Heidelberger Zeitung — 43.1901 (Juli bis Dezember)

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die Angreifer fernhalten sollten. Thatsächlich wurde der Gen-
darm, wie der Gendarmeriewachtmeister, aber auch Kumicz
selbst mehrfach, wenn auch unerheblich verletzt. Auch ein Sei-
fensiedergehilfe, der hilfreich beigespruugeu, bekam davon ab;
dieser hatte aber »och den weiteren Nachteil, daß er im Eifer
als ispiesgeselle mit verhaftet wurde, bis anderen Morgens
dessen Unschuld nachgewiescu wurde. Das Aufsehcu, welches
der Vorfall damals erregte, läßt sich denken.
SO. Ofsenbnrg, 28. Juli. (H a n d w e r k e r t a g.) Am
1. September findet hier der Bad. Haudwerkertag statt. Die
Tagesordnung ist folgende: Thätigkeitsbericht, Jnnungs- und
Genossenschaftswesen, Borgfrist und Kreditschntzwesen, tz 646
des bürgerlichen Gesetzbuches und seine Folgen für den Hand-
werkerstand, Einführung obligatorischer gewerblicher Fort-
bildungsschulen, gewerbegerichtliche Klagen durch Arbeitnehmer
und deren Folgen, die Verbaudszeitung.
ZU Kehl, 28. Juli. (Deserteur.) Wie die „Mittelb.
Nachr." melden, wurde dieser Tage ein Deserteur vom Infan-
terieregiment Nr. 171 (Kolmar) hier verhaftet. Derselbe ist,
wie er angibt, mit noch fünf anderen Kameraden am letzten
Montag desertiert und wurde in Holzhausen von der Polizei
abgefaßt. Der Deserteur diente im zweiten Jahre und wäre
im September entlassen worden.
SL Frciburg, 28. Juli. (Verschiedenes.) Am 1.
Juli, abends zwischen 6 und 7 Uhr hat sich der prakt. Arzt
Oskar Emden aus seiner Wohnung entfernt, um angeblich
einen kurzen Ausflug auf den Sulzer-Bclchen im Elsaß zu
unrernehmcn. Da er seither weder zurückgekehrt ist, noch eine
Nachricht von sich gegeben hat, so ist die Annahme naheliegend,
daß ihm ein Unfall zugestoßen, oder ein Verbrechen oder
Selbstmord vorliegt. — Die Freiburger Staatsanwaltschaft
ersucht um Anhaltspunkte, die zur Auffindung des Ver-
mißten dienen können, mit dem Bemerken, daß eine Belohnung
von 500 Mk. ausgcsetzt ist.

Theater- und Knnstuachrichtcn.
München. In dem nunmehr fertig gestellten Prinz-
Regenten-Theater finden in der Zeit vom 21. Angust bis
28. September folgende Aufführungen Richard Wagner'scher Werke
statt: Die Meistersinger von Nürnberg am 21., 25., August,
2., 10., 14. und 26. September Tristan und Isolde am 23.,
24 Ang., 4., 12. und 20. September. Taunhänscr am 29 Ang.,
6., 16., 22. und 28. September. Lohengrin am 31. Ang., 8, 18.
und 24. September. Mitwirkende sind die Damen: Viktoria

Blank, Hermine Bosetti, Else Breuer (München), Katharina
Fleischer-Edel (Hamburg), Olive Fremstad (München), Pelagie
Greff-Andriessen (Frankfurt), Laura Hilgermann (Wien), Irma
Koboth, Betty Koch, Bertha Morena, Hilda Pazofsky, Katharina
Senger-Bettague (Münchens Gisela Ständig! (Wiesbaden). Die
Herren: Georg Anthes «Dresden', Alfred Bauberger, Fritz
Feinhals, Anton Fuchs, Emil Gerhänscr München), Wilhelm
Grüning (Berlin), Eugen Gura (München), Joh. Bavt. Hoffman»
(Berlin), Sebastian Hofmüller (Schwerin), Max Kellerer, Viktor
Klöpfer, Heinrich Knote, Max Krautze, Karl Mang, Theodor
Mayer, Max Mikorey (München), Theodor Reichmann (Wien),
Albert Reiß (Wiesbaden), Albin Scholz (München), Fritz Schrödter
(Wien), Georg Siglitz (München), Ernst Wächter (Dresden),
Raoul Walter (München). Die musikalische Leitung
ist in den bewährten Händen der Herren Hofkapell-
mcister Hermann Znmpe, Franz Fischer, Hugo Röhr und Bern-
hard Stavenhagcn. Leiter der Aufführungen sind: Kgl. Inten-
dant Ernst v. Possart, Kgl. Obcrregissenr Anton Fuchs, Kgl.
Regisseur Robert Müller. Die Vorstellungen beginnen um 5 Uhr
nachmittags, die Eintrittskarte kostet 20 Mark und gilt zugleich
als Garderobe-Nummer. Karten sind im Vorverkauf erhältlich
bei A. Ackern: ann's Nachfolger, Karl Schüler, Hof-
Bnch- und Kunsthandlung, Maximilianstraßc 2., München.

Verantwortlich für den redaktionellen Teil F. Montua, für den
Inseratenteil Th. Berkenbusch, beide in Heidelberg.

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Die Stelle des zweiten
Bürgermeisters betr.
Nr. 9519. Nachdrm der Bürger-
ausschutz in seiner Sitzung vom
24. d. Mts. die Wiederbesetznng der
Stelle des zweiten Bürgermeisters
hiesiger Stadt beschlossen hat, haben
wir Termin zur Bornahme der Wahl
desselben auf:
Donnerstag, den 1. August l. I.,
vormittags 11 Vz Uhr bis nach-
mittags 12'/g Uhr
in den Sitzungssaal des Stadtrats
anberaumt und laden htezu die Mit-
glieder des Bürgerausschusses mit dein
Bemerken ein, datz die Wählbarkeit
zum Amte eines Bürgermeisters nicht
durch das Stadtbürgerrecht bedingt ist.
Zu diesem Amte ist vielmehr jeder, im
Vollbesitz der Rechtsfähigkeit und der
bürgerlichen Ehrenrechte befindliche
männliche, nicht im aktiven Militär-
dienste stehmdc Angehörige des deut-
schen Reichs wählbar, welcher das
26. Lebensjahr zurückgelegt hat. Die
Wahl kann nur derjenige annebmen,
welcher die badische Staatsangehörig-
keit besitz: oder erwirbt. Mit der
Annahme der Wahl erlangt der Er-
wählte das Stadtbürgerrecht.
Es können aber
1. diejenigen Beamten und die Mit-
glieder derjenigen Behörden, durch
welche die Aufsicht des Staates über
die Stadt ausgeübt wird,
2. die besoldeten Gemetndebeamten,
3. Geistliche unb Volksschullehrcr.
4. die besoldeten Richter, die Be-
amten der Staatsanwaltschaft uns die
Polizeibeamten
die auf sie gefallene Wahl nur dann
annehmen, wenn sie ihr Amt nieder-
legen.
Bei der Wahl des Bürgermeisters
gilt derjenige als gewählt- für welchen
die absolute Mehrheit aller 116 Wahl-
berechtigten gestimmt hat.
Heidelberg, den 29. Juli 1901.
Der Stadtrat:
Dr. Wilckens.
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zu welchen Formulare unentgeltlich ab-
gegeben werden, sind längstens bis
Samstag, den 3. August d. I.
vormittags 9 Uhr
bei der Unterzeichneten Stelle etnzu-
reichen, bei welcher inzwischen die
Bedingungen zur Einsicht der Be-
werber aufgelegt sind.
Heidelberg, den 27. Juli 1901.
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