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Heidelberg, Universitätsbibliothek Heidelberg, Heid. Hs. 2740 II C - 197, Blatt 1-78
Rickert, Heinrich
Nachlass Heinrich Rickert: Sommer 1922. Philos. d. kontempl. Lebens III. Kunst (Manuskripttitel) — Heidelberg [ermittelt], 1922

DOI Page / Citation link:
https://doi.org/10.11588/diglit.4838#0002
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Philosophie der Kanst

aSinheit von fformu.nfl Inhalt als Pro'blem»

l!3 Haidelbsrg

Ira 4nsohlaß hieran i’rage‘.üherhaapt andere Möglich'

keit alß theoretisshe Srkenntniß."felt(entweder in Totalitat,
oaer xvenigstens Teil anserer Erlebnißinhalte) kontemplativ za
erfassen? so müssen' tsabjektiv”zaerst fragen

loch aaf anäerm :fege sachliche Güter hervorhrin-

... . . —. . ti • r* r» >i .. J . .. X~ "1 Til« n T v\ K D

gen als darcft Urteil und Begriff,der nötigt 1. Sorm and Inhalt
E.Sahjekt and Ohjekt 3. positiven and negativen UTert aasein«
anderzareißen. „ . . .

Das führt dann aaf öhjekte: Gieht es Gebiet gül-

tiger ^erte.dem Realisirung dreifachen Daalismas ,oder Wenig-
stens einer,etvia der von i’orm and Inhalt.den wir voranstell-
ten,fehlt,and in deren Aafnahme ins Sahjekt Kontemplation als
Kontemplation daher mahr vollendet mehr «ollendet als im Theoü

retischen.ja eventaell ganz zar Ruhe kommt?

Pragen zaerst hegrifflioh abstrakt beant-wor-
ten.Dann komkretes lehen der gesc^iohtlichen Kaltar daraaf hin
hetrachten.oh es Güter and «Terte soloher Art zeigt.

So ?rohlemstellang klar.Iösung vjird,am das vor-
v!egzanehmen,zar Kunst führen.zvieite Stafe des Schemas»

Einheit des Srlebens.

Schritt

2anächst,um Schritt für vorwürts za kommen,
nur Dualismus von ,,T'orm”and"Inh ,alt” ,am später noch andern
Dualismas za: fragen. Gesuchte Ruhe and Einheit gewiß möglich,
ja Allen hekannt and zugänglich,?Tie?

’Tir könncn ans der Inhalte anseres Srlehens
nicht n4r hegrifflich arteilend,sondern auch anmittelbar ”er-
lehend”oder,um ^egensatz zu Urteil and Begriff hervorzahehen,
darch nAnschaaang”hemächtigen,7Johei”Anschaa:Mt •" nicht nar se-
hen,sondern ehenso auch hören,ja jede Art des anmittelharen
Srfassens,die des hegriffs.des logischen Denkens nicht hedarf.
Inshesondere nicht nur räamliche”Bilderysondern auch Bebilde
von unräumlicher Beschaffenheit mit hloß zeitlicher Daaer,ja
eventaell Unsinnliches,das vveder ''raumlich” noeh zeitlich.

Anschaaliche Art des ßrfassens sogar "arsprüng-
lich.Oharakterisirt vorlogisches,vortheoretisches Leben.

Zunäohst: zeitlich. Ihrer sind Tvir Alle teil-
haftig als Kinder. na lehen vsir im monistiachen "Paraaies”,
in ongestörter einheitlicher Unschald,freilich ohne davon za
7i>issen,und manche ”Monisten” blelhen in dieser Hinsicht Kin-
der tehen langvrcissen nichts von Spaltang in positiven and ne-
gativen Tert.form und Inhalt, Subjekt and Ohjekt. Sminent
ursprünglich.

Doch mehr: aach als v:issenschaftlich bevsaß-

te Menschen erlehen v?ir jeden Inhalt anmittelbar anschaulich,
sehend.hörend im Raam oder”innerlich”Wahrnehmend als zeitlch*s
ps/chiches Gehilde, i/wir ihn formBn •

Ja noch mehr;diese einheitliche ”Kontemplation

ilend bringai
 
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