihr liegt, dazu beizulragen suchen, die Eintracht
zwischen Negiermrg uiid Bolk im badtschen lhmde zu
sördcrn.

Die „Konst. Ztg." ist KreiSverkl'lndignngSbl-tt für
den KreiSverband Konstanz und AmlSblatt für den Ämls-
bczirk Kopstanz. Sie bringt antzerdem die amllichen Ver-
kündlgungen der Aemter Nadolfzcll, Engen, Mcßkirch,
Stockach/Uebeilingen mid PsuUendorf von jetzt ab re-
gelmäßig in zweimal wöcheitklich erscheinenden Ertra-
beilagen.

Die „Konst. Ztg." ist wie kein andereS Blatt znr
Verbreituiig solcher Aniionceu gecignet, die im ganzcn
Kreisverbande Konstavz und in den cingrenzendeii B'e-
zirken Badens und in 'der Schweiz gelesen werden sollen.

Der Abonneme'ttSpreiö beträgt einschließlich deS Post-

ttsichhrltch Ct^fl

Anzeigen weiden die Bspaltige Petitzeile zu 3 kr., bci
wieLerholtec^Einrü^ zu 2 kr.^erechnct.^ ^eselbcn

Dil Explditiou der Konst. Ztg.

Z Aecht' kaukasischer

? Wanzen Tod!

2!§ganze Brnl wird sür immer vertilgt! AndereS
^ § Ungezieser verschwindet rasch durch „ächt' per-
's sischeS Jnsecteiipulver."

S Jn Origiiialverschluß zu 36, 18 u. 12 kr.,

Der Haupt-Ausschuß -es badischen Feuerwehr-Vereins

Bereins Feuerwehre».

imscr BerhMleii »I» mUilSrisch or»/i>isirter Körper fowobl nach Jnnm, mi. nach Außen sein mll. Die Beant-
wortnng dieser Frage dürfte einfach die sein: AlS Bürger eines Landes, dessen Regierung seit Jahren Alles für
die freie Entwickelung und die Wohlfahrt seiner Bürger gethan. desien Regieruna den Wünschen deS Volkes mehr
alö gerecht wurde. ist es unsere heilige Aufgabe, fest zn dieser Regierung zu When, vor Allem derselben im
Jnnern keinerlei Berlcgenheiten zn bereiten.

^ift^ ^i^

^^^Treien^wir deßhalb mit^aller Kraf^biesem verwerflichen Treiben entgegen, schaaren ivir uns zusammen uud
eingedenk des LoosungSwortes der Fsuerwehren:

„Einer jür Alle und Alle für Einen",

erklären wir offen und frei: . * o

Wir verpflichten uns durch unser heiligeS Manneswort, jeder Slörung der Ruhe und Ordnmig in unsereiz
Gemeinden und der nächsten Umgebung, möge solche von einer Seite kommcn, von welcher fie wolle, aitt Auffor-
derung unserer Gemeindebehörden mit aller Entschiedenheil enlgegen ;u kreten nnd mil aller Krast sür die Auf-
rechlhältung derselben einzustehen. - , . --i- .

Feuerwehrmänner! Lasset Angesichls der tranrigen Lage nnseies lieben V-terlandeS alle inneren Zwistigkeilen
ruhen, erhebt Ench übec Euere Jnteresien und zeigt Ench als wackere Bürgrr eineS LandeS, das anf seine Jnsti-
tutionen und auf seineu loyalen Fürsten stolz sein dars. zeigt Euch als Männer, die nicht bloS dem verderblichen
Element deS FeuerS, sondern auch dem viel verderblicheren Element der Gefährdnng der Rnhe und Oronung durch
innere oder Lußeie Feiude mit Erfolg entgegen zu lretcn verstehen.

Unsere Ausiorderung geht nun einfach dahin:

Sämmtl.che Vereiiiüseuerwehren des Landes mögen erklären:

Mr verpflichten uns, vorkommendcn Falls, aui Aufforderung der Gemeindebehörden, sur Antrechthaltung
der Ruhe und Ocdnung in unsern Gemeinden und deren nächsten Umgebmig mit allen uns zu Gebot stehenden
Mitteln einzustehen und jede Störung derselben, von welcher Seite fie auch kommen möge, erforderlichen FallS mit
Gewalt zurückzmveisen. - ^ c» ^

Jeder brave Bürger und inSbesondere jeder wackere Feuerwehimann kann, wenn ihm daS Wohl deS Vater«
lands nnd daS Wohl seintc Mitbürger am Herzen .liegt, diese Eiklärung abgcben. ,

Wir ersuchen somit die verehrlichen Conimandanlen der VereinSfeuerwehren, nach Anhörung ihrer Corps-
Mitglieder unS sofort. nölhigen.FallS mittelst Telegramm, zu benachrichsigen, öb ihke CorpS mit gcdachker Erklä-
rung einversiandeu sind, oder welch' andere Ecklärung dieselben abgegeben haben.

Schließlich bemerken wir noch, daß wir die Absicht haben, miserm allverehrten; schivergeprüften LandeSfürsten
die Erklärungen der Vereinsfeuerwehrcn als Beweis dcr Anhäuglichkeit unö Treue der Feuerwehrcn zu unter-
breiten. - ,

Wir bitten, da die Sache nicht den geringsten Aufschub erleidet, um größtmöglichste Buchlemugung.

Der LandeS-AuSschuß.

Daeschner, Präsident.

Für den SeekreiS: Für den OberrheinkreiS: Für den Mittelrheinkreis: Für den Unteriheinkreis:

Merk. Muser. Kramer. Zimmer.

Airchweihfeii zu Neuenheim in der Lrrone.

Sonntag dcn 1. und Monlaj; den 2. Jnli wird daS Kirchweihfest dahier abgchalten.
Samstag Nachmittag zur VorfeiervomStadtischenOrchestcr Häßner u. Kröber.
Hierzu ladet freundlichst ein

ItOtiis Iteldort zur Krone
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