Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Metadaten

Karl Ernst Henrici <Berlin> [Editor]
Autographen-Sammlung: enthaltend die Autographen aus dem Nachlaß der Clarinettisten Heinrich und Carl Baermann, München, des Philologen Geheimrat Bernh. Rud. Abeken, Osnabrück († 1866), sowie aus dem Archiv einer bedeutenden Musikalienhandlung ; Versteigerung 29. und 30. November 1922 (Katalog Nr. 80) — Berlin, 1922

DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.16363#0107
Overview
loading ...
Facsimile
0.5
1 cm
facsimile
Scroll
OCR fulltext
671 Zelter. — Griepenkerl Friedrich Konrad, Philosoph und Musiker;
1782—1849. Eigh. Brief m.U. Braunschweigd. 2. April 1827.1 Seite
40. Mit Adresse und Siegel.

An Professor Zelter in Berlin. Empfehlungsschreiben für den Sohn des
Oberbergrats Ribbentrop in Blankenburg, für den er um die Überlassung eines
Eintrittsbillets zur Singakademie bittet.

672 — Loder, Justus Christian von, berühmter Anatom in Jena, Halle
u. Moskau, Goethes Freund, russ. Geheimrat; 1753—1832. Eigh.
Brief m. U. Moskau 13. Febr. 1827. 1 Seite. 40. Mit Adresse.

An Carl Fried r. Zelter in Berlin: „Der herrliche Genuss, welchen
ich vor beynah 25 Jahren in Ihrer mit Recht gepriesenen und berühmten Akademie
(der Berliner Singakademie) gehabt habe, hochgeschätzter Herr Director und
Professor, ist mir noch immer in so frischem Andenken, dass ich mich dessen
lebhaft freuen, und dem Wunsche nicht widerstehen kann, ihn meinen Freunden
zu verschaffen."

III. Bildende Kunst.

673 Adam, Albrecht, der Stammvater einer in 4 Generationen tätigen
bayerischen Künstlerfamilie, Pferde- und Schlachtenmaler; 1786—
1862. Eigh. Brief m. U.: ,,Vater." Mailand d. 14. October 1848.
ii/2 Seiten. 8°.

Sehr interessanter Brief aus der Zeit seines Aufenthaltes im Hauptquartier
des Feldmarschalls Radetzky in Mailand an seinen Sohn Franz. Am Kopfe
des Briefes befindet sich eine Federskizze zu seinem
Reiterbilde Radetzkys, auf die sich auch die Einleitung des Schreibens
bezieht. In persönlicher Hinsicht äussert er sich wie folgt: ,,Es hat mich recht
gefreut, dass du das Bild mit meiner Stute gemalt hast, ich danke dir für diese
Aufmerksamkeit, es wird mich freilich bisweilen an mein Elend erinnern, denn nun
scheint es aus zu seyn mit allem Glanz des Künstlers und man wird froh seyn
müssen, wenn man Brod genug hat.... die politischen Zustände sind immer noch
so schwankend, dass man von einem Tage zum andern keine sichere Rechnung
machen kann . . . ."

Beilage: Federzeichnung: ,,Leib Pferd des General Freyherrn von Verges,
nach dem Leben gez. zu Wien im August 1809", bez.: ,,A. Adam .."

Ferner liegen 2 Bleistiftskizzen seines Sohnes Franz A. bei, den Herzog
Christian von Augustenburg und einen französ. Soldaten darstellend, beide bez.:
„Franz Adam."

674 Algarotti, Francesco Graf v., italienischer Kunstkenner und Philo-
soph, Freund Friedrichs des Grossen; 1712—1764. Eigh. Brief m.
Namensbezeichnung am Kopfe. Bologna, 4. Oct. 1739. 4 Seiten.
Fol. An Agossino Paradiji. — Italienisch.

675 — Eigh. Brief o U. ä Vienne ce 30 Mars 1743. 4 Seiten. 40. —
Französisch.

Concept eines an Brühl in Dresden gerichteten Briefes über einige Gemälde,
deren Ankauf er für die dortige Gallerie in Aussicht genommen habe.

Auktionskatalog LXXX. Karl Ernst Henrici, Berlin W. 35.
 
Annotationen