Heidelberger Zeitung — 43.1901 (Juli bis Dezember)

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Staatsbahnen, die Verbesserung ihrer Anstellungsverhält-
riisse betr., eingekommen.
Präsident Gönner teilte sodann mit, daß eins Anzahl An-
träge vorliegen und zwar:
1. Ein Antrag auf Aenderung der Verfassung, die Einfüh-
rung des direkten Wahlrechts betr. Der Antrag ist von
der nationalliberalen Fraktion unterzeichnet.
2. Ein Antrag in gleichem Sinne, unterzeichnet von der
Z entru ms f r aktio n.
3. Ein Antrag der Zentrumsfraktion, die Ab-
änderung der Landtagswahlordnnng betr.
4. Ein Antrag der Zentrnmsfraktion betr. .die Zu-
lassung von Ordensniederlafsnng en. Es wirb bean-
tragt: „Die Kammer will, daß im Interesse des Friedens der
Streit um die Zulassung der Orden beseitigt wird und erklärt,
daß sie nichts dagegen zu erinnern hat, wenn die Negierung in
dem Sinne von dem Z 11 des Gesetzes vom Jahre 1860 Gebrauch
macht, daß sie einige Männerklöster zuläßt."
5. Ein Ankrag ans Aenderung der Verfassung, die Ein-
führung des direkten Wahlrechts betr. Unterzeichnet
ist der Antrag von den Abgg. Heimbnrger, Eder, Hoffmaun,
Muser, Pflüger, Vorderer, Dreesbach, Geis, Kramer und Frühauf.
Nach diesen Mitteilungen erfolgte die Bildung der fünf
definitiven Abteilungen und der ständigen Kom-
missionen. Es wurden gewählt in die:
Budgetkommission: Die Abgg. Wilckens, Kriechle,
Pfefferle, Binz, Dreher, Höring, Obkircher, Gießler, Hug, Lauck,
Schüler, Fehrenbach, Hergt, Wacker, Heimburger, Frühauf und
Geis;
Petitionskommission: Die Abgg. Rohrhurst, Müller,
Schmid, Goldschmit, Hauser, Kirsner, Burckhart, Blümmel.
Dieterle, Eckert, Hennig, Herth, Zehnter, Vorderer, Mampel,
Fendrich und Kramer;
Kommission für Eisenbahnen und Straßen:
Die Abgg. Klein, Greifs, Franz, Weygold, Kist, Neuwirth,
Wittum, Blümmel, Armbruster, Fischer, Geppert, Hennig, Köhler,
Zehnter, Eder, Pflüger und Eichhorn;
Geschäftsordnungskommissiou: Die Abgg. Blan-
kenhorn, Kögler, Hauß, Armbruster, Birkeumayer, Breitner und
Dreesbach.
Nach Beendigung dieser Wahlen legte Finanzminister
Buchend erger das Budget für 1902 und 1903 vor. Er be-
gleitete die Vorlage des Staatshaushalts mit einer Ansprache,
worüber an der Spitze des Blattes berichtet wird.
Der Präsident machte darnach kurze geschäftliche Mitteilungen.
Er gab bekannt, daß znm Vorsitzenden der Budgetkommission
Abg. Gießler (Zentr.), zu dessen Stellvertreter der Abg.
Wilckens (natl.), zum Vorsitzenden der Geschäftsordunngskom-
mission Abg. Birk enmay er (Zentr.?, zum Vorsitzenden der
Kommission für Eisenbahnen und Straßen Abg. Klein (natl.),
zu dessen Stellvertreter Abg. Zeh nter (Zentr.) gewählt wor-
den sind.
Darauf wurde die Sitzung geschlossen.
Nächste Sitzung: Montag 4 Uhr. Beratung des Vertrags
über die Lieferung der Drucksachen für die Zweite Kammer.

M. Karlsruhe, 1. Dez. Die Meldung, der Abge-
ordnete Rechtsanwalt Frühauf habe sich der demokra-
tischen Fraktion angeschlossen, ist vollständrg unbe-
gründet. —_

Irritiativ-Antrag der riationaMbemken Arak-
lion zur Wahtrechtsfrage.
Karlsruhe, 30. Nov. 1901.
Ein in heutiger öffentlicher Kammersitzung Seitens
Ker Nationalliberalen Fraktion eingebrachtsr Jmtlatm-
Antrag in der Verfassungsfrage lautet:
Friedrich, von Gottes Gnaden Groß-
herzog von Baden, Her zog von
Z ä h r i n g e n.
Mit Zustimmung Unserer getreuen Stände ha-
ben Wir beschlossen und verordnen, wie folgt:
Artikel 1.
Die 88 27, 81, 82, 33, 35, 36, 37, Abs. 1, u. 38 der
Verfassungsurkunde für das Großherzogtum Baden vom
22. August 1818 erhalten nachstehende veränderte Fas-
sung :
8 27.
Die erste Kammer besteht:
1. aus den Prinzen des GroßherzoglichenHauseS,
2. aus den Häuptern der standesherrlichen Fa-
milien,
3. aus dem Landesbischof und emem vom Groß-
herzog lebenslänglich ernannten protestanti-
schen Geistlichen mit dem Rang eines Prälaten,
4. aus acht Abgeordneten des grundherrlichen
Adels,
5. aus je einem Abgeordneten der beiden Landes-
universitäten und der Technischen Hochschule,
6. aus zwei, von den Stadträten der Städte der
Städteordnung gewählten Oberbürgermeistern
des Landes,
7. aus drei von den Handelskammern gewählten
Abgeordneten,
8. aus zwei, von der landwirtschaftlichen Inter-
essenvertretung gewählten Abgeordneten,
9. aus einem von den Handwerkskammern ge-
wählten Abgeordneten.
10. aus den vom Großherzog, ohne Rücksicht auf
Stand und Geburt, zu Mitgliedern dieser
Kammer ernannten Personen.
8 31.
Jede der beiden Landesuniversitäten, sowie die
Technische Hochschule wählt ihren Abgeordneten auf vier
Jahre aus der Mitte der Professoren oder aus der Zahl
der Gelehrten oder Staatsdiener des Landes nach Will-
kür. Nur die ordentlichen Professoren sind stimmfähig.
Es treten diese Abgeordneten, sie mögen die zunächst
Gewählten oder wegen deren Austritts vor dem Zeit-
punkt der regelmäßigen Erneuerung an deren Stelle ge-
wählt worden sein, mit der Hälfte der grundherrlichen
Abgeordneten gleichzeitig aus.
8 32.
Die Zahl der vom Großherzog ernannten Mitglieder
der Ersten Kammer darf niemals acht Personen über?
steigen.
Sie werden auf vier Jahre ernannt. Ebenso werden
die Vertreter der größeren Städte, des Handels und
der Industrie, der Landwirtschaft und des Handwerks
auf vier Jahre gewählt.
8 31, Abs. 2 gilt auch für alle hier genannten W-
geordneten.
8 33.
Dis zweite Kammer besteht aus Abgeordneten, welche
aus allgemeinen und direkten Wahlen mit geheimer
Abstimmung hervorgehen.

Jeder Abgeordnete wird in einem besonderen Be-
zirke gewählt.
Die Wahlbezirke werden durch ein besonderes Ge-
setz bestimmt.
8 35.
Niemand kann gleichzeitig Mitglied beider Kammern
sein. Kein Mitglied der Zweiten Kammer kann zum
Mitglied der Ersten Kammer ernannt werden.
8 36.
Alle übrigen Staatsbürger, welche vor Abschluß der
Wählerliste das 25. Lebensjahr znrückgelegt haben,
sind, vorbehaltlich der besonderen gesetzlichen Ausnah-
men — in dem Wahlbezirk wahlberechtigt, in welchem sie
bei Festellung der Wählerliste wohnen.
8 37, Abs. 1.
Zum Wgeordneten für die Zweite Kammer kann
ohne Rücksicht auf Wohnort jeder Staatsbürger gewählt
werden, der das 30. Lebensjahr vollendet hat und selbst
wahlberechtigt ist.
8 38.
Die Abgeordneten zur Zweiten Kammer werden auf
vier Jahre gewählt.
Artikel 2.
Die 88 34 und 39 der Verfassungsurkunde für das
Großherzogtum Baden vom 22. August 1818 werden
aufgehoben.
(Die Begründung werden wir morgen nachtragen.)

Reiß ä. L.
Greiz, 30. Nov. Die „Greizer Ztg." schreibt:
Der Fürst befindet sich nicht in Kairo und hat kein
Nierenleiden, sondern eine nicht allzu schwere
diabetische Affektion. Das Gesamtbefinden
hat sich in keiner Weise verschlimmert.

Ans der Karlsruher Zeitung.
— Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben dem
Direktor der Kunstgewerbeschule in Pforzheim, Alfred Waag,
die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem
König von Württemberg verliehenen Komthurkreuzes zweiter Klasse
des Königlichen Friedrichsordens erteilt.

Ausland.

Oesterreich-Ungarn.
— Die „N. Fr. Presse" meldet, bei dem Besuch des
Thronfolgers beim Kaiser Wilhelm H. seien gleichar-
tige Maßnahmen über Duell und Ehrengerichte in der
österreichisch-ungarischen und deutschen
Armee vereinbart worden.
Lemberg (Galizien), 30. Nov. Gestern versuchte
ein Trupp von etwa 200 Studenten vor das Ge-
bäude des deutschen Konsulates zu gelangen,
wurden jedoch in . der Akademiestraße zer streut.
Zwei Stunden später begaben sich ungefähr 300 Poly-
techniker durch Seitenstraßen nach der Mocknackigasse, in
der das deutsche Konsulat liegt, durchbrachen die dort
aufgestellte Kette von Polizeimannschasten und zogen
unter Pereatrufen vor das Konsulatsgebäude. Eine
Polizeiabteilung unter Führung eines Polizeikommissars
trieb sie schließlich auseinander. Ein Student wurde
verhaftet, jedoch nach Feststellung seiner Personalien
freigelassen.

Frankreich.
— Heute, am 2. Dezember, vor fünfzig Jahren führte
Louis Napoleon den Staats streich aus, durch den
er sich zum Kaiser der Franzosen machte. Während
seiner Regierung ist Frankreich wirtschaftlich vorangekom-
men, wobei der Kaiser mithals, wie er nur konnte. Poli-
tisch stand Frankreich in hohem Ansehen. Auf die Neu-
jahrsreden Napoleons lauschte man in der Welt wie auf
einen Orakelspruch. Der Krieg 1870/71 machte der
Herrlichkeit Napoleons ein Ende. So ganz echt war sie
nie gewesen, sie hatte vielmehr immer etwas Aufgcputztes
und Aufgeschminktes an sich.

England.
London, 30. Nov. Wie amtlich bekannt gegeben
wird, ist nach dem 1. Januar 1902 Niemanden der E i n>-
tritt in die Kapkolonie oder in Natal wegen
des dort erklärten Kriegsgerichts ohne besonderen Er-
laubnisschein gestattet. Jeder, der um einen Erlaub-
nisschein nachsucht, muß durch Zeugnisse Nachweisen, daß
er mindestens 100 Pfd. Sterl. besitzt oder sich selbst er-
halten kann, daß der Zweck seiner Reise keine England
feindliche ist und daß er weder deportiert, noch als Be-
dürftiger außer Land geschickt worden ist. Die Unter-
thanen fremder Mächte können die Erlaubnisscheine
unter den angegebenen Bedingungen von den betreffen-
den Botschaftern und Gesandtschaften in London erhal-
ten. Diese Erlaubnisscheine geben den Passagieren nur
das Recht, in Südafrika zu landen, aber nicht den An-
spruch darauf, daß ihnen das Weiterreisen in das In-
nere gestattet wird.
Italien.
Rom, 30. Nov. In der Kammer begann der Schatz-
minister sein Finanz ex Pose indem er konstatirte, daß
das letzte Finanzjahr mit einem Ueber schuß von 42
Millionen abschloß. Für dieses Jahr sei vielleicht n o ch
ein höherer Ueberschnß zu erwarten. — Das Finanz-
cxpofe des Ministers des Schatzes wurde von der Kammer
begreiflicherweise mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Im
weiteren Verlaufe der heutigen Sitzung unterbreitete der
Finanzminister Carcans der Kammer den Gesetzentwurf über
Herabsetzung der Verzehrungssteuern und die
andern Finanz re formen.

Spanien.
Madrid, 30. Nov. Die Prinzessin von Asturien —
Schwester des Königs und vermählt mit dem Sohne des
Grafen von Caserta — ist von einem Sohn entbunden
worden.

Die öadische Iaörikinspektorin.
L.O. Karlsruhe, 29. Nov. -In der „Gesellschaft
für soziale Reform" zu Dresden verbreitete sich dieser
Tage die Großh. bad. Fabrikinspektorin Frl. Dr. von
Richthofen über die Frage, wie sich die weibliche

Fabrikinspektion in der Paxis bewährt hat. Aus
den interessanten Darlegungen ist Folgendes hervorzuheben:
In Deutschland faßt man die weibliche Fabrikinspektion
noch vielfach als Experiment auf. Die württembergische
Fabrikinspektion bediente sich zuerst weiblicher Vertrauens-
personen. Jetzt ist eine als Beamtin angestellte Assistentin
dort thätig. Im vorigen Jahre hat sie einen eigenen
Bericht angesertigt. In ganz Deutschland sind 8 Frauen
in der Fabrikinspektion thätig. Die meisten waren früher
Direktricen in Schneiderwerkstätten, eine Büreauvorsteherin
eines Rechtsanwalts. Arbeiterin war keine. Nur in
Baden hat Fabrikinspektion Aussicht auf eine sebständige
Stellung. In Baden ist die Fabrikinspektion so organisiert:
Die ganze Fabrikinspektion ist in Karlsruhe zentralisiert.
An der Spitze steht Geheimerat Wörishoffer, dann folgen
drei Fabrikinspektoren und eine wissenschaftlich gebildete
Hilfsarbeiterin (das bin ich) sowie die Assistenten. Die
ganze Post geht durch die Hände des Geheimerats Wöris-
hoffer. In jeder Woche findet eine Sitzung statt, in der
die zur Begutachtung vorgelegten Gesetzentwürfe, die bei den
Revisionen gemachten Erfahrungen ausgetauscht werden.
Meine Vorbildung bestand in einem dreijährigen Universitäts-
studium in Berlin. Daß ich einige Fabriken besucht habe,
spielt kaum eine Rolle. Man gab mir die Arbeiten, die
ein junger Beamter erhält, der Fabrikinspektor werden
will. Meine erste Thätigkeit erstreckte sich ans Begutachtung
von Arbeitsordnungen, von Baugesuchen für Bäckereien,
von Gesuchen um Gewährung von Ueberarbeit. Wichtiger
war die Revisionsthätigkeit. Mir wurden alle Betriebe
überwiesen, in denen Arbeiterinnen thätig sind. In Baden
gibt es 60 000 Arbeiterinnen. Sie sind thätig inderTabak-
branche, in der Bijouterie- und Textilindustrie. Selbständig
darf ich aber nichts anordnen. Vorher muß ich immer
Rücksprache mit dem zuständigen Inspektor nehmen, was
das eigene Verantwortungsgefühl schwächt.
Da in den Ctgarrenfabriken neben 23 000 Frauen nur
11000 Männer arbeiten, übergab man mir die ganze IN*
dustrie, die 700 Betriebe zählt. Ich habe alle Akten allein
zu erledigen, die Baupläne zu begutachten, die Revisionen
vorzunehmen. Doch darf ich mich zur Unterstützung des
Assistenten bedienen. Außerdem revidiere ich alle Betriebe,
die Arbeiterinnen beschäftigen.
Der Verkehr mit den Arbeitgebern ist die geringste
Schwierigkeit. Viel schwerer ist es, mit den Arbeiterinnen
Fühlung zu erhalten. Sie fürchten sich zu sehr vor der
Maßregelung durch den Arbeitgeber. Ich habe erlebt, daß
zwei junge Mädchen ihre Pflegemutter flehentlich baten,
sie möge mir nichts-von den Ausschreitungen ihres Wer-*
Meisters Mitteilen. Meine offizielle Sprechstunde
schwach besucht. Die Fabrikinspektion muß den Frank"
erst unerzogen werden. Daß mit der weiblichen Fabrik*
Inspektion ungünstige Erfahrungen gemacht worden seie"'
wie der Hamburger Senat behauptete, ist unzutreffend-
Man hat allerdings in der Wahl der Person oft M-st
griffe gethan. In Sachsen-Weimar z. B. wurde eine Da'"
von über 60 Jahre von der Fabrikinspektion als Gehilist
verwendet. Wie sollte diese Frau allein nur den körpe^
lichen Anstrengungen gewachsen sein.
Die hessische Fabrikinspektion teilte mir mit, sie h"^
offizielle Sprechstunden überhaupt nicht mehr ab. DagE
hätte sich die Sitte eingebürgert, daß die Arbeiterinnen I
privatim aufsuchten, um ihr Herz auszuschütten. Mit d
männlichen Arbeitern kann man leicht mittels der Ge>N",
schäften Fühlung erlangen. Die Frau kann aber üM,
kollektivistisch angefaßt werden. Von den 60000 badisch-
Arbeiterinnen sind nur 15 organisiert.
Der Fabrikinspektorin steht noch ein großes Arbeitsl ^
in Aussicht: die strengere Bewachung der Konfektionswk
stätten, der Ateliers der großen Warenhäuser, der ,
industrie. Auch das Schutzgesetz für Kinderarbeit wird " ,
Arbeit bringen. Bei der weiteren Ausbildung der
lichen Fabrikinspektion dürfte es sich empfehlen, eine stst-,
demisch gebildete Inspektors anzustellen und ihr E
kräfte aus den Kreisen der Arbeiterinnen zur Seite "
stellen. Das Referat wurde mit Beifall ausgenommen^

>5»b°
h,»°
K--'

Aus Stadt und Land. ,
Heidelberg, 2. Dez-mb°*>

Zur Enthüllungsfeier des Kaiser-Denkmals. ,

früh machte eine Abteilung unseres Bataillons mit der Ab
gimentsmusik Msirschübungen auf dem Ludwigsplatz, urn
vorbereitet Lei der Enthüllungsfeier Mitwirken zu könnest^
(D Zur Wahl züm Kreistag- Am Donnerstag Abend st hl-
in der Harmonie eine Versammlung der Kreiswahlmännst
Kreises Heidelberg abgehalten, die erfreulich gut besucht-^
Die Versammlung einigte sich einstimmig auf die Herren stArst
büraermeiiter Dr. Wilckens. Bürgermeister Dr. Wolr. S'N si,

bürgermeister Dr. Wilckens, Bürgermeister Dr. Walz,
Ammann und Kaufmann Wegerle als Kandidaten des
bezirks Heidelberg für die Kreisversmmlung. Als Stellver-^st

^_. .W_
wurden ebenfalls"einstimmig zu Kandidaten" gewählt die Aust*
Stadtrat Albert Ueberle, Hofrat Prof. Tr. Cantor, Bezistst o»'

arzt Väth und Garteninspektor Maffias. Die Wahl fl" ^
Mitwoch, 4. Dezember, im Rathause statt. Es ist dringst pck
wünschen, daß die Wahlmänner vollzählig erscheinen, "stU e"
zu wählenden Kandidaten durch möglichst zahlreiche """

sichtbares Zeichen des Vertrauens zu geben.

-^Heidelberg im Staatsbudget. " In dem
für 1902—03 finden sich u. a. nachstehende' für Hstst gA

besonders Interesse bietende Anforderungen: für
Universitätsbibliothek 2. Baurate 380 000 Mark, für stst,gicks
rung der Frauenklinik 2. Baurate 136 200 Mark u'w Aist,
Einrichtung 44 000 Mark, für den Neubau der Ohstst
2. Rate 179 000 Mark, . für Verbesserung der Aborstw x, -e
und der Kanalisation des akademischen Krankenhauses

Augenklinik 88 000 Mark, für Erweiterung und Verve^,

der Betriebsbauten des akademischen Krankenhauses ^ stK
Mark, Zuschuß zu den Kosten des Erweiterungsost st)
Luiscnheilanstalt 20 000 Mark, für die Erweitern^
physiologischen Instituts 70 000 Mark, für ErricM
Stallgebäudes für das hygienische Institut ?8 vst i?
Zuschuß zur Herausgabe der Universitätsmatrikel

0 17 828 Mark, für größere bauliche d
an Universitätsgebäuden 60 000 M.,für größere

bis 1870

stellungen in den Gebäuden der Sternwarte 18 7st0 .rtstg -'g
Erweiterung des Jnstitutsgebäudes der astrophysu u.l st.Ag'A
teilung der Sternwarte 26 000 Mark. Die Bahnhof
in Heidelberg ist in der Budgetvorlage noch nicht be

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